Hans Heinrich Georg Josef Strobele (* 31. Dezember 1915 in Wien; † 3. September 1993 ebenda)Geburts- und Taufbuch der Pfarre Ober-St. Veit (Wien), Nr. 83/1915. war ein in Deutschland aktiver, österreichischer Schauspieler bei Bühne und Fernsehen.
Leben und Wirken Heinrich Strobele kam am letzten Tag des Jahres 1915 als Sohn des Juristen Guido Strobele von Wangendorf und seiner Frau Alexandra, geb. von Bodenhausen (1881–1966), in Wien zur Welt. Sein Vater war Sekretär im k.u.k. Justizministerium. 1945 wurde er zum Präsidenten des Obersten Gerichtshofes ernannt und bekleidete dieses Amt bis zu seiner Pensionierung 1953.Elmar Samsinger (Hrsg.): Österreich in Istanbul. Band 3, LIT Verlag, Wien 2018, ISBN 978-3-643-50778-5. Der Großvater mütterlicherseits, Cuno von Bodenhausen, verheiratet mit Therese Streicher (1858–1921), war Kunstmaler.Walter von Hueck, Erik Amburger, Friedrich Wilhelm Euler, Johann Georg von Rappard: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1973. Band XII, Band 55 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1973, , S. 59 f.
Strobele besuchte in seiner Heimatstadt das Max Reinhardt Seminar und gab sein Bühnendebüt während des Zweiten Weltkriegs in Leoben. Nach 1945 fand er Beschäftigung am Josefstadt-Kabarett und dem Theater an der Wien, in späteren Jahren wirkte Strobele an kleinen, minder bedeutenden Wiener Spielstätten wie der Löwinger-Bühne (frühe 1970er Jahre) und der Kleinen Komödie am Kärntnertor (frühe 1980er Jahre).
Vor die Kamera trat der Künstler gut zwei Jahrzehnte lang, von 1968 bis 1989, ebenso intensiv wie regelmäßig. Dort übernahm er die gesamte Palette kleiner Rollen: Man sah Strobele als Nachtclubbesucher ebenso wie als Oberkellner, als Arbeitsloser wie als Wirt, als Hofrat wie als Fotograf und als Konsul ebenso wie als Rittmeister. Mehrfach arbeitete er hier mit Peter Patzak zusammen. Kurz vor seinem Tod erhielt Heinrich Strobele 1993 eine Dauerrolle in der Serie Der Salzbaron. Er war ab 1952 mit der ehemaligen Schauspielerin Charlotte Bauer verheiratet und hatte mit ihr einen Sohn und eine Tochter.
Filmografie 1968: Irinka 1968: Der Glückselefant 1969: Die Enthüllung 1971: Wer war es? 1971: Sankt Peters Regenschirm 1971: Wenn der Vater mit dem Sohne (TV-Serie, eine Folge) 1972: Hans Huckebein oder Emil, der Seitenspringer 1972: Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (TV-Serie, eine Folge) 1972: Der Tod des Ministers 1973: Hallo – Hotel Sacher … Portier! (TV-Serie, eine Folge) 1973: Van der Falk und die Reichen 1975: Wenn der Hahn kräht 1975: Maghrebinische Geschichten 1976: Stationschef Fallmerayer 1976: Fehlschuß 1977: Glückssachen 1978: Kassbach 1979: Santa Lucia 1981: Den Tüchtigen gehört die Welt 1976, 1982: Kottan ermittelt (TV-Serie, zwei Folgen) 1983: Malambo 1984: Weltuntergang 1984: Via Mala 1987: Mozart und Meisel (TV-Serie) 1987: Tatort: Der letzte Mord 1989: Ringstraßenpalais (TV-Serie, mehrere Folgen) 1989: Tatort: Blinde Angst 1991: Fahrt in die Hauptstadt 1993: Der Salzbaron 1995: Halbe Welt
Einzelnachweise
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