Stefan Okonek (* 25. Juni 1942 in Göttingen) ist ein deutscher Toxikologe, emeritierter Professor der Medizin und ehemaliger Leiter der Mainzer Giftnotrufzentrale.
Leben Nach seinem Studium wurde Okonek 1968 zum Dr. med. promoviertS. Okonek: Über die gastroenterale Resorption von Obidoxim (Toxogonin) und die Möglichkeiten einer Resorptionsförderung an Ratten, Universität Göttingen, 1968. . und war in den 1970er Jahren als Arzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universität Mainz tätig.Johannes-Gutenberg-Universität Mainz: Personen- und Studienverzeichnis 1976/77 Er habilitierte 1977 und wurde im selben Jahr zum Professor an der Universität Mainz ernannt.Kürschners deutscher Gelehrten-Kalender 2001.
Okonek spezialisierte sich auf Vergiftungen und wurde 1973 Leiter des Giftinformationszentrums an der Universität Mainz.
In den 1980er Jahren wurde Okonek mehrfach als Experte zu den gesundheitlichen Gefahren von Leder-Sprays von den Medien befragt,Die Zeit vom 30. September 1983: Neue Auflagen für Ledersprays: Schwarzer Peter beim VerbraucherDer Spiegel vom 22. Februar 1988: Papagei im Nebel worüber er auch einen Fachaufsatz publizierte.S. Okonek, H. J. Reinecke, W. Fabricius, K. Preußner: Vergiftungen durch Leder-Imprägniersprays: Eine retrospektive Analyse über 224 Vergiftungsfälle, Dtsch med Wochenschr 1983; 108(49): 1863-1867, DOI:10.1055/s-2008-1069840
Im Jahre 2003 wanderte er nach Malaysia aus.Wiesbadener Tagblatt: Im April 2014 wurden Okonek und seine Lebensgefährtin von Mitgliedern der islamistischen Terrorgruppe Abu Sayyaf auf die Insel Jolo in den Philippinen verschleppt. Sie waren sechs Monate in Gefangenschaft, bis sie am 17. Oktober 2014 freigelassen wurden.
Veröffentlichungen (Auswahl) Vergiftungen, Entgiftung, Giftinformation. Eine praxisbezogene Darstellung. Unter Mitarbeit von H. Lauer und einem Beitrag von C. Kulessa und J. Bußmann. Springer, Berlin / Heidelberg / New York 1981, ISBN 978-3-540-10331-8. als Herausgeber: Humantoxikologie : akute Vergiftungen, Giftinformation. Fischer, 1979, ISBN 978-3-437-10585-2.
Einzelnachweise
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