Die Volksrepublik China nahm erstmals 1952 an Olympischen Sommerspielen teil.

Zwischen 1956 und 1980 fand keine Teilnahme an Sommerspielen statt, bei Winterspielen ist die Volksrepublik seit 1980 vertreten. Zu allen bislang ausgetragenen Olympischen Jugendspielen wurden jugendliche Athleten geschickt.

Die Volksrepublik China richtete bislang einmal Sommerspiele, einmal Winterspiele und einmal Jugend-Sommerspiele aus. 2008 fanden die Sommerspiele in Peking statt, die Jugend-Sommerspiele 2014 in Nanjing. 2022 wurden die Winterspiele in Peking durchgeführt, womit Peking die erste Stadt ist, die sowohl Sommer- als auch Winterspiele ausrichtete.

Allgemeines mini|Liu Changchun, 1932 der erste Chinese bei Olympischen Spielen mini|Ye Qiaobo gewann 1992 die erste chinesische Wintersportmedaille mini|Erste Winterolympiasiegerin Chinas: Yang Yang (A) Das chinesische NOK wurde 1910 gegründet und vertrat die olympischen Interessen der Republik China. 1922 wurde das NOK vom IOC anerkannt. 1932 in Los Angeles trat mit dem Leichtathleten Liu Changchun erstmals ein chinesischer Sportler bei Olympischen Spielen an. Er war der einzige Chinese in Los Angeles. In Berlin 1936 gingen 54 Chinesen an den Start, darunter zwei Frauen. Die Leichtathletin Li Sen war die erste Frau aus China bei Olympischen Spielen. 1948 in London waren es immer noch 27 Teilnehmer.

Die Volksrepublik China wurde am 1. Oktober 1949 gegründet. Die Regierung und die Armee der Republik China zogen sich auf die Insel Taiwan zurück. 1952 wurde das NOK der Volksrepublik China, das Zhongguo Aolinpike Weiyuanhui, gegründet. Für die Sommerspiele von Helsinki 1952 erhielt die Volksrepublik eine Einladung des IOC, die auch angenommen wurde. Der Schwimmer Wu Chuanyu war der erste olympische Sportler der Volksrepublik China. 1954 wurde das NOK der Volksrepublik vom IOC anerkannt. Eine Einladung zu den Spielen von Melbourne 1956 wurde angenommen, jedoch aus Protest auf Grund der Ein-China-Politik wieder abgewiesen. 1958 trat die Volksrepublik China wieder aus dem IOC aus. Das IOC-Mitglied Professor Tung Huyi gab seine Ämter zurück.

Erst 1979 beschloss das IOC, dass die Volksrepublik China alleine „China“ repräsentiere. Damit wurde das NOK der Volksrepublik China wieder Mitglied des IOC. Das NOK der bisherigen Republik China wurde zum Chinese Taipei Olympic Committee umbenannt. Bei den Winterspielen von 1980 gingen nach 28 Jahren Unterbrechung wieder Sportler aus der Volksrepublik an den Start. Die Eisschnellläuferinnen Kong Meiyu, Chen Shuhua und Shen Guogin sind die ersten Winterolympioniken. Die ersten männlichen Wintersportler sind die Eisschnellläufer Wang Nianchun, Zhao Weichang und Su He sowie die Skilangläufer Lin Guanghao und Ren Guiping. Die ersten Frauen der Volksrepublik bei Sommerspielen sind die Schützinnen Lui Haiying und Wen Zhifeng, die Schwimmerinnen Ding Jilian und Yan Hong sowie die Radrennfahrerinnen Lu Suyan, Wang Li und Lu Yue.

Obwohl erst seit 1984 regelmäßig bei den Olympischen Spielen dabei gehört die Volksrepublik China zu den erfolgreichsten Nationen. Im Ewigen Medaillenspiegel belegt sie Platz 7, im Ewigen Medaillenspiegel der Sommerspiele Platz 5 und im Ewigen Medaillenspiegel der Winterspiele Platz 14.

In zwei Sportarten ist die Volksrepublik China die führende Nation. Im Tischtennis wurden bislang 53 Medaillen, 28 Gold-, 17 Silber- und acht Bronzemedaillen gewonnen, im Badminton 41 Medaillen, davon 18 Gold-, 8 Silber- und 15 Bronzemedaillen. Im Wasserspringen, Gewichtheben, Schießen und Taekwondo liegt die Volksrepublik auf Platz 2. Die meisten Olympiasiege wurden im Wasserspringen gewonnen (40). Die meisten Medaillen (73) gewannen die Geräteturner. Im Wintersport liegt die Volksrepublik im Shorttrack auf Platz 2. 30 Medaillen wurden gewonnen, davon 9 Gold-, 13 Silber- und 8 Bronzemedaillen.

Die erste Medaille für die Volksrepublik China wurde 1984 in Los Angeles gewonnen. Am 29. Juli gab es bei den Schützen gleich mehrere Medaillengewinner und Olympiasieger zu feiern. Mit der freien Pistole wurde Xu Haifeng erster Olympiasieger der Volksrepublik China. Auch bei den Frauen wurde die erste Medaillengewinnerin gleich Olympiasiegerin. Ma Yanhong gewann am 30. Juli Gold am Stufenbarren.

