mini|hochkant=1.35|Mündung des Bidasoa mit Start- und Landebahn des Flughafens von San Sebastián Der Bidasoa (spanische und baskische Schreibweise) bzw. Bidassoa (französisch) ist ein etwa 66 km langer Küstenfluss in Nordspanien. Von seiner Quelle bis zur Ortschaft Oronoz-Mugairi heißt er Río Baztán, ab dort Bidasoa. Die letzten 15 km des Flusses bilden die Grenze zwischen Frankreich und Spanien.

Verlauf Der Bidasoa entspringt östlich des Ortes Errazu in der Gemeinde Baztan in Navarra; anschließend fließt er in südwestlicher Richtung, bis er sich beim Ort Donzetebe nach Norden wendet und schließlich zwischen den Städten Hendaye und Irun bei Hondarribia (Gipuzkoa) in die zum Atlantischen Ozean (Golf von Biskaya) gehörende Bucht von Txingudi mündet. Südlich der Mündung liegt das weithin sichtbare ca. hohe Bergmassiv des Jaizkibel.

Geschichte Pyrenäenfrieden Im Jahr 1659 war die Fasaneninsel (, ) als neutraler Verhandlungsort im unteren Teil des Flusses Schauplatz der Unterzeichnung des Pyrenäenfriedens zwischen Spanien und Frankreich. Mit einer Fläche von rund 6820 m² ist sie das kleinste Kondominium der Welt; sie wird sieben Monate im Jahr von Frankreich und fünf Monate von Spanien verwaltet. Schlacht am Bidassoa Am 7. Oktober 1813 fand hier zwischen den Truppen von Arthur Wellesley und einer napoleonischen Armee unter dem Kommando von Marschall Soult die Schlacht am Bidassoa statt. Sie war Teil des Spanischen Unabhängigkeitskrieges.

Flughafen San Sebastián Auf einer zum Teil künstlich aufgeschütteten Landzunge im Mündungsbereich des Bidasoa befindet sich die ca. 1600 m lange Start- und Landebahn des internationalen Flughafens von San Sebastián.

Sonstiges Der Bidasoa und seine Landschaften haben den Malern der Bidasoa Malereischule als primäre Inspirationsquelle für ihre Landschaftsmalerei gedient. Der Fluss war auch Namensgeber für den Sportverein Bidasoa Irun.

Siehe auch Liste von Grenzflüssen

Weblinks

Bidasoa – Grenzfluss

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