Die Liste der Kulturdenkmale in Seiffen ist eine tabellarische Übersicht der von der Gemeinde und dem Freistaat Sachsen festgelegten Bau- und Gartendenkmale der Gemeinde und des Kurorts Seiffen. Die Zusammenstellung basiert auf der Liste des Sächsischen Denkmalamts mit dem Stand vom Dezember 2015. __TOC__ Übersicht – alphabetisch vorgeordnet nach dem Ortsteil – Aktuelle Denkmale Neben den Klartextangaben in der Liste wurden folgende Abkürzungen verwendet: für die amtliche Begründung der Aufnahme in die Denkmalliste:ag=architekturgeschichtlich bedeutsam; bb=bergbautechnisch wichtig; bg=baugeschichtlich bedeutsam; bk= baukünstlerisch wertvoll; eg=stadt- oder ortsentwicklungsgeschichtlich wertvoll; lp=landschäftsprägend; og=ortsgeschichtlich bedeutsam, op=ortsbildprägend;rg=regionalgeschichtlich bedeutend; sg=sozialgeschichtlich wertvoll; stg=stadtgeschichtlich bedeutsam; Sw=Seltenheitswert; tg=technikgeschichtlich bedeutend; wg=wirtschaftsgeschichtlich bedeutend; wV=wertvoll für die Volksbildung; wW=wissenschaftlicher Wert
Objekt-Nr.Ortsteil Adresse /Lage Bezeichnungamtl. Begründung Bild und Beschreibung 09300261 Seiffen Seiffen Bergbaumonumente Seiffen (Sachgesamtheit) og, bb 140px|rechts Sachgesamtheit Bergbaumonumente Seiffen, mit folgenden Einzeldenkmalen: Hut- und Bethaus der Grube »Zur Reichen Hoffnung« (siehe Einzeldenkmalliste – Obj. 09236552, Bergmannsweg 5), Alte Bergschmiede, gleichzeitig Huthaus der Grube »Vogelsang« (siehe Einzeldenkmalliste – Obj. 09236477, Bergmannsweg 7), ehemaliges Hochfürstliches Schönburgisches Bergamt (siehe Einzeldenkmalliste – Obj. 09236486, Hauptstraße 108) und das Huthaus der Grube »Edler zu Schönberg« (siehe Einzeldenkmalliste – Obj. 09236554, Waldweg 6), dazu als Sachgesamtheitsteile: Halden, Stolln, Schächte, Mundlöcher und Bingen; Gesamtheit aller Reste des Altbergbaus sowie des Wismut-Bergbaus im Gemeindegebiet von Seiffen, gut erhaltene Bergbauanlage 09236511 Bad Einsiedel Badstraße 1 drei Gebäude einer ehemaligen Kuranlage bg; op Das älteste Mineralbad Sachsens wurde um 1550 durch Thurneysser erstmals erwähnt. Erst 1732 wurden die (Bad) Einsiedler Heilquellen wiedergefunden. Die Kurhäuser bildeten eine dreiflüglige Anlage im ländlichen Stil und besaßen verbretterte Fachwerk-Obergeschosse.
In der DDR-Zeit dienten die Gebäude als Ferienheim. 09236476 Heidelberg Alte Dorfstraße 14 Verlegerwohnhaus (ehem.) mit Seitengebäude und Tonnengewölbe in der Scheune des ehemaligen Spielwarenverlages, sowie Einfriedungsmauer zwischen Scheune und Wohnhaus rg; bg Das Fachwerkhaus-Ensemble entstand im 17. Jahrhundert als Teile eines landwirtschaftlichen Bauernguts. Die (Wirtschafts-)Besitzer wechselten in den ersten einhundert Jahren ständig; Mitte des 19. Jhd. wurde erstmals die Familie Hiemann als Besitzer erwähnt. Diese vertrieb (verlegte) im Auftrag der Spielzeugmacher des Ortes die Produkte in andere deutsche Landesteile und auch in andere Länder. Neben dem Wohn-Stall-Haus gehörten zu dem Anwesen unter anderem eine Waschküche, eine Scheune, ein Lagerschuppen und eine Wagenremise. Um 1880 wurde die Kaufmannsfamilie Wagner/Matthes neuer Besitzer des Hauses und eröffnete einen Kolonialwarenladen, der bis 1934 im Haus an der Straße betrieben wurde. Die restlichen Gebäude gingen im Dezember 1912 in das Eigentum des Drechslermeisters(Holzwarenfabrikant) und Landwirts Ernst-Heinrich Reuther über.