Bei Winterspielen gab es die ersten Medaillen 1992 in Albertville. Die Eisschnellläuferin Ye Qiaobo gewann am 10. Februar Silber über 500 Meter. Der erste Mann mit einer Medaille bei Winterspielen war am 17. Februar 1998 in Nagano der Shorttracker Li Jiajun mit Silber über 1000 Meter. Den ersten Olympiasieg im Winter gab es am 16. Februar 2002 in Salt Lake City, als die Shorttrackerin Yang Yang (A)Yang Yang (A) und Yang Yang (S) sind beide chinesische Shorttrackerinnen. Der Zusatzbuchstabe ist nicht Teil ihres Namens, sondern dient der Unterscheidung. Die Buchstaben beziehen sich auf den Geburtsmonat. den Wettbewerb über 500 Meter gewann. Bei den Männern wurde der Freestyle-Skifahrer Han Xiaopeng, der am 23. Februar 2006 in Turin das Springen gewann, der erste männliche Winterolympiasieger.

Drei Athleten sind mit fünf Olympiasiegen die erfolgreichsten Chinesen bei Olympischen Spielen. Wu Minxia und Chen Ruolin wurden fünfmal Olympiasiegerinnen im Wasserspringen, Zou Kai fünfmal im Geräteturnen. Wu Minxia ist mit sieben Medaillen insgesamt die erfolgreichste Teilnehmerin in der Anzahl der Medaillen.

1952 in Helsinki nahm nur ein Sportler teil, 1984 in Los waren es 215 Athleten. Die größte Olympiamannschaft mit 599 Aktiven trat 2008 in Peking an. Die erste Wintersportmannschaft umfasste 1980 in Lake Placid 24 Athleten. Die meisten Wintersportler gingen 2010 in Vancouver mit 86 Teilnehmern an den Start. Die erfolgreichsten Olympischen Spiele waren die heimischen Spiele in Peking 2008. Insgesamt wurden 100 Medaillen gewonnen, davon 48 Gold-, 22 Silber- und 30 Bronzemedaillen. Damit war die Volksrepublik die erfolgreichste Mannschaft. Die erfolgreichsten Winterspiele waren die Spiele 2010 in Vancouver. Hier gewannen die Athleten die meisten Goldmedaillen (5) und die meisten Medaillen insgesamt mit fünf Gold-, zwei Silber- und vier Bronzemedaillen.

Die Volksrepublik China hat drei IOC-Mitglieder. 2000 wurde der Politiker Yu Zaiqing zum IOC-Mitglied gewählt. Von 2008 bis 2012 und wieder seit 2014 ist er einer der IOC-Vizepräsidenten. Er ist Mitglied in der Kommission für Mitgliederwahl, der Kommission für den Olympic Channel und der Marketingkommission. 2010 folgte die Shorttrackerin Yang Yang (A), die erste Winterolympiasiegerin der Volksrepublik. Sie ist Mitglied der Athletenkommission sowie Mitglied der Kommission für das olympische Programm. Schließlich wurde 2012 die ehemalige Badmintonspielerin Li Lingwei Mitglied des IOC. Sie ist Mitglied der Kommission für olympische Solidarität und der Kommission für das olympische Programm.

Bewerbungen und Ausrichtungen der Olympischen Spiele Bewerbungen Sommerspiele Peking bewarb sich für die Ausrichtung der 27. Olympischen Spiele 2000. Peking lag in den ersten drei Wahlgängen in Führung und ging im vierten Wahlgang in ein Stechen mit Sydney. Hier unterlag man mit 43:45 Stimmen.

Die nächste Bewerbung erfolgte für die Ausrichtung der 29. Olympischen Spiele 2008. Schon im zweiten Wahlgang konnte sich Peking gegen Toronto, Paris und Istanbul durchsetzen.

Winterspiele Harbin bewarb sich um die Ausrichtung der 21. Olympischen Winterspiele 2010, jedoch wurde die Bewerbung vom IOC nicht akzeptiert.

Für die Ausrichtung der 24. Olympischen Winterspiele 2022 bewarb sich Peking. Gleich im ersten Wahlgang konnte man sich gegen Almaty durchsetzen. Damit ist Peking die erste Stadt in der olympischen Geschichte, die sowohl Sommer- als auch Winterspiele ausrichtet.

Ausrichtung Die ersten Olympischen Spiele auf chinesischem Boden waren die Sommerspiele von 2008 in Peking. 11126 Athleten aus 204 Ländern nahmen teil Die Wettkämpfe fanden vom 8. bis zum 24. August 2008 statt. Die Segelwettbewerbe wurden vor Qingdao ausgerichtet. Das olympische Fußballturnier wurden auch in Stadien in Qinhuangdao, Shanghai, Shenyang und Tianjin durchgeführt. Das NOK Hongkongs war Mitausrichter der Spiele, hier wurden die Reitwettbewerbe durchgeführt.

