The Secret Man (englisch für „Der geheime Mann“, Originaltitel: Mark Felt: The Man Who Brought Down the White House) ist eine US-amerikanische Spionage-Thriller-Filmbiografie aus dem Jahr 2017. Sie basiert auf der Autobiografie des FBI-Agenten Mark Felt, der als anonyme Quelle den Journalisten Bob Woodward und Carl Bernstein während der Watergate-Affäre diente. Der reguläre US-Kinostart war am 29. September 2017.
Handlung Im Sommer 1972 rechnet der Vize-Chef des FBI, Mark Felt, nach dem Tod seines Vorgesetzten J. Edgar Hoover damit, dessen Nachfolger zu werden. US-Präsident Richard Nixon bestimmte jedoch Patrick Gray zum neuen Chef des FBI. Ein Mitarbeiter Felts, der die Ermittlungen in der Watergate-Affäre schnell ad acta legen will, löst in Felt Zweifel am System aus. Er beschließt daraufhin, Journalisten der Washington Post gezielte Hinweise zu geben, die in der Folge zum Rücktritt des US-Präsidenten führen.
Entstehung Das Drehbuch zu The Secret Man verfasste der Regisseur und ehemalige New-York-Times-Journalist Peter Landesman selber.
Besetzung und Synchronisation Die deutsche Synchronisation des Films entstand bei der TaunusFilm Synchron Berlin. Dialogbuch und Dialogregie übernahm Heike Kospach. mini|Hauptdarsteller Liam Neeson Rolle Darsteller Deutscher Sprecher Mark Felt Liam Neeson Bernd Rumpf Audrey Felt Diane Lane Arianne Borbach Ed Miller Tony Goldwyn Jaron Löwenberg Joan Felt Maika Monroe Victoria Frenz Pat Miller Kate Walsh Marion Musiol Charlie Bates Josh Lucas Till Endemann John Dean Michael C. Hall Dennis Schmidt-Foß Patrick Gray Marton Csokas Oliver Siebeck William C. Sullivan Tom Sizemore Axel Lutter Bob Woodward Julian Morris Nicolás Artajo Carol Tschudy Wendi McLendon-Covey Victoria Sturm Angelo Lano Ike Barinholtz Tommy Morgenstern Sandy Smith Bruce Greenwood Oliver Stritzel Robert Kunkel Brian d’Arcy James Stefan Krause Stan Pottinger Noah Wyle Matthias Klages FBI-Agent Eddie Marsan Lutz Schnell US Marshal Richard Molina
Kritik
Der Filmdienst würdigte 2017 den Film als Perspektivwechsel auf den Watergate-Skandal aus Sicht des FBI-Vizechefs, der vor allem die Darstellung institutioneller Machtkämpfe und die Bedeutung von Gewaltenteilung und investigativem Journalismus betone. Die Inszenierung bleibe eher dialoglastig und zurückhaltend, wodurch die komplexen Hintergründe nur begrenzt dramatische Wirkung entfalten und die Spannung eher unterschwellig entstehe. Im Zentrum stehe Liam Neeson als moralisch integrer Protagonist, der zwischen Loyalität und Rechtsverständnis steht.
Die Zeit lobte 2017: „Es ist ein ungemein atmosphärischer, gradliniger Film, der keinen erzählerischen Wildwuchs duldet und sich ganz und gar auf seine Hauptfigur konzentriert. Dass das so blendend funktioniert, liegt an Liam Neeson, dem zweierlei gelingt: Zum einen verkörpert er die Macht des geheimen Wissens, eines Wissens, das die Institution FBI unter Hoover angehäuft hat. Dazu braucht es keine physische Stärke, sondern lediglich die Aura des Unantastbaren.“
Filmstarts sieht in dem Film einen hochspannenden Politthriller mit Liam Neeson in oscarreifer Hochform, wenngleich es Regisseur Landesman nicht recht gelinge, das trockene Thema glaubhaft emotional zu unterfüttern.
TV Spielfilm nennt den Film eine „nüchterne Rekonstruktion eines Politskandals“.
Einzelnachweise
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Kategorie:Filmtitel 2017 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Politthriller Kategorie:Filmbiografie Kategorie:Filmdrama Kategorie:Watergate-Affäre