Wilhelm Zeno Diemer (* 16. Dezember 1902 in München; † 7. Juni 1978 in Stuttgart) war ein deutscher Schauspieler und Theaterregisseur.

Leben und Wirken Diemer machte 1923 Abitur am Wilhelmsgymnasium MünchenJahresbericht über das Wilhelms-Gymnasium zu München 1922/23. und erhielt bereits zu Beginn der 1920er Jahre Schauspielunterricht bei Hofschauspieler Richard Stury. Anschließend gab der gebürtige Münchner seinen schauspielerischen Einstand an einer Wanderbühne. Es folgten ab 1923 Engagements an Theater in Regensburg (Einstand mit dem Hortensio in Shakespeares Der Widerspenstigen Zähmung), Stralsund, München (wo er an der Bayerischen Landesbühne, der er von 1925 bis 1935 angehörte, auch Regie geführt hatte), Coburg, Olmütz, Straubing, Passau, Wuppertal, Münster und ab 1954 Tübingen (Landestheater). Danach war Diemer freischaffend tätig.

Seine bekanntesten Theaterhauptrollen waren der Hamlet, der Faust, der Romeo (aus Romeo und Julia), der Othello und der Fuhrmann Henschel im gleichnamigen Hauptmann-Stück, sowie der Doolittle in George Bernard Shaws Pygmalion. Erst sehr spät, mit 60 Jahren, trat Wilhelm Zeno Diemer vor die Kamera und erhielt vor allem Episodenrollen in Serien, darunter zahlreiche Krimis. Zuletzt (1976) sah man ihn in zwei Tatort-Folgen.

Diemer war ein Sohn des deutschen Malers Michael Zeno Diemer (1867–1939) und von Hermine Diemer (geb. von Hillern), einer seiner Brüder war der Pilot Franz Zeno Diemer (1889–1954).

Filmografie 1958: Ich war ihm hörig 1963: Antonius und Cleopatra 1963–1967: Die fünfte Kolonne (TV-Serie, drei Folgen) 1966: Zehn Prozent 1967: Das Kriminalmuseum: Die Telefonnummer (TV-Serie) 1968: Der Staudamm 1968: Bel Ami 1968: Der deutsche Meister 1968: Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger (TV-Serie, eine Folge) 1969: Alte Kameraden 1969: Rebellion der Verlorenen 1969–1971: Königlich Bayerisches Amtsgericht (TV-Serie, zwei Folgen) 1970: Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger (TV-Serie, eine Folge) 1971: Das provisorische Leben 1971: Die Abenteuer des Monsieur Vidocq (Les Nouvelles Aventures de Vidocq, Fernsehserie, eine Folge) 1972: Der Kommissar (TV-Serie, eine Folge) 1973: Tatort: Tote brauchen keine Wohnung 1975: Tatort: Augenzeuge 1976: Inspektion Lauenstadt: Erben 1976: Tatort: Abendstern

Literatur Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, , S. 120. Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 1: A–Heck. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1960, , S. 289.

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