mini|Neubau von Renzo Piano und Eingang zu den Harvard Art MuseenDie Harvard Art Museums (deutsch: Harvard Kunstmuseen) gehören zur Harvard University und bestehen aus drei Museen: dem Fogg Museum (gegründet 1895), dem Busch-Reisinger Museum (gegründet 1903) und dem Arthur M. Sackler Museum (gegründet 1985), sowie vier Forschungszentren: der Archäologischen Erforschung Sardes' (, gegründet 1958), dem Zentrum für das technische Studium Moderner Kunst (, gegründet 2002), den Harvard Kunstmuseumsarchiven () und dem Straus-Zentrum für Konservierung und Technische Studien (, gegründet 1928). Die drei Museen, die die Harvard Art Museums bilden, wurden ursprünglich 1983 in ein gemeinsames Institut namens Harvard University Art Museums integriert. Das Wort „University“ wurde 2008 aus dem Namen genommen.

Renovierung und Erweiterung Das historische Museumsgebäude der Harvard Art Museums in der Quincy Street in Cambridge wurde 2008 für ein großes Renovierungs- und Erweiterungsprojekt geschlossen. Der italienische Architekt Renzo Piano ergänzte das Backsteingebäude des Fogg-Museums aus den 1920er Jahren um einen etwa ebenso großen modernistischen Neubau. Die markant unterschiedlichen Teile des neuen Museumskomplexes werden durch große, pyramidale Glasdächer verklammert. Von der Straße vor dem Eingang zum ehemaligen Fogg-Museum aus betrachtet, sind der Anbau und die voluminösen Glasdächer kaum zu sehen, so dass aus dieser Perspektive der Charakter des historischen Gebäudes erhalten blieb.

In dem im November 2014 eröffneten Museumskomplex sind die drei Museen der Havard Art Museums untergebracht. Den Sammlungen des Fogg-, Busch-Reisinger- und Arthur M. Sackler-Museums steht nun eine um 40 % vergrößerte Ausstellungsfläche zur Verfügung.

Sammlungen

In dem Sammlungen gibt es etwa 250.000 Kunstwerke aus Europa, Nordamerika, Afrika, dem Mittleren Osten, Südasien, Ostasien und Südostasien und von der Antike bis in die Gegenwart.

Das Museum beherbergt unter anderem das Gemälde Die roten Pferde von Franz Marc, das 1937 im Folkwangmuseum in Essen beschlagnahmt wurde.

Direktoren Charles Herbert Moore: 1896–1909 Edward W. Forbes: 1909–1944 John Coolidge: 1948–1968 Agnes Mongan: 1968–1971 Daniel Robbins: 1972–1974 Seymour Slive: 1975–1984 Edgar Peters Bowron: 1985–1990 James Cuno: 1991–2002 Thomas W. Lentz: 2003–2015 Martha Tedeschi: 2016– gegenwärtig

Kuratoren (Auswahl) Kuno Francke, 1903–1930 Charles Kuhn, 1930–1968 Peter Nisbet Lynette Roth

Weblinks

Einzelnachweise

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