mini|rechts|Maria Lemmé, vor 1942 mini|Ein Gemälde Maria Lemmés Maria Lemmé (geb. Schwarzkopf, * 3. Oktober 1880 in Odessa; † 28. März 1943 in Theresienstadt) war eine böhmisch-österreichische Malerin, die dem Holocaust zum Opfer fiel.
Leben mini|rechts|Maria-Lemmé-Staffel in Stuttgart Maria Lemmé wurde als Maria Schwarzkopf geboren. Sie war das zweite der Kinder des kaiserlichen Rates Moritz Schwarzkopf und dessen Ehefrau Pauline, geb. Fürth. Ihr Bruder Bruno wurde 1878 geboren, ihre Schwester Olga, geheiratete Altmann, wurde 1882 geboren und starb 1911.Todesanzeige Neue Freie Presse, 22. Juni 1911 we Moritz Schwarzkopf (1849–1916) stammte aus einer jüdischen Familie in Beroun,Stammbaum auf Geni.com er war unter anderem Konsul der Republik Panama in Odessa. Er starb am 2. Dezember 1916 und wurde in Wien auf dem Zentralfriedhof begraben.Die Malerin Maria Lemmé, Stuttgart-Degerloch Ahornstraße 52, Dokumentation des Vereins Stolpersteine für Stuttgart, online auf: stolpersteine-stuttgart.de/ Mutter Pauline stammte aus einer jüdischen Familie in Schüttenhofen.Nationalarchiv der Tschechischen Republik, Jüdische Geburtsmatrik Schüttenhofen/Sušice, Inv. Nr. 1987, 23.8.1854 mini|rechts|Stolperstein für Maria Lemmé in Stuttgart Maria Schwarzkopf bekam schon als Kind Malunterricht. Sie heiratete im Jahr 1900 Karl Lemmé. Das Ehepaar lebte von 1914 bis 1918 in russischer Gefangenschaft in Sibirien. Danach zogen die beiden nach Stuttgart-Degerloch in die Panoramastraße, die später in Ahornstraße umbenannt wurde. Maria Lemmé studierte bei Adolf Hölzel und gab 1933, ein Jahr vor dessen Tod, unter dem Titel Gedanken und Lehren ein Buch über ihn heraus (dort mit dem Vornamen „Marie“). Im selben Jahr verstarb ihr Mann. 1942 wurde Maria Lemmé nach Theresienstadt deportiert. Als ihr offizielles Todesdatum wird der 28. März 1943 angegeben.Maria Lemmé, Opferdatenbank des Portals holocaust.cz, online auf: holocaust.cz/...
1987 wurde die Maria-Lemmé-Staffel in Stuttgart-Hoffeld nach der Künstlerin benannt, 2006 ein Stolperstein vor ihrem einstigen Wohnsitz in der Ahornstraße 52 verlegt. Viele Werke Maria Lemmés wurden von den Nationalsozialisten vernichtet.Die Malerin Maria Lemmé auf www.stolpersteine-stuttgart.de Margrit Timme plante 2013, die Biographie Maria Lemmés zu schreiben.baj, Die Musterfrau im Musterhaus, 26. August 2013 auf www.stuttgarter-zeitung.de
Schriften Adolf Hölzel: Gedanken und Lehren. Zusammengestellt und mit einer biographischen Einleitung herausgegeben von Marie Lemmé. Stuttgart; Berlin: Deutsche Verlagsanstalt, 1933
Literatur Hölzel und sein Kreis: der Beitrag Stuttgarts zur Malerei des 20. Jahrhunderts. Katalog zur Eröffnungsausstellung des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart im wiederaufgebauten Kunstgebäude am Schloßplatz, 8. September bis 5. November 1961. Vorwort und Katalogbearbeitung: Wolfgang Venzmer. Stuttgart-Bad Cannstatt: Cantz, 1961, S. 166–168 m. Abb. Die Ausstellung zeigte unter den Kat.–Nrn. 251 bis 255 fünf Werke der Künstlerin aus Privatbesitz, darunter ein „Selbstporträt“, das sich damals in der Sammlung Renée Bauer, Cannes, befand.
Siehe auch Liste der vom NS-Regime verfolgten Kunstschaffenden der Bildenden Kunst
Weblinks
Maria-Lemmé-Staffel auf degerloch.info Maria Lemmé auf stolpersteine-stuttgart.de Maria-Lemmé auf leo-bw.de Stammbaum der Eltern auf geni.com
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Stuttgart) Kategorie:Opfer des Holocaust Kategorie:Todesopfer im Ghetto Theresienstadt Kategorie:Person, für die in Stuttgart ein Stolperstein verlegt wurde Kategorie:Geboren 1880 Kategorie:Gestorben 1943 Kategorie:Frau