Gert Tellkampf (* 6. August 1908 in München; † 11. Februar 1986 in Heidelberg) war ein deutscher Schauspieler bei Bühne und Fernsehen und ein Theaterregisseur.

Leben und Wirken Tellkampf erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule im heimatlichen München. Seinen Einstand auf der Bühne gab er Mitte der 1930er Jahre am Westfälischen Landestheater in Paderborn. Anschließend sah man Tellkampf bis 1945 in Gera, Bonn, Hamburg und Osnabrück. Während des Zweiten Weltkriegs gehörte er mehrere Spielzeiten dem deutschsprachigen Theater von Olmütz an, wo er auch Regie führen durfte. Nach dem Krieg spielte Gert Tellkampf u. a. in Düsseldorf, Baden-Baden, erneut Bonn, Saarbrücken, Oberhausen und ab 1961 schließlich in Heidelberg, wo er an den Städtischen Bühnen wirkte und sich schließlich auch zur Ruhe setzten sollte.

Schon früh kam Tellkampf mit dem Fernsehen in Verbindung und spielte seit 1954 mittelgroße Rollen in Produktionen, die anfänglich zumeist auf literarischen Vorlagen basierten. Bereits 1970 endete seine Tätigkeit vor der Kamera, und Tellkampf konzentrierte sich wieder ganz auf die Bühnenarbeit. Der Schauspieler hat gelegentlich auch als Synchronsprecher gearbeitet und Hörspiele aufgenommen. Tellkampf hatte zwei Söhne.

Filmografie 1954: Unsere kleine Stadt 1955: Die Puppen von Ponshansk 1956: Das salomonische Frühstück 1957: Schinderhannes 1957: Viktoria 1958: Jim und Jill 1965: Die Komödie vom Reineke Fuchs 1966: Die Bettleroper 1967: Der falsche Prinz 1969: Saids Schicksale 1970: Recht oder Unrecht: Der Fall Marrotti 1970: Der Mann, der den Eiffelturm verkaufte

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1716.

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