Walter Buddeberg (* 14. Oktober 1890 in Schildesche; † 29. August 1968 in Bielefeld) war ein deutscher Architekt und Kommunalpolitiker der FDP.
Leben Buddeberg war ein Sohn des Arztes Hermann Buddeberg und dessen Ehefrau Marie Buddeberg geb. Hölzermann. Die Familie stammte aus Lippstadt und ließ sich 1807 in Bielefeld nieder. Er besuchte das Ratsgymnasium Bielefeld und studierte Architektur an der Technischen Hochschule Dresden, der Technischen Hochschule Darmstadt und der Technischen Hochschule Danzig. Er schloss das Studium mit dem akademischen Grad Diplom-Ingenieur ab, kam als Soldat im Ersten Weltkrieg zum Einsatz und war anschließend im Vorbereitungsdienst bei der preußischen Bezirksregierung Minden tätig. Danach arbeitete er bis 1950 als Abteilungs- und Zweigstellenleiter beim Wohnungsunternehmen Westfälische Heimstätte, bis 1929 in Münster, danach in Bielefeld.
Politik Seit 1918 war Buddeberg Mitglied der DDP; 1945 war er Mitbegründer der Demokratischen Partei. Von Februar 1948 bis Juli 1950 war er Vorsitzender des FDP-Bezirksverbands Ostwestfalen-Lippe. In dieser Zeit war er auch Herausgeber der liberalen Publikation Der Demokrat.Leitfaden Für Presse und Werbung, 3. Jahrgang 1950, S. 144 / 4. Jahrgang 1951, S. 178. Bei der Bundestagswahl 1949 kandidierte er auf der Landesliste der FDP Nordrhein-Westfalen. Am 12. September 1949 war er Mitglied der 1. Bundesversammlung.
Buddeberg gehörte von 1946 und von 1948 an bis 1964 dem Rat der Stadt Bielefeld an. Von 1956 bis 1964 war er Bürgermeister und Stellvertreter des Oberbürgermeisters. Aus Altersgründen zog er sich 1964 aus der Kommunalpolitik zurück.
Privates Buddeberg war seit 1921 mit Frieda Emma Erna Buddeberg geb. Stern verheiratet. Sie hatten zwei Töchter und drei Söhne.
Quellen Der Städtetag, 18. Jahrgang 1965, S. #. Volksvertretung online bei der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 104,2.20 (Standesamt, Personenstandsregister); Nr. 110–1890: Geburtsregister Schildesche 1890, Nr. 287/1890 (Geburtseintrag); Nr. 200–1919,2: Heiratsregister Bielefeld 1919, Bd. 2, Nr. 423/1919 (Heiratseintrag); Nr. 300–1968,3: Sterberegister Bielefeld 1968, Bd. 3, Nr. 1629/1968 (Sterbeeintrag); Bestand 400,1 Westermann-Sammlung, Nr. 102,2, S. 269 (Nachrufe vom 31. August 1968).
Einzelnachweise
Kategorie:Bürgermeister (Bielefeld) Kategorie:Architekt (Nordrhein-Westfalen) Kategorie:DDP-Mitglied Kategorie:FDP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1890 Kategorie:Gestorben 1968 Kategorie:Mann