mini|hochkant|Lew Tolstoi, Porträt von Iwan Kramskoi, 1873 Der reuige Sünder (, Kaiuschtschisja greschnik) ist eine russische Legende, die Lew Tolstoi im Februar 1886 Alexander Afanassjews Sammlung Russische VolkslegendenWikisource Russische Volkslegenden (russisch) entnommen, nacherzählt und im April desselben Jahres im 4. Russischen Lesebuch des Sammelbandes Rasskasy is «Nowoi asbuki»russ. Рассказы из «Новой азбуки», auf Deutsch Erzählungen aus dem Neuen Alphabet in Sankt Petersburg publiziert hat. 1982 erschien der Text im Bd. 10Bd. 10 der Tolstoi-Ausgabe 1982 der 22-bändigen Tolstoi-Ausgabe in Moskau.
Inhalt Ein 70-jähriger Sünder stirbt und klopft an der verschlossenen Himmelstür. Weder der Pförtner Petrus noch der Pförtner König David öffnen. Der Sünder besteht auf Einlass, denn seine Sünden, die er am Tor beichtet, seien insgesamt sicherlich nicht größer als die der beiden Pförtner. Ihm wird aber nicht aufgetan. So klopft der Sünder ein drittes Mal. Johannes, der Lieblingsjünger Jesu, öffnet die Tür und lässt – seinem Wort „Kindlein, liebet einander!“NT folgend – den reuigen Sünder ins Himmelreich ein.
Deutschsprachige Ausgaben Der reuige Sünder. Deutsch von Arthur Luther. S. 146–148 in: Gisela Drohla (Hrsg.): Leo N. Tolstoj. Sämtliche Erzählungen. Fünfter Band. Insel, Frankfurt am Main 1961 (2. Aufl. der Ausgabe in acht Bänden 1982, verwendete Ausgabe)
Weblinks Der Text Wikisource Кающийся грешник (Толстой) (russisch) online bei RVB.ru (russisch) online bei tolstoy-lit.ru (russisch) Eintrag bei fantlab.ru (russisch) Eintrag in der Werkeliste Volkslegenden (1886) Lidija Opulskaja: Kommentar zum Text bei RVB.ru (russisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Werk von Lew Nikolajewitsch Tolstoi Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Literatur (Russisch) Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert) Kategorie:Legende