Adela Florow (* 19. November 1961 in Sofia) ist eine deutsche Schauspielerin, Hörspiel- und Synchronsprecherin.

Leben Adela Florow absolvierte von 1981 bis 1984 die Schauspielschule Zerboni. Ihr Bühnendebüt gab sie noch während ihrer Ausbildungszeit, abgerufen am 25. Dezember 2017, 1983 spielte sie an der Kleinen Bühne Schwabing die Titelfigur in Das Tagebuch der Anne Frank, 1984 gastierte sie als Eve in Heinrich von Kleists Lustspiel Der zerbrochne Krug am Theater an der Rott in Eggenfelden. Weitere Stationen ihrer Theaterlaufbahn waren unter anderem das Theater Augsburg, die Landesbühne Hannover, das Stadttheater Bern, die Komödie am Kurfürstendamm, das Theater am Dom sowie Bühnen in München, dort die Komödie im Bayerischen Hof, die Kleine Komödie am Max II, das Theater Fisch&Plastik, das Münchner Volkstheater und das Theater44. Wiederholt tritt Florow auch bei Festspielen auf, so bei den Kreuzgangspielen Feuchtwangen, den Burgfestspielen Mayen und den Luisenburg-Festspielen bei Wunsiedel.

Weitere bekannte Rollen Florows waren das Gretchen im Urfaust von Johann Wolfgang von Goethe, Amalia von Edelreich in Friedrich Schillers Räuber, die Titelfiguren in Emilia Galotti von Gotthold Ephraim Lessing (in einer Tournee-Inszenierung unter der Regie von Christian Quadflieg) und Romeo und Julia von William Shakespeare sowie die Recha in Lessings Nathan der Weise und Elisabeth von Valois im Don Karlos von Schiller.

Seit Mitte der 1980er-Jahre arbeitet Florow auch sporadisch vor der Kamera. Neben Gastrollen in Serien war sie in Einspielfilmen von Aktenzeichen XY … ungelöst zu sehen. In loser Folge verkörpert sie seit einiger Zeit die Figur der Dorothea Huber als Sekretärin des Gantinger Bürgermeisters (dargestellt von Jürgen Tonkel) in der Serie Die Rosenheim-Cops.

Daneben war Florow eine Zeit lang für den Hörfunk und in der Synchronisation tätig, auch wurde von ihr Arthur Schnitzlers Novelle Fräulein Else als Hörbuch eingelesen.

Adela Florow ist mit ihrem Schauspielkollegen Norbert Heckner verheiratet. Das Paar hat einen gemeinsamen Sohn, Benjamin, und lebt in München.

Filmografie (Auswahl) 1985: Die Krimistunde (Fernsehserie, Folge 16, Episode: „Polizist für einen Tag“) 1995: Der Alte – Diesmal war es Mord 1995: So ist das Leben! Die Wagenfelds 1996: Der Mann ohne Schatten – Alte Gewohnheiten 1999: Aus heiterem Himmel – Freier Fall 2007: Der Alte – Stumme Zeugin 2008: Ihr Auftrag, Pater Castell – Die Leiche im Karlsgraben 2009: Die Rosenheim-Cops – Urlaubsreise in den Tod 2009: Ein Haus voller Töchter 2012: Der Alte – Die Stunde des Jägers seit 2015: Die Rosenheim-Cops (als Dorothea Huber) 2020: Frühling – Genieße jeden Augenblick 2023: Wir haben einen Deal

Hörspiele (Auswahl) 1988: Ein Haus in der Pampa – Autor: David José Kohon – Regie: Heinz Dieter Köhler 1991: Nie mehr Vivaldi – Autor: Hans Nerth – Regie: Joachim Sonderhoff 1993: G.F.R.G. – GmbH für religiöse Gründungen – Autor: Carl Einstein – Regie: Ulrich Gerhardt 1994: Grammatik der Träume – Autorin: Zuzana Jánska – Regie: Jaroslav Rozsival 1994: 99 Sprüche über das Leben – Autor: Andreas Goetz – Regie: Klaus Mehrländer 1995: Hasenkatz – Autorin: Sigrid Lehrke – Regie: Leonhard Huber 1996: Rede. Schrift. Lesarten. Ingeborg Bachmann – Autorin: Renate Wollowski – Regie: Bernhard Jugel 1998: Deadline – Autor: Heiner Grenzland – Regie: Heiner Grenzland und Bernhard Jugel 1998: Miss Lizzie – Autor: Walter Satterthwait – Regie: Irene Schuck 1999: Dunkler Grund – Autorin: Anne Perry – Regie: Marina Dietz 2000: High Fidelity – Autor: Nick Hornby – Regie: Ulrich Lampen und Mark Ginzler 2000: Nachts an den Feuern – Calamity Jane – Autorin: Calamity Jane – Regie: Walter Adler 2001: Mr. Peters’ Verbindungen – Autor: Arthur Miller – Regie: Klaus Mehrländer 2002: Sardischer Wind – Autor: Nikolai von Michalewsky – Regie: Erwin Weigel 2003: Drei Kinder und ein Stern – Autorin: Luise Rinser – Regie: Justina Buddeberg-Mosz und Sieghart Fieber 2004: Willibald fährt im Bus zur Schule – Autor: Rudolf Herfurtner – Regie: Justina Buddeberg-Mosz 2004: Ein Junggeselle – Autor: Emmanuel Bove – Regie: Norbert Schaeffer 2005: Wohin die Krähen fliegen – Autorin: Ann-Marie MacDonald – Regie: Walter Adler 2006: Der Affe – Autorin: Katja Reinicke – Regie: Thomas Leutzbach

Hörfunk-Features / -Dokumentationen (Auswahl) 2001: Das kleine Mädchen und der große Held – Aus dem Briefwechsel von Marie Hannes und Karl May – Autor: Thomas Gaevert – Bayern2Radio – Geschichte und Geschichten, 25 Min.

Synchronarbeiten (Auswahl) 1985: Claudia Venturini als junge Oriana in Haus der Erinnerungen 1991: Kateřina Brožová als Carolina in Prinzessin Fantaghirò 1992: Kateřina Brožová als Carolina in Prinzessin Fantaghirò II 2000: Judy Greer als Erin in Was Frauen wollen 2002: Judy Greer als Kellnerin Alice in Adaption – Der Orchideen-Dieb 2003: Lacey Chabert als Jenny in Der Kindergarten-Daddy 2003: Mamiko Noto als Kiyoko in Tokyo Godfathers

Weblinks Das kleine Mädchen und der große Held...

Einzelnachweise

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