Charles „Buddy“ Gilmore (* 1880 in Raleigh (North Carolina); † nach 1922) war ein US-amerikanischer Ragtime- und Jazzmusiker (Schlagzeug), der mit seiner „physischen Geschicklichkeit, hochgradig synkopierter Zeitkontrolle und Vaudeville-orientierter Comedy“ zu den Innovatoren des modernen Schlagzeugspiels gehörte.David Gilbert: The Product of Our Souls: Ragtime, Race, and the Birth of the Manhattan Musical Marketplace. University of North Carolina Press, 2015.
Leben und Wirken Gilmore war in den 1910er-Jahren Mitglied in James Reese Europes Society Orchestra,Society Orchestra bei Red Hot Jazz, The Syncopated Times mit dem 1913/14 Aufnahmen entstanden („Too Much Mustard“, „Down Home Rag“, „You're Here and I'm Here“).Tom Lord The Jazz Discography (online, abgerufen am 20. Januar 2018) In dieser Zeit war Gilmore erfolgreich mit exzentrischen Novelty-Einlagen.Reid Badger: A Life in Ragtime: A Biography of James Reese Europe. New York City: Oxford University Press 1995. Buddy Gilmore arbeitete auch mit Vernon Castle; zusammen traten sie auf Tourneen 1914 mit „akrobatischen Schlagzeugsolos“ auf, anschließend 1915 im New Yorker Tempo Club.Todd Decker: Music Makes me: Fred Astaire and Jazz. Berkeley: UCLA Press, 2011. 1920 trat Gilmore mit Southern Syncopated Orchestra in Londoner Clubs auf; seine Darbietungen fanden auch Anklang beim Prince of Wales.Catherine Tackley: "The Evolution of Jazz in Britain, 1880–1935 ". 2017. Mitte der 1920er-Jahre hatte er mit eigener Band ein Engagement im Pariser Ritz Hotel.Rainer E. Lotz: Black People: Entertainers of African Descent in Europe and Germany. 1997. Außerdem begleitete er in dieser Zeit den Ragtime-Pianisten Les Copeland.Les Copeland bei jazz Age Club
Diskographische Hinweise From Cake-Walk to Ragtime 1898–1916 Anthology of Jazz Drumming, Vol. 1: 1904–1928
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Einzelnachweise
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