Irene Marhold (* 25. Juli 1932 in Frankfurt am Main; † 25. November 2017 in Stuttgart-Sillenbuch) war eine deutsche Schauspielerin bei Bühne, Film und Fernsehen.

Leben und Wirken Marhold begann nach ihrer künstlerischen Ausbildung zunächst beim Fernsehen und wurde 1954 in der ersten deutschen TV-Serie Die Familie Hesselbach besetzt. Ein Jahr darauf gab sie am Theater am Roßmarkt ihrer Heimatstadt Frankfurt mit Thornton Wilders „Die Heiratsvermittlerin“ ihr Bühnendebüt. Es folgten Verpflichtungen vor der Kamera (vor allem für Fernsehspiele, seltener für Kinoproduktionen wie etwa Königin Luise, wo Irene Marhold die Kronprinzessin Friederike verkörperte) wie auch an der Bühne, wo man die Künstlerin in den folgenden Jahrzehnten u. a. an Spielstätten in den bundesrepublikanischen Städten Wiesbaden, erneut Frankfurt, Darmstadt, Hannover und Hersfeld sehen konnte.

Vor allem in den 1960er und 1970er Jahren gehörte Irene Marhold zu den gefragten Schauspielerinnen des Landes und beteiligte sich auch mehrfach an Hörspielproduktionen, darunter auch eine Reihe von Märchen-Hörbüchern. In den 1980er Jahren sah man die Künstlerin kaum mehr auf der Mattscheibe, ehe sie sich komplett ins Privatleben zurückzog. Irene Marhold war mit dem Drehbuchautor, Filmproduzenten und einstigen SWR-Fernsehspielchef (1961 bis 1985) Reinhart Müller-Freienfels (1925–2010) verheiratet und lebte zuletzt zurückgezogen in Stuttgart-Sillenbuch.

Filmografie 1954: Die Familie Hesselbach 1955: Seit Adam und Eva 1955: Die Familie Hesselbach im Urlaub 1956: Der Hexer 1956: Königin Luise 1962: Egmont 1963: Die Schmetterlingsschlacht 1963: Don Carlos – Infant von Spanien 1964: Das Kriminalmuseum: Tödliches Schach 1964: Zweierlei Maß 1965: Der Sündenbock 1965: Komödie der Irrungen 1966: Das Mißverständnis 1966: Der Raub der Sabinerinnen 1968: Der Nachruf 1969: Michael Kohlhaas 1970: Varna 1972: Ein Toter stoppt den 8 Uhr 10 1972: Privatdetektiv Frank Kross (TV-Serie, eine Folge) 1973: Der Teufelsschüler 1973: Mit der Liebe spielt man nicht 1973: Tatort: Cherchez la femme oder Die Geister vom Mummelsee 1974: Der Verrat 1974: Der Kommissar (TV-Krimiserie, eine Folge) 1975: Rufzeichen 1975: Es fängt ganz harmlos an 1976: Inspektion Lauenstadt (TV-Serie, Folge: Zwei Hinterbliebene) 1977: Nachkommenschaften 1977: Tatort: Der vergessene Mord 1978: Eine seltsame Bescherung 1979: Bellas Tod 1981: Die Versuchung 1988: Romeo mit grauen Schläfen

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1068.

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