Das Kommando Gebirgskampf wurde im Zuge der Bundesheerreform 2016 aus den Verbänden der 6. Jägerbrigade gebildet. Ihm waren mehrere Bataillone und Einheiten unterschiedlicher Waffengattungen in Tirol, Kärnten und im Salzburg unterstellt. Das Kommando des Verbandes befand sich in Absam. Zum 1. Oktober 2018 wurde das Kommando aufgelöst und in die 6. Gebirgsbrigade überführt.
Geschichte Als Konsequenz der Flüchtlingskrise 2015 kam es beim Bundesheer einerseits zu einer Aufstockung der Verbände und andererseits zu einer weiteren Spezialisierung und Neugliederung.Die neuen Strukturen des Bundesheeres, Webseite www.bundesheer.at, abgerufen am 24. Dezember 2017 Für die ehemalige 6. Jägerbrigade hatte dies zur Folge, dass sie im Rahmen dieser Reform in das Kommando