Reinhard Doubrawa (* 1963 in Treysa) ist ein deutscher Konzeptkünstler.
Ausbildung Doubrawa studierte von 1990 bis 1995 an der Kunsthochschule Kassel, 1991 bei Fritz Schwegler an der Kunstakademie Düsseldorf und schloss 1995 als Meisterschüler bei Urs Lüthi sein Studium ab.
Wirken Doubrawas künstlerische Praxis ist medien- und genreübergreifend. Hierzu zählen unter anderen Zeichnung, Malerei, Fotografie, Objekt, Graffiti, Installation und In-situ-Projekte. Er setzt sich mit Fragen nach dem Zustandekommen von Bedeutung im Zusammenhang mit alltäglichen Zeichen und Codes auseinander. Seine Arbeit bewegt sich dabei vorwiegend im Bereich zwischen Sprache und Bild.
„Doubrawa interessiert sich vielmehr für die auf Form und Bedeutung bezogenen Handlungen. Hier geht es um den (visuellen) Ausdruck, die Bildersprache (welche Botschaft wird von einem Bild übermittelt, wie wird sie übermittelt, und wird sie tatsächlich übermittelt?), und wie unsere Sprache an Bedeutung außerhalb ihrer selbst gebunden ist. Doubrawa fragt, in welcher Form wir ‚unsere Bedeutung‘ akquirieren, wie diese Bedeutung die Form beeinflusst (und umgekehrt), und wie irrwitzig (oder uneindeutig) diese Beziehung in der Realität ist.“ (Godart Bakkers, 2017)Godart Bakkers, in: Reinhard Doubrawa, Auch, Salon Verlag, Köln, 2017, o. S.
Lehrtätigkeit KASK (Koninklijke Academie voor Schone Kunsten) Gent, Belgien Luca School of Arts, Gent, Belgien Stiftung Bauhaus, Dessau Hochschule Bochum RWTH Aachenhttp://big.arch.rwth-aachen.de/lehrstuhl/personen/reinhard-doubrawa/ TU Eindhoven, Niederlande Kunsthochschule Kassel
Auszeichnungen 2016 Residenzstipendium, Frans Masereel Centrum, Kasterlee, Belgienhttps://fransmasereelcentrum.be/en/residency/reinhard-doubrawa/ 2013 Förderpreis des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst 2010 Artist in Residence, Croxhapox, Gent, Belgien 2008 Reisestipendium für Serbien, Balkankult Foundation, Belgrad, Serbien 2006 Förderpreis der SKOR, Stichting kunst en oppenbare ruimte, Eindhoven, Niederlande 2002 Artist in Residence, HANGAR, Centro de Producción de Artes Visuales y Multimedia, Barcelona Spanien 2002 Förderpreis der Dr. Wolfgang Zippel Stiftung, Kassel 2000 Artist in Residence, Centre de Sculpture, Montolieu, Frankreich 1999 Arbeitsstipendium der Hessischen Kultur GmbH, Wiesbaden 1998 Artist in Residence, Pearlstreet Studios, Brooklyn, New York, USA
Ausstellungen
2017 „Zwischenebenen“, Galerie Sofie Van de Velde, Antwerpen, Belgienhttp://sofievandevelde.be/exhibitions/zwischenebenen 2016 „Crosswords 3“, Galerie Jordan/Seydoux, Berlin; „Crox 536 – Auction“, SMAK und Croxhapox, Gent, Belgien 2015 „Imago Mundi“, Fondazione Giorgio Cini, Venedig, Italien 2014 „Bestandsbesichtigung – Die Artothek Kassel“, Documenta-Halle, Kassel 2013 „Dublin Doubles“, Broadcast Gallery, Dublin, Irland; „KABOOM – Comic in der Kunst“, Weserburg, Museum für moderne Kunst, Bremenhttp://www.weserburg.de/index.php?id=746 2011 „Doubles“, Les Brasseures – Art contemporaine, Liège, Belgien 2010 „Brainenlargement“, Croxhapox, Zentrum für aktuelle Kunst, Gent, Belgien 2009 „The NY art bookfair“, P.S.1 Contemporary Art Center, New York, USA; „Balkan Diary“, O3one Artspace, Belgrad, Serbien; „MISS READ“, Künstlerbücher, KunstWerke – Institute for Contemporary Art, Berlin 2008 „Walking The Line“, Kudlek van der Grinten Galerie, Köln 2006 „welcome“, blob-Ausstellungspavillon, Eindhoven Niederlande; „synchron“, Larm Galleri, Kopenhagen, Dänemark 2005 „Auf meinem Weg ins Paradies“, Museum Neue Galerie, Kassel; 2002 „Annäherungen an das Unberechenbare“, Leopold-Hoesch-Museum, Düren; „Public Phone“, Montolieu, Frankreich 2001 „Somehow Exhibition“, MU-Art Foundation, Eindhoven, Niederlande; „Die andere Seite“, Osthaus Museum, Hagen 1997 „Para-Site“, Gulden Vlies Galerijen, Brüssel, Belgien; „Intersection II“, Margaret Harvey Gallery, St. Albans, London, England 1996 „Intersection“, Open Space Gallery, Reading, England; „Vier Wände“, Plateau, Center for Performing Arts, Brüssel, Belgien
Literatur AUCH Textbeiträge: Godart Bakkers, Isa Bickmann und Joachim Geil, Salon Verlag, Köln 2017, ISBN 978-3-89770-478-7 Depot, Textbeitrag von Maria Anna Tappeiner, Salon Verlag, Köln 2013, ISBN 978-3-89770-431-2 Alles – Beispiele und Details, Textbeiträge von Reinhard Ermen, Joachim Geil und Doris Krininger, Salon Verlag, Köln 2011, ISBN 978-3-89770-387-2 Special Values, Textbeiträge von Isa Bickmann, Franz van der Grinten, Gregor Jansen und Björn Reißmann, Salon Verlag, Köln 2009, ISBN 978-3-89770-343-8 | BALKAN DIARY, Text: Dimitrie Vujadinovic und Reinhard Doubrawa, Balkankult Foundation und O3one artspace, Belgrad 2009, ISBN 978-86-84159-21-4 Auf meinem Weg ins Paradies, Textbeiträge von Jean-Christophe Ammann und Maria Anna Tappeiner, Salon Verlag, Köln 2007, ISBN 978-3-89770-282-0 NEWS, Textbeitrag von Maria Anna Tappeiner, Salon Verlag, Köln 2004, ISBN 978-3-89770-213-4 ALARM – Ich war dabei, Textbeiträge von Stefan Rasche und Holger Birkholz, Salon Verlag, Köln 2002, ISBN 978-3-89770-165-6
Weblinks
Faust-Kultur, abgerufen am 27. Dezember 2017 Salon Verlag, abgerufen am 27. Dezember 2017 Reinhard Doubrawa in der Galerie Sofie van der Velde Internet https://reinhard-doubrawa.com/
Einzelnachweise
Kategorie:Konzeptkünstler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1963 Kategorie:Mann