Melitta Klefer, gebürtig Melitta Elfrieda Klefer (* 30. März 1893 in DanzigGeburtsurkunde Nr. 1052 vom 5. April 1893, Geburtsregister Danzig, Quelle: ancestry.com.; † 9. November 1987 in Berlin) war eine deutsche Schauspielerin, Tänzerin und Sängerin bei Bühne, Oper/Operette und Film.

Leben und Wirken Melitta Klefer stand schon von Jugend an auf Theaterbühnen. Nach ihrer Ausbildung in Gesang, Tanz und Schauspiel sah man sie zu Beginn ihrer jahrzehntelangen Karriere in der Spielzeit 1907/08 an der Operette des Stadttheaters von Danzig, ihrer Heimatstadt, fünf Jahre später auch am Stadttheater von Posen, wo sie gleichfalls im Bereich Oper/Operette eingesetzt wurde. Kurz darauf erreichte Melitta Klefer Berlin, wo sie in der Endphase des Ersten Weltkriegs zum Film stieß. Auf der Leinwand war sie bis in die frühen Tonfilmjahre hinein eine gut beschäftigte Nebendarstellerin. Klefer-Charaktere waren zumeist Töchter und junge Bräute, im Laufe des Tonfilms wechselte sie allmählich ins Charakterfach.

Melitta Klefer blieb bis in den Zweiten Weltkrieg hinein regelmäßig filmaktiv und war als Freiberuflerin am Theater nur noch selten fest engagiert, so etwa in der Spielzeit 1938/39, als sie dem Ensemble des Theaters im Admiralspalast angehörte. Nach 1945 drehte sie kaum mehr Filme und konzentrierte sich wieder verstärkt auf die Bühnenarbeit. Anfang der 1950er Jahre gehörte sie beispielsweise den kleinen Ensembles der Neuen Deutschen Bühne der Jugend, der Freilichtbühne Rehberge und dem Veranstaltungsring für Westberlin an – überwiegend Tourneebühnen ohne festes Haus. Noch 1957 ging sie in der Folgezeit mit den Berliner Operngastspielen auf Tournee. Von ihren Plattenaufnahmen haben einzelne Lieder die Zeit überstanden, darunter “Wenn du Lust hast” und “O Theophil, o Teophil”. Die Künstlerin starb hochbetagt im Alter von 94 Jahren.

Filmografie 1918: Er oder Er 1918: Liebe und Leben, 1. Teil: Die Seele des Kindes 1919: Lachende Herzen 1919: Menschen in Ketten 1919: Der Weiberfeind 1920: Anna Karenina 1920: Rheinzauber 1920: Lepain, der König der Verbrecher (2 Teile) 1921: Banditen 1921: In einem kühlen Grunde 1922: Am Brunnen vor dem Tore 1922: Der falsche Prinz 1922: Das Mädel vom Rhein 1923: Nur auf den Bergen wohnt das Glück 1924: Barfüßele 1929: Es war einmal ein treuer Husar 1929: Lux, der König der Verbrecher 1929: Der Zigeunerprimas 1929: Besondere Kennzeichen 1930: Aschermittwoch 1933: Der Kampf um den Bär 1934: Meine Frau, die Schützenkönigin 1936: Unter dem Pantoffel (Kurzfilm) 1938: Verliebtes Abenteuer 1939: Hallo Janine 1939: Paradies der Junggesellen 1939: Weißer Flieder 1941: Leichte Muse 1942: Fronttheater 1954: Frau Holle 1958: Das gab’s nur einmal (als sie selbst)

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 837.

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