Ab ca. 1992 ging der Besitz des Verlegerhauses an die Familie Einbock – mit Unterbrechung zwischen 1972 und 1990, als die Einrichtung verstaatlicht worden war. Nach der Reprivatisierung, zwischen 1997 und 2002 ließen die Nachkommen die teilweise leerstehenden Gebäudeteile schrittweise sanieren und zu Ferienwohnungen umbauen. Die früheren Bezeichnungen wie Laden, Niederlage, Schneidsaal, Bauernküche, Arbeitsstube, Wasserhaus, Hauskeller und Ruß- oder Schwarzküche sind noch immer Gebrauch und erinnern damit an die Geschichte des Verlegerhauses.Website: Geschichte des Seiffener Verlegerhauses, abgerufen am 22. Dezember 2017.Sagenhafte Weihnachtszeit – Weihnachten in Seiffen, Sendung des MDR vom Dezember 2017. Abgerufen am 22. Dezember 2017. 09236525 Heidelberg Alte Dorfstraße 16 Wohn-Stall-Haus eines Bauernhofes bg; rg Das Kombinationsgebäude aus Wohnhaus und Stall wurde Ende des 17. Jhd. errichtet. Es ist ein landschaftstypisches Bauernhaus mit einem Fachwerk-verkleideten Obergeschoss. 09236522 Heidelberg Anton-Günther-Straße 9 Wohnhaus sg Das Wohnhaus wurde zum Ende des 17. Jhd. errichtet – allerdings ohne den späteren Anbau – unter Denkmalschutz. Der eingeschossige verputzte Bau besitzt ein steiles Satteldach mit Dachhecht und ist ein landschaftstypisches Spielzeugmacherhaus in gutem Originalzustand. 09236526 Heidelberg Brüderweg 5 Wohn-Stall-Haus bg Wohnstallhaus eines Bauernhofes, um 1800 errichtet; ortsbildprägend und in mäßigem Originalzustand 09236540 Heidelberg Deutschneudorfer Straße 31 Wohnhaus, mit Schuppenanbau bg Das eingeschossige und verputzte Wohnhaus entstand vor 1800, es weist einen verbretterten Drempel auf. Das gut erhaltene Gebäude ist in traditioneller Bauweise gehalten. 09236524 Heidelberg Hauptstraße 149 Verkaufsstätte, Lager- und Wohnhaus wW, Architekturbeispiel der 1950er Jahre Das nach 1950 in Betrieb genommene Lagerhaus wurde als Wirtschaftsgebäude der BHG errichtet. Es ist ein „landschaftstypischer Zweckbau“. 09236521 Heidelberg Hauptstraße 173 Wohnhaus bg Das landschaftstypische Wohnhaus mit einem aufgesetzten Fachwerkgeschoss, das Schiefer-verkleidet ist, wurde um 1800 errichtet und befindet sich in einem sehr guten Originalzustand. 09236523 Heidelberg Hauptstraße 203nahe der Seiffenbach-Quelle Freilichtmuseum mit Bergmannswohnhaus (unteres Bild), Flößerhaus, historisches Trafohäuschen, Sägewerk, Spankorbmacherhaus, Waldarbeiterhaus, Wasserkraftdrehwerk m. Scheune u. Wasserhaus, Wohnstallhaus m. Scheune, Stellmacherhaus, Haus des Archenmachers, Doppelwohnhaus u. Feuerwehrhäuschen wW sowie Erlebnis- und Erinnerungswert; wV 200px| rechts |Von Wasserkraft angetriebenes Reifen-Drehwerk 1758–1760 erbaut; Historiker vermuten, dass hier ein erstes Pochwerk für die Erzgruben am Nordosthang des Ahornberges stand. – Die Museumsexponate wurden seit 1970 hier zusammengetragen und sind seit den 1990er Jahren Teil des Seiffener Museums.Das Preißlerische Wasserkraftdrehwerk, mit Wasserhaus, einem Kunstteich und einer Scheune wurde 1758–1760 errichtet und für die Holzspielzeugproduktion genutzt. Es steht bereits seit 1951 unter Denkmalschutz.Geschichte des Ortes Seiffen auf www.urlaub-seiffen.de; abgerufen am 22. Dezember 2017.Naturführer Ost-Erzgebirge – Naturkundliche Wanderziele mit 26 Gebietsbeschreibungen. Abgerufen am 22. Dezember 2017. 140px|rechts 09236529 Heidelberg Katharinaberger Weg 11, 12 Wohnstallhaus (Nr. 11) mit Torbogen, Seitengebäude (Nr. 12) und daran angebaute Scheune bg Der große Dreiseithof ist landschaftsgestaltend. Das Wohnstallhaus, um 1800 fertiggestellt, besitzt ein verbrettertes Fachwerk-Obergeschoss. Die Teilung des Gehöftes erfolgte erst im 20. Jahrhundert. 09301159 Heidelberg Schwarzer Teich in Neuwernsdorf bis Wasserkraftdrehwerk/Freilichtmuseum bzw. bis Seiffener Bach Heidengraben bb; tg; og; sg Ersterwähnung 1669; (Teile des Grabens gehören zur Gemeinde Neuhausen/Erzgeb., dortige Objekt-Nr. 09305908); Der künstlich angelegte Graben diente der Zuführung von Aufschlagwasser für die Aufbereitungsanlagen des lokalen Zinnbergbaus sowie in späterer Zeit als Antrieb für mehrere Wasserkraftdrehwerke. 09236554 Heidelberg Ahornberweg 1 Huthaus rg Das Huthaus der Grube Edler zu Schönberg ist ein Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Bergbaumonumente Seiffen und wird auf Ende des 18. Jahrhunderts datiert. 09236506 Niederseiffenbach Wettinhöheam Abzweig von Seiffen Richtung Niederseiffenbach Friedhof Niederseiffenbach mit Friedhofsmauer und Grabstein für August Herrmann Stephani og Das Grabmal wurde im 19. Jhd. errichtet und ist in Form eines Baumes gestaltet. Die Friedhofsmauer besteht aus Bruchstein. 09236528 Oberseiffenbach Katharinaberger Weg 4 Friedhof Oberseiffenbach: Friedhofskapelle bg; wW Das Gebäude der jetzigen Friedhofskapelle war ein Musterbau auf der 1936 veranstalteten Reichsgartenschau in Dresden im damals zeittypischen Heimatstil ausgeführt. Nach Schließung der Schau wurde es auf den Friedhof des Seiffener Ortsteils Oberseiffenbach umgesetzt. 09236530 Oberseiffenbach Mühlbergweg 7 Oberseiffenbacher Schule bg; og 140px|rechts Das Schulgebäude ist ein zeittypischer Putzbau und wurde 1878 vollendet. Es ist mit einem Mittelrisaliten und einem Dachreiter geschmückt und weitestgehend im Original erhalten. 09236531 Oberseiffenbach Mühlbergweg 7<br/ >vor der Schule Kriegerdenkmal og Das Denkmal für die im Deutsch-Französischen Krieg und im Ersten Weltkrieg Verstorbenen des Ortes wurde nach 1871 eingeweiht und nach 1918 inhaltlich ergänzt. 09236532 Oberseiffenbach Mühlbergweg 8 Wohn-Stall-Haus mit Scheune op; bg Der weitestgehend original erhaltene Gebäudekomplex wurde 1676 als Zweiseithof erbaut. Das Obergeschoss des Wohnhauses besteht aus Fachwerk, die Scheune ist mit Brettern verkleidet. 09236537 Oberseiffenbach Mühlbergweg 13 Wohn-Stall-Haus mit Scheune bg Gegen Ende des 17. Jahrhunderts entstandener Zweiseithof bestehend aus einem Wohn-Stall-Haus, dessen aus Fachwerk bestehendes Obergeschoss verbrettert wurde, ebenso die Scheune. 09236533 Oberseiffenbach Mühlbergweg 21 Spiel- und Holzwarenfabrik S. F. Fischer: zwei Produktionsgebäude, Packhaus, Heizhaus, Schornstein u. Trockenschuppen tg; og Die mittlerweile zerfallene und teilweise abgetragene Fabrikanlage wurde ab 1850 schrittweise errichtet.Zuerst produzierte hier Samuel Friedrich Fischer Holzbaukästen und Legespiele mit den von Friedrich Fröbel favorisierten Bausteinformen Kugel, Zylinder und Würfel. 09236534 Oberseiffenbach Mühlbergweg 22 Wohnhaus bg; og Das 1861 eingeweihte Wohnhaus gehörte ursprünglich zur Fischerschen Spielzeugfabrik. Das weitestgehend original erhaltene verputzte Gebäude wird mit einem Krüppelwalmdach abgeschlossen und verfügt über zwei Dachgauben. 09236536 Oberseiffenbach Mühlbergweg 24 Wohnhaus bg Das im Jahr 1903 errichtete aufwändig mit gelben und roten Klinkern verkleidete Gebäude prägt das Straßenbild und hebt sich von den sonstigen Wohnhäusern ab. 09236535 Oberseiffenbach Mühlbergweg 28 Wildsbacher Hof bestehend aus Wohnhaus, Scheune, Seitengebäude und Torbogen bg seltene Hofanlage in Fachwerk-Bauweise aus der Zeit um 1900 in gutem Originalzustand 09236538 Oberseiffenbach Oberseiffenbacher Straße 33 Wohnhaus bg Die um die Mitte des 19. Jahrhunderts errichtete Mahlmühle (mittlerweile Wohnhaus) ist weitestgehend im Original erhalten, besitzt ein mit Brettern verkleidetes Obergeschoss in Fachwerkbauweise. Es repräsentiert den landschaftstypischen Stil. 09236546 Seiffen Am Rathaus 2 Seiffener Pyramidenhaus bg; ag 140x140px|rechts Vor 1545 erstmals als Hufenhaus erwähnt.