Schafhof ist ein Gemeindeteil der Stadt Schauenstein im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Schafhof liegt in der Gemarkung Neudorf.

Geografie Der Weiler liegt in Hanglage am Schönberg. Ein Anliegerweg führt nach Neudorf zur Staatsstraße 2693 (0,8 km südlich). Im Norden befindet sich die Wüstung Eselsgütlein.

Geschichte Neben der namensgebenden Funktion als Schäferei wurde der Schafhof als Vorwerk von Schloss Schauenstein angelegt. Die Staatsstraße entspricht weitgehend dem Altstraßenverlauf, die Abzweigung zum Schafhof wurde Eisensteinweg genannt. 1781 verkaufte die Witwe Sophia Katharina von Wallenrode den Schafhof für 5500 Gulden an Johann Elias Strobel. Zentrale Gebäude sind das Wohnstallhaus und das anschließende Gesindehaus.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 545f. Besonderheiten sind der angrenzende historische Stollen und Bierkeller, deren Eingang am Hang in einer Mulde angelegt ist. In der Nähe des Berges befand sich die verschwundene Siedlung Schönberg. Westlich unterhalb vom Schafhof befindet sich das landwirtschaftliche Anwesen Neudorf 47, welches auch die Bezeichnung „Neuhaus“ trug.

Schafhof gehörte zur Realgemeinde Schauenstein. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schafhof aus einem Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit hatte das bayreuthische Vogteiamt Schauenstein. Das bayreuthische Kastenamt Kulmbach war Grundherr des Vorwerks.M. Körner: Naila, S. 303.

Von 1797 bis 1810 unterstand Schafhof dem Justiz- und Kammeramt Naila. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Schafhof dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Volkmannsgrün und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Neudorf zugewiesen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Schafhof am 1. Januar 1972 nach Schauenstein eingemeindet.

Baudenkmäler Haus Nr. 45, 46: Ehemaliges Vorwerk zum Schlossgut Schauenstein

Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2006Einwohner 26 16 30 22 27 19 10 13 8HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 2 3 3 3 3 3 Quelle

Religion Schafhof ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Schauenstein) gepfarrt.

Literatur Artikel in der Frankenpost vom 21. Juni 1989: Ausflug in die Unterwelt – Schauensteiner Heimatforscher erkundeten Stollenanlage bei Neudorf.

Wilhelm Malter: Oberfranken-Ost. Heroldsberg 1984. S. 312.

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Weiler im Landkreis Hof Kategorie:Geographie (Schauenstein)