Heinrich Stille (* 17. Mai 1879 in Hannover; † 31. Mai 1957 ebenda) war ein deutscher Architekt.o.V.: Stille, Heinrich, in: Datenbank Niedersächsische Personen, Stand 05.10.2005, (aufgerufen am 5. August 2026).
Leben
mini|Die – heutige – Dieterichsstraße 17 in Hannover, 1915 als Gemeindehaus für die Gartenkirchengemeinde durch die Brüder Stille errichtet
mini|Ursprünglich von Karl Börgemann errichtetes Gemeindehaus der Christuskirchengemeinde in Hannover; 1946–1948 von Heinrich Stille stilgerecht wiederaufgebaut
Heinrich Stille war ein Sohn des Maurermeisters und Architekten Friedrich Stille und der Bruder des Architekten Ernst Stille.Reinhard Glaß: Stille, Heinrich in der Datenbank Architekten und Künstler mit direktem Bezug zu Conrad Wilhelm Hase (1818–1902) [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 10. Januar 2018
Nach seinem Studium an der Baugewerkschule in Höxter studierte Ernst Stille von 1901 bis 1903 an der Technischen Hochschule in Hannover.
Heinrich Stille arbeitete als selbständiger Architekt in Hannover und war zeitweilig mit seinem Bruder Ernst assoziiert, zeitweilig auch mit Josef Herlitzius.
1902 trat Stille der Bauhütte zum weißen Blatt bei.
Werke (sofern bekannt) In Zusammenarbeit mit Ernst Stille (soweit bekannt) um 1905: Hannover, Walderseestraße 2, Landhaus J. Stille 1908 Hesel: Evangelisch-lutherische Kirche St. Liudgeri; Wettbewerbsentwurf für den Kirchturmbau (3 Alternativentwürfe), nicht ausgeführt Ausführung 1909 nach Entwurf des Architekten Walter Saran, Hannover um 1914: Hannover, Richard-Wagner-Straße Ecke Lortzingstraße: Wohngebäude 1915: Hannover, Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Gartenkirche Wettbewerbsentwurf „Backstein“ für den Neubau (2. Preis) Ausführung: Heinrich und Ernst Stille
In Zusammenarbeit mit Josef Herlitzius (sofern bekannt) um 1927–1930: Hannover-Südstadt: Wohnungsbau in Backstein
Eigene Bauten 1946–1948: Hannover, An der Christuskirche 15 Ecke Am Judenfriedhof 14: Evangelisch-lutherisches Pfarr- und Gemeindehaus der Christuskirche; erhalten stilgerechter Wiederaufbau des ursprünglich 1905–1906 nach Entwürfen von Karl Börgemann erbauten Gemeindehauses
Literatur Wiener Bauindustrie-Zeitung. 25. Jahrgang. 1907/1908, Nr. 35, S. 341–345 (Landhaus J. Stille in Hannover) Deutsche Konkurrenzen, Bd. 31. 1915, S. 4–5, 24–25 (Gemeindehaus der Gartenkirche in Hannover) Herbert Mundhenke: Die Matrikel der Höheren Gewerbeschule, der Polytechnischen Schule und der Technischen Hochschule zu Hannover. Hildesheim 1988–1992 (3 Bände), Matrikel 14089 Max Küster: Schaffen und Wirken in 40 Jahren. 1888–1928. Hannover 1928, S. 42 Hans-Herbert Möller (Hrsg.): Siedlungen der zwanziger Jahre in Niedersachsen. Hannover 1985 Günther Kokkelink, Monika Lemke-Kokkelink: Baukunst in Norddeutschland. Architektur und Kunsthandwerk der Hannoverschen Schule 1850–1900, Schlüter, Hannover 1998, S. 568
Archivalien Archivalien von und über Ernst Stille finden sich beispielsweise im Archiv der Bauhütte Hannover, das teilweise im Stadtarchiv Hannover und teilweise im Vereinshaus Hannover in der Braunstraße 28 untergebracht ist.
Weblinks
Einzelnachweise
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