Die Liste bietet eine Übersicht über in Regensburg vorhandene Grabstätten von Gesandten zu Reichs- und Kurfürstentagen in der Endzeit des Dreißigjährigen Krieges ab 1641 und danach bis zum Beginn des Immerwährenden Reichstags, sowie ab 1663 von Gesandten zum Immerwährenden Reichstag, die während ihrer Anwesenheit in Regensburg verstarben und vor Ort begraben wurden. Erwähnt werden auch in Regensburg verstorbene Ehefrauen und Kinder, die in den Grabstätten ihrer Ehemänner bzw. Väter begraben wurden oder eigene Grabstätten erhielten, auch dann, wenn die Gesandten selbst nicht verstarben. Beschrieben werden die Orte der Grabstätten und – wenn vorhanden – die Grabdenkmäler und ihre Ausstattungen. Sind keine dauerhaften Grabdenkmäler vorhanden, werden die Lagen der Grabstätten so beschrieben, wie sie auf alten Belegungsplänen eingetragen sind. Einige Begräbnisse fanden in bereits bestehenden familienfremden Gruften statt und für einige späte Begräbnisse nach 1790 sind keine genauen Ortsangaben verfügbar. Diese, im Allgemeinen nicht auffindbaren Grabstätten sind in der Liste nicht enthalten.

Protestantische (lutherisch und reformiert) Gesandte und ihre Angehörigen wurden ohne bisher bekannte Ausnahmen auf dem Kirchhof der 1632 fertig gestellten Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit begraben, der heute als Gesandtenfriedhof bezeichnet wird. Für die auf dem Gesandtenfriedhof bestatteten protestantischen Gesandten liegt ein kommentiertes vollständiges Begräbnisverzeichnis vor.Gräberverzeichnis. (PDF; 608 kB) dreieinigkeitskirche.de; abgerufen am 4. September 2022. Das Verzeichnis ist chronologisch geordnet und enthält alle Begräbnisse einschließlich der Begräbnisse von Ehefrauen, Kindern und Geschwistern der Gesandten bis 1787. Außerdem existiert eine Dokumentation aller Begräbnisse mit Grabdenkmälern, mit ihren Inschriften, Übersetzungen und familiären und beruflichen Biografien.

Katholische Gesandte wurden in verschiedenen katholischen Kirchen und Klöstern bestattet. Für diese Gesandten liegt eine Dokumentation (mit Inschriften und Übersetzungen) nur für die Grabdenkmäler von solchen Gesandten vor, die in der Klosterkirche St. Emmeram begraben wurden.