mini|Médaille d’Or Paul Chibret Die Médaille d’Or Paul Chibret ist eine Auszeichnung für Persönlichkeiten, die sich auf dem Gebiet der internationalen Augenheilkunde verdient gemacht haben. Speziell die Zusammenarbeit französischer und deutscher Wissenschaftler wird gewürdigt. Die Auszeichnung ist nicht zu verwechseln mit dem Chibret Award.
Die Verleihung der Medaille ist verbunden mit einem Gaststipendiums einer/s wissenschaftlichen Assistentin/en im Partnerland.
Historischer Hintergrund Die Medaille gedenkt Paul Chibret (1844–1911), Mitbegründer und ersten Präsidenten der französischen Ophthalmologischen Gesellschaft (Société Française d’Ophtalmologie, SFO). Dieser wirkte in den Statuten auf eine versöhnliche Atmosphäre zwischen Deutschen und Franzosen, ermöglichte den Auftritt von Theodor Axenfeld auf der wichtigsten Veranstaltung der SFO als Rapporteur 1906 und die Teilnahme von Augenärzten aus Lothringen und dem Elsass an den Jahrestagungen in Paris. Zur Vermeidung von Terminkonflikten mit den Deutschen Gesellschaften wird die Tagung der SFO stets im Mai abgehalten.
Sponsoring
1974–2010: Chibret Pharma Paul Chibret ermunterte seinen Neffen Henry Chribret (Apotheker) zur Herstellung und Neuentwicklung von Ophthalmika (Augentropfen). Hieraus entstand das große Familienunternehmen Chibret, welches 1969 in den multinationalen Konzern MSD fusionierte, aber weiterhin für sehr wertvolle Markteinführungen insbesondere in der Glaukomtherapie verantwortlich war. Chibret Deutschland mit Sitz in Haar bei München ist Stifterin der Medaille.
Seit 2008 zieht sich der Gesamtkonzern MSD aus der Augenheilkunde zurück.
Seit 2013: Théa Pharma Henry Chibrets Enkel Henri gründete 1994 die Firma Théa, die sich wieder auf Ophthalmika spezialisierte. Die Firma übernimmt nach dem Rückzug von MSD aus dem Augenbereich das Sponsoring.
Träger der Medaille Quelle:
1974 – Fritz Hollwich, Münster 1976 – Hans Remky, München 1978 – Albert Bronner, Strasbourg 1979 – Wolfgang Straub, Marburg 1980 – Henri Saraux, Paris 1981 – Pierre Amalric, Albi 1983 – Rudolf Klöti, Zürich (CH) 1984 – Frederic.C. Blodi, Iowa (USA) 1985 – Jean Royer, Geneuille 1986 – Jean Michiels, Louvain (B) 1989 – Josef Wollensak, Berlin 1990 – Mireille Bonnet, Lyon 1991 – Herbert Baurmann, Königswinter 1992 – Jean Luc Seegmuller, Strasbourg 1993 – Rolf Grewe, Münster 1994 – Henri Hamard, Paris 1995 – Christian Hartmann, Berlin 1996 – Hubert Bourgeois, Paris 1997 – Hellmut Neubauer, Köln 1998 – Gisèle Soubrane, Créteil 1999 – Klaus Dilger, Ingolstadt 2000 – Jean Flament, Strasbourg 2001 – Holger Busse, Münster 2002 – Jean Paul Adenis, Limoges 2003 – Anselm Kampik, München 2004 – Jean Dufier, Paris 2005 – Peter Rieck, Berlin 2006 – Jean Louis Arne, Toulouse 2007 – Gabriele Lang, Ulm 2008 – Serge Morax, Neuilly 2009 – Franz Grehn, Würzburg 2010 – Jean-Antoine Bernard, Paris 2011 – Günter K. Krieglstein 2012 – Pierre-Yves Robert, Limoges 2013 – Thomas Reinhard, Freiburg 2014 – Carl Arndt, Reims 2015 – Berthold Seitz, Homburg/Saar 2017 – Frank Holz, Bonn 2018 – Jean-Marc Pérone, Metz-Thionville 2019 – Claus Cursiefen, Köln 2021 – Gerd Geerling, Düsseldorf 2023 – Nikolaos Bechrakis, Essen 2025 – Elisabeth M. Messmer, München
Einzelnachweise
Kategorie:Medizinpreis Kategorie:Wissenschaftspreis (Deutschland) Kategorie:Augenheilkunde Kategorie:Erstverleihung 1974 Kategorie:Medaille