William Wallace Smith (* 18. November 1900; † 4. August 1989) war ein US-amerikanischer Mormone, Enkel von Joseph Smith und Präsident der Gemeinschaft Christi. Er war Präsident vom 6. Oktober 1958 bis zum 5. April 1978. Danach emeritierte er.

Biographie W. Wallace Smith wurde in Lamoni geboren am 18. November 1900. Seine Eltern waren Joseph Smith III und Ada R. Clark. Clark war die dritte Ehefrau von Smith III. Smith schloss das Studium ab an der University of Missouri im Jahre 1924. Er bekam sein erstes Pfarramt in der Gemeinschaft Christi, im Jahre 1928. Am 7. April 1947 wurde er zum Apostel ordiniert und in das Kollegium der Zwölf Apostel aufgenommen. Am 2. April 1950 wurde er als Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft ausgewählt. Präsident war zu dieser Zeit sein Halbbruder Israel A. Smith. W. Wallace Smith starb am 4. August 1989 in Independence.

Präsident der Kirche W. Wallace war Sohn von Joseph Smith III, der erste Präsident der Gemeinschaft Christi (damals Reorganisierte Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage). Er wurde Präsident nach dem Tod seines Brüders Israel A. Smith in 1958.

Wachstum der Kirche In der Amtszeit von Smith wuchs die Kirche stark. Nachdem es in dem Jahr 1960 erhebliche Missionsbemühungen gab. Die Kirche wuchs stark in Afrika, Lateinamerika und dem Fernen Osten. Während seiner Amtszeit gab es auch eine Wiederbelebung der Ökumenischen Bewegung, große Veränderungen in der Lehre und Praxis der Kirche und eine Internationalisierung.

Der Independence Temple Das Bauen von Tempeln ist Teil des Mormonentums. Seit einigen Jahren war der Bau eines Independence Temple, Teil der Tradition der Gemeinschaft Christi.Steven C. Kellogg, „Temples of the Restoration“, Saints Herald 118 (September 1971):10–12, 30–31; (Oktober 1971):15–17, 48–49; (November 1971):18–20, 32–34. Jedoch wurde seit einigen Jahrzehnten nichts konkretes unternommen von den Kirchenführern. Im Jahre 1972 brachte W. Wallace die Idee wieder zum Leben, in dem er ein Dokument veröffentlichte, dass dazu aufrief „definieren wir die Absicht und die Stelle, um einen Tempel zu errichten“.

Traditionsbruch bei der Ernennung des Obersten Patriarchen Im Jahre 1958 ernannte Smith Roy Cheville zum Obersten Patriarchen/Evangelisten. Mit dieser Handlung brach er eine lange Tradition in der Gemeinschaft Christi, da sonst immer ein Blutsverwandter der Smith-Familie zu diesem Amt ernannt wurde.

Rücktritt Smith wählte seinen Sohn Wallace B. Smith 1976 zu seinem Nachfolger. Am 5. April 1978 trat er als erster Präsident zurück. Alle vorherigen Präsidenten hatten bis zu ihrem Tod gedient. Um einen gemächlichen Übergang sicherzustellen, las Smith eine Rücktrittserklärung vor, kurz bevor sein Sohn ordiniert wurde.

Literatur Richard P. Howard, The Church Through the Years, Herald House: 1992.

Einzelnachweise

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