rechts|rahmenlos|class=notpageimage skin-invert-image|hochkant=1.0| Unterschrift Ellen Kürti Ellen Kürti bzw. Kürty (, auch Erzsi Kürthy und Alice Pickford; * 23. Juli 1902 als Erzsébet Klein in Heves, Österreich-Ungarn; † 4. April 1966 in Genua, Italien) war eine ungarische Schauspielerin beim heimischen und deutschen Stummfilm.
Leben und Wirken Die Tochter des Malermeisters Armin Klein und seiner Frau Rosa, geb. Adler,Geburtsregister Standesamt Heves, Nr. 211/1902 (online bei FamilySearch, anmeldepflichtig). kam in einer kinderreichen Familie zur Welt. Nach ihrer schulischen Ausbildung nahm sie Tanz- und Bühnenunterricht bei Emília NirschyPesti Napló, 27. April 1927, S. 23 (online bei Arcanum, anmeldepflichtig). und debütierte 1920 unter dem Pseudonym Alice Pickford im ungarischen Film A levágott kéz. 1922 zog sie von Budapest nach München und setzte ihre Filmlaufbahn – nunmehr als Ellen Kürti – in der Weimarer Republik fort. In den folgenden vier Jahren spielte sie eine Reihe von tragenden Nebenrollen und Hauptrollen in bayerischen Produktionen, unter anderem an der Seite des Filmdebütanten Heinz Rühmann (in dem Melodram Das deutsche Mutterherz). 1927 ging Ellen Kürti nach Berlin, wo sie bis zum Ende der Stummfilmära Hauptrollen in überwiegend minder bedeutenden Produktionen – Ausnahme: Richard Oswalds ambitionierte Polit-Inszenierung Feme – erhielt. Bereits 1928, nach einer winzigen Rolle in einem Henny-Porten-Film, beendete sie ihre Karriere und verschwand aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit.
1929 heiratete sie den norwegisch-italienischen Großindustriellen und Kunstsammler Willy Mowinckel und zog in die ligurische Hauptstadt Genua. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie mit ihrem Mann und den beiden gemeinsamen Kindern nach San Carlo di Cese im Genoveser Stadtteil Pegli evakuiert. Obwohl Ellen Kürti gemäß nationalsozialistischer Definition als Jüdin galt, konnte sie nach der deutschen Besetzung Italiens 1943 aufgrund ihrer Ehe mit Mowinckel der ansonsten drohenden Verhaftung und Deportation entgehen. Nach Kriegsende kehrte sie mit ihrer Familie nach Genua zurück und lebte zeitweise im Palazzo Interiano Pallavicino. In ihrer Freizeit widmete sie sich Musik, Tanz und Reisen und spielte u. a. Akkordeon. Seit 1957 verwitwet, starb Ellen Kürti 1966 in ihrer italienischen Wahlheimat.Stato Civile di Genova, Atti di morte, Nr. 665/1966.
Filmografie 1920: A levágott kéz 1921: Veszélyben a pokol 1921: Galathea 1922: Zwischen Liebe und Macht 1922: Um Liebe und Thron 1923: Pique Ass 1923: Das Wirtshaus im Spessart 1923: Zwischen Flammen und Bestien 1923: Mädchen, die man nicht heiratet 1923: Das rollende Schicksal 1924: Sklaven der Liebe 1925: Hochstapler wider Willen 1925: Frauen, die nicht lieben dürfen 1926: Die Fürstin der Riviera 1926: Das deutsche Mutterherz 1926: Die Liebe der Bajadere 1926: Der fesche Erzherzog 1927: Erinnerungen einer Nonne 1927: Hotelratten 1927: Die Königin des Varietés 1927: Das Spielzeug schöner Frauen 1927: Ein Tag der Rosen im August … da hat die Garde fortgemußt 1927: Feme 1927: Die Ehe einer Nacht. Die Laune einer mondänen Frau 1928: Tragödie im Zirkus Royal 1928: Liebe und Diebe
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