Max Weydner, gebürtig Max Weichselbaum (* 3. Oktober 1882Akte der Reichskulturkammer im Bundesarchiv in Berlin-Lichterfelde, Nr. R 9361-V/72923; † im Februarlaut Honig/Rodek: „100.001“ oder Septemberlaut filmportal.de 1937, vermutlich in Bayern), war ein deutscher Theaterschauspieler und Filmschauspieler.
Leben und Wirken Weydner kam kurz nach der Jahrhundertwende zum Theater und spielte gegen Ende der Kaiserzeit an Bühnen in der deutschsprachigen Provinz (wie zum Beispiel Meran), ehe er sich in München einfand und Ensemblemitglied des dortigen Schauspielhauses wurde. Gegen Ende seiner Karriere (1933) erhielt Weydner von den Münchner Kammerspielen im Schauspielhaus auch sein letztes Festengagement. In der Zwischenzeit wirkte er auch erneut an der einen oder anderen (bayerischen) Provinzbühne wie etwa in Landshut (Spielzeit 1930/31).
Weydner schuf sich zu Beginn der Nachkriegszeit mit dem Film ein zweites wichtiges Standbein. In der Weimarer Republik wirkte er mit mehr oder weniger großen Nebenrollen in einer Fülle von zumeist in München hergestellten Unterhaltungsproduktionen mit. Er spielte Priester und Exoten, Väter und Kellner, Polizisten und einen Wucherer. Infolge der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in Deutschland diente sich Weydner augenblicklich den neuen Herren an und spielte noch 1933 mit dem Turow eine stark verzeichnete Karikatur eines Sowjetagenten in dem Propagandafilm S.A. Mann Brand. Wenige Wochen darauf wirkte er allerdings auch mit der Rolle des Bankiers Lloyd in dem Science-Fiction-Klassiker Der Tunnel des deutsch-jüdischen Regisseurs Kurt Bernhardt mit.
Weydner hatte sich längst von der Bühnenschauspielerei, die ihn fest an ein Theater band, verabschiedet, als er zum Jahresende 1936 mit seinem Hotel-Empfangschef in „Die Stimme des Herzens“ zum letzten Mal in einem Film auftrat. Wann genau Max Weydner im Jahr 1937 verstarb, ist derzeit unbekannt, die vorliegenden Quellen geben unterschiedliche Monate an.
Filmografie 1914: Das Heldenmädchen aus den Vogesen 1917: Der Klub der Einäugigen 1919: Der Besessene 1919: Das Fräulein von Scuderi 1920: Dämon Weib 1920: Das ausgeschnittene Gesicht 1920: Der Hanswurst von Riga 1921: Jolly, der Teufelskerl 1921: Villa Mephisto 1921: Die Rattenmühle 1921: Die rote Fledermaus 1922: Das Blut der Schwester 1922: Der Mann aus Zelle 19 1922: Der schwarze Harlekin 1923: Des Kaisers alte Kleider 1924: Düstere Schatten, strahlendes Glück 1925: Die Liebe der Bajadere 1926: Die Fürstin der Riviera 1926: Das deutsche Mutterherz 1927: Das Geheimnis von Genf 1928: Die Hölle von Montmartre 1932: Der Feldherrnhügel 1932: Ein Mann mit Herz 1932: Eine Frau wie Du 1933: S.A. Mann Brand 1933: Der Tunnel 1933: Die weiße Majestät 1934: Die Mühle im Schwarzwald 1934: Klein Dorrit 1934: Das unsterbliche Lied 1934: Das Erbe in Pretoria 1935: Der Gefangene des Königs 1935: Henker, Frauen und Soldaten 1936: Diener lassen bitten 1937: Die Stimme des Herzens
Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, .
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