Yamamoto Kyūjin (, eigentlicher Vorname: Masayoshi (); geb. 15. April 1900 in der Stadt Tokio (heute: Tokio); gest. 10. Februar 1986) war ein japanischer Maler der Nihonga-Richtung in der Shōwa-Zeit.
Leben und Werk Yamamoto wurde nach dem Abschluss an der Abteilung für Nihonga an der Kunstakademie Tokio () Schüler von Matsuoka Eikyū (1881–1938). Von ihm übernahm aus dessen Künstlernamen die zweite Silbe, das kyū. 1929 schloss er sich der Shinkō Yamato-e Kai () an, in der sich Eikyūs Schüler zusammen gefunden hatten, um die traditionelle Kunst des Yamato-e weiterzuentwickeln. So begann auch er, Landschaften in diesem Stil zu malen. Mit weiteren Schülern von Matsuoka Eikyū, Sugiyama Yasushi, Kamada Masao, Okada Noboru, Matsuoka Sadao und anderen gründete er 1934 die Rusō Gasha () genannte Vereinigung mit dem Ziel, neue Formen zu entwickeln. Er reichte auf der TeitenTeiten () ist die Abkürzung für die jährliche staatliche Kunstausstellung () zwischen 1919 und 1935. Die Vorgängerin von 1907 bis 1918 hieß Bunten () für Mombushō bijutsu tenrankai (), die Nachfolgerin von 1936 bis 1944 wurde ein Shin () für „Neu“ vorgesetzt. und der Shin-Bunten Bilder ein und gewann 1936 eine Auszeichnung, die seine Anerkennung steigerte. 1943 organisierte er mit Freunden die Kokudo-kai () und wurde 1944 auch Assistenzprofessor an seiner Hochschule, zusammen mit Okumura Togyū.
1948 gründete Yamamoto, zusammen mit Uemura Shōkō, Yoshioka Kenji und anderen, die „Kreative Kunst“ (), die sich später in der „Neuen kreativen Vereinigung“ () aufging. Kyūjin verließ die Vereinigung 1974 und gründete eine neue Gesellschaft, die Sōga-kai ().
Kyūjins Landschaften, die dynamisch die wechselnden Jahreszeiten zeigen, reflektieren eine tiefe Lyrik und eine sehr persönliche Sicht auf die Welt. Er gewann 1950 den Förderpreis des Kultusministers (), 1964 den Preis der Japanischen Akademie der Künste, wurde 1977 zur Person mit besonderen kulturellen Verdiensten erhoben und erhielt gleichzeitig auch den Kulturorden. im selben Jahr gründete er zusammen mit Sugiyama, Takayama Tatsuo und Higashiyama Kaii die „Gesellschaft des weißen Regenbogens“ (, Hakkō-kai).
Repräsentative Werke sind „Landschaft im Sonnenuntergang“ (; 1961) im Riccar-Kunstmuseum (Tōkyō) und „Felder im Nebel“ (; 1970) im Nationalmuseum für Moderne Kunst in Tōkyō. – 1988 wurde in Oyama in der Präfektur Shizuoka das „Yamamoto-Kyūjin-Gedächtnismuseum“ () eröffnet.
Anmerkungen
Literatur S. Noma (Hrsg.): Yamamoto Kyūjin. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1730. Tazawa, Yutaka: Yamamoto Kyūjin. In: Biographical Dictionary of Japanese Art. Kodansha International, 1981. ISBN 0-87011-488-3.
Weblinks Yamamoto Kyūjin Gedächtnismuseum (japanisch) Yamamoto-Museum: Bildauswahl
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