Walter Georg Hermann Würzbach (* 25. August 1887 in Berlin;Geburtsregister Standesamt Berlin 3, Nr. 1597/1887 † 3. Mai 1971 in Berlin-SchmargendorfSterberegister Standesamt Wilmersdorf von Berlin, Nr. 1147/1971) war ein deutscher Architekt.
Würzbach erregte Anfang der 1920er Jahre Aufsehen durch einige exemplarische Innenräume des Expressionismus in Berlin. Diese Werke sind ausnahmslos zerstört, jedoch teilweise durch Fotoplatten überliefert, die 2016 im Bildarchiv Foto Marburg wiederentdeckt wurden.
Leben mini|Tanzkasino und Weinrestaurant im Scala-Palast, 1921 1917/1918 wurde Würzbach von Wolfgang Gurlitt zusammen mit den Künstlern Max Pechstein, César Klein und Rudolf Belling eingeladen, zunächst einige Räume der Hofkunsthandlung Fritz Gurlitt in der Potsdamer Straße neu zu gestalten, ab 1919 auch einige Räume der angrenzenden Privatwohnung. Hierbei entstanden exzentrische Ausstattungen und Dekorationen von hohem kunsthandwerklichem Niveau.Sonja Feßel: Fotografie zwischen Kunstmarkt und Wissenschaft. In: Rundbrief Fotografie, Heft 23/2016.
Walter Würzbach war zeitweise Mitarbeiter von Bruno Paul, Walter Gropius und Peter Behrens. Von 1947 bis 1950 unterrichtete er an der Kunsthochschule Weißensee Architektur, wurde dann aber von Selman Selmanagic abgelöst.Kunsthochschule Weißensee (PDF; 0,7 MB) 1951 schlug er dem Direktor der Hochschule der Künste Berlin, Karl Hofer vor, ein Forschungs- und Entwicklungsinstitut für industrielle Erzeugnisse und deren Gestaltungsfragen einzurichten.
Würzbach war Mitglied im Bund Deutscher Architekten.
Bauten mini|Bundeshaus des ADGB, Erweiterungsbau am Märkischen Ufer 1918: Innenausstattung des Hauses Wolfgang Gurlitt in Berlin-Schöneberg, Potsdamer Straße 113 1920: Tanzkasino und Weinrestaurant Scala in Berlin-Schöneberg, Martin-Luther-Straße 14–18 (mit dem Bildhauer Rudolf Belling und dem Maler Hans Brass) 1920: Buchladen des Malik-Verlages 1921: Ausstattung des Ateliers der Fotografin Frieda Riess am Kurfürstendamm 1928: Haus Dr. Ascher in Lankwitz, Corneliusstraße 3Abb. in: Elisabeth M. Hajos, Leopold Zahn: Berliner Architektur der Nachkriegszeit. Albertus, Berlin 1928, S. 43, S. 128. 1927: Haus Dr. Valentiner in LankwitzAbb. in: Elisabeth M. Hajos, Leopold Zahn: Berliner Architektur der Nachkriegszeit. Albertus, Berlin 1928, S. 44, S. 128. 1929: Haus Gottfried Heinersdorff in Lichterfelde 1930–1932: Erweiterungsbau für das Gewerkschaftshaus in Berlin-Mitte, Wallstraße 61–63 / Märkisches Ufer 31 (Quelle:E.M. Hajos, Leopold Zahn: Berliner Architektur der Nachkriegszeit. Albertus, Berlin 1928)
Einzelnachweise
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