Der Bund der Alevitischen Studierenden (kurz: BDAS) ist die Studierendenorganisation des Bund der Alevitischen Jugendlichen e.V (BDAJ). Er ist der Dachverband von über 33 Hochschulgruppen. Seinen Sitz hat der BDAS seit 2016 in Köln.

Geschichte

Der Bund der Alevitischen Studierenden wurde im Rahmen einer Hochschulgruppeninitiative des Bundes der Alevitischen Jugendlichen im Jahre 2010 skizziert und im November 2011 realisiert, als die erste alevitische Hochschulgruppe in Trier durch Caglar Ekici gegründet wurde. Am 11. und 12. Mai 2013 trafen sich Vertreter der damals 17 Hochschulgruppen in Kassel, um einen Dachverband der alevitischen Studierendengruppen zu gründen. Am 11. Mai verfassten sie gemeinsam die Satzung und am 12. Mai wurde der erste Vorstand des BDAS gewählt, dessen Vorsitzender Caglar Ekici wurde.

Von 2009 bis 2012 organisierte die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (AEJ) in Deutschland mit dem Bund der alevitischen Jugend ein Coachingprojekt mit dem Ziel der strukturellen Weiterentwicklung der Selbstorganisation des BDAJ und später auch des BDAS. Das Projekt wurde mit Mitteln des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert und war fokussiert auf die Einführung hauptberuflicher Strukturen, die Qualifizierung von Multiplikatoren und Durchführenden von Seminaren. 2010 fand eine gemeinsame Fachveranstaltung unter dem Titel „Jugendliche auf dem ‚rechten‘ Weg? Strategien von BDAJ und AEJ gegen Rechtsextremismus“ statt.Infoportal Evangelische Jugend. Abgerufen am 19. Januar 2018

Aktivitäten Der Bund der Alevitischen Studierenden ist an über 30 deutschen Hochschulen aktiv und unterstützt die Mitglieder bei ihrem Studium, beschäftigt sich mit bildungspolitischen und gesellschaftlichen Themen und fördert die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Alevitentum.Patrick Henkelmann: Alevi an der Uni.Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung vom 19. September 2016. Abgerufen am 15. Januar 2018 Er befürwortet im aufklärerischen Sinne die hochschulpolitische Auseinandersetzung mit Themen wie Sexismus, Gender, Antifaschismus, Antisemitismus und Homophobie. Aufgrund des föderalen Konzepts des BDAS obliegen die Aktivitäten und Kompetenzen den einzelnen Hochschulgruppen und deren Vorständen.

Die einzelnen Hochschulgruppen beteiligten sich z. B. an Veranstaltungen zur Situation der Aleviten in anderen Ländern. Abgerufen am 19. Januar 2018, zur Perspektive alevitischer Lehrstühle in DeutschlandAlevitische Lehrstühle in Deutschland. Herausforderungen und Perspektiven. Universität Hamburg. Abgerufen am 19. Januar 2018 und engagieren sich für gesellschaftspolitische Themen in Deutschland. Abgerufen am 19. Januar 2018

Aufbau des BDAS Der aktuelle Bundessprecher*innenrat (seit April 2026) besteht aus acht Mitgliedern, Vorsitzende sind Akan Erol und Evîn Turan. Der Aufsichtsrat und die Schiedskommission entsprechen der des BDAJ.

Die Bundeskonferenz ist das höchste Organ des BDAS. Ihre Entscheidungen gehen allen anderen Organentscheidungen vor und setzen diese gegebenenfalls außer Kraft. Sie ist ermächtigt, die Wahl und Entlastung der Vereinsorgane vorzunehmen. Die Genehmigung der Jahresrechnung, Änderung der Satzung sowie die Entgegennahme des Arbeitsberichts der Organe, aber auch die Auflösung des BDAS selbst kann nur eine ordentliche Bundesdelegiertenkonferenz erreichen. Die ordentliche Bundeskonferenz findet jährlich statt.

Der Vorstand besteht aus sieben bis neun ordentlichen Mitgliedern. Sie werden von der Bundeskonferenz für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Das Amt der Bundesvorsitzenden wird gemäß der Satzung von mindestens einer Frau bekleidet. Der Generalsekretär sowie der Finanzvorsitzende erhalten Unterstützung durch eine Stellvertretung. Zudem können bis zu drei Beisitzer in den Vorstand gewählt werden.

Weblinks Website des BDAS

Einzelnachweise

Kategorie:Alevitische Organisation Kategorie:Verein (Köln) Kategorie:Studentenorganisation (Deutschland) Kategorie:Muslimische Organisation (Deutschland) Kategorie:Verbandsgründung 2013 Aleviten