Eröffnet wurden die Spiele durch den Staatspräsidenten Hu Jintao. Das olympische Feuer wurde durch den ehemaligen Kunstturner Li Ning entzündet, den olympischen Eid sprachen die Tischtennisspielerin Zhang Yining für die Aktiven und der ehemalige Turner Huang Liping für die Wettkampfrichter.

2022 wurden die Olympischen Winterspiele ebenfalls in Peking ausgetragen.

Übersicht der Teilnahmen mini|Einmarsch der chinesischen Athleten 2008 mini|Li Ning entzündet das olympische Feuer 2008 Sommerspiele JahrAthletenFlaggenträgerMedaillenGesamtmw20px20px20pxGesamtRang 1896–1928 nicht teilgenommen 1932–1948 Teilnahme in der Mannschaft der Republik China 1952 1 1 0 1956–1980 nicht teilgenommen 1984 215 132 83 Wang Libin 15 8 9 32 4 1988 273 149 124 Song Tao 5 11 12 28 11 1992 244 117 127 Song Ligang 16 22 16 54 4 1996 294 111 183 Liu Yudong 16 22 12 50 4 2000 271 91 180 Liu Yudong 28 16 14 58 3 2004 384 136 248 Yao Ming 32 17 14 63 2 2008 599 310 289 Yao Ming 48 22 30 100 1 2012 375 160 215 Yi Jianlian 39 31 22 92 2 2016 392 151 241 Lei Sheng 26 18 26 70 3 2020 406 125 281 Zhu Ting/Zhao Shuai 38 32 18 88 2

Winterspiele JahrAthletenFlaggenträgerMedaillenGesamtmw20px20px20pxGesamtRang 1924–1976 nicht teilgenommen 1980 24 13 11 Zhao Weichang 1984 37 21 16 Zhao Shijian 1988 13 6 7 Zhang Zhubin 1992 32 12 20 Song Chen 3 3 15 1994 24 7 17 Liu Yanfei 1 2 3 19 1998 57 15 42 Zhao Hongbo 6 2 8 16 2002 66 21 45 Zhang Min 2 2 4 8 13 2006 73 35 38 Yang Yang (A) 2 4 5 11 14 2010 86 30 56 Han Xiaopeng 5 2 4 11 7 2014 62 26 36 Tong Jian 3 4 2 9 12 2018 81 35 46 Zhou Yang 1 6 2 9 16 2022 176 89 87 Zhao Dan/Gao Tingyu 9 4 2 15 3

Übersicht der Sportarten Sommerspiele Badminton links|25px|klasse=skin-invert-image

Im Badminton ist die Volksrepublik China seit 1992 vertreten. Mit 41 gewonnenen Medaillen ist sie die führende Nation in dieser Sportart. Li Yongbo und Tian Bingyi gewannen Bronze im Männerdoppel. Bei den Frauen gewannen Guan Weizhen und Nong Qunhua Silber sowie Lin Yanfen und Yao Fen Bronze im Frauendoppel. Ebenfalls Bronze gewannen im Fraueneinzel Huang Hua und Tang Jiuhong.

Den ersten Olympiasieg im Badminton schafften 1996 Ge Fei und Gu Jun im Frauendoppel. Hier gewannen Qin Yiyuan und Tang Yongshu Bronze. Auch das Mixed-Doppel Sun Man und Liu Jianjun gewann Bronze. Im Männereinzel gewann Dong Jiong Silber. 2000 in Sydney gewannen chinesische Badmintonspieler in vier von fünf Wettbewerben Gold. Ji Xinpeng wurde Olympiasieger im Männereinzel, Xia Xuanze gewann Bronze. Im Fraueneinzel gewannen Gong Zhichao Gold und Ye Zhaoying Bronze. Das gemischte Doppel Gao Ling und Zhang Jun schafften ebenfalls den Olympiasieg. Im Frauendoppel gingen alle Medaillen nach China. Ge Fei und Gu Jun konnten ihren Olympiasieg von 1996 wiederholen. Silber gewannen Huang Nanyan und Yang Wei, Bronze ging an Gao Ling und Qin Yiyuan.

In Athen 2004 gewann das gemischte Doppel Gao Ling und Zhang Jun erneut Gold. Im Fraueneinzel wurde Zhang Ning Olympiasiegerin, Zhou Mi gewann Bronze. Im Frauendoppel gewannen Zhang Jiewen und Yang Wei Gold, Silber ging an Huang Sui und Gao Ling.

2008 in Peking wurde Lin Dan Olympiasieger im Männereinzel, Chen Jin gewann Bronze. Das Männerdoppel Cai Yun und Fu Haifeng gewann Silber, das gemischte Doppel He Hanbin und Yu Yang Bronze. Bei den Frauen konnte Zhang Ning ihren Olympiasieg wiederholen, sie schlug im Finale ihre Landsfrau Xie Xingfan. Im Frauendoppel siegten Du Jing und Yu Yang, das Duo Wei Yili und Zhang Yawen holte Bronze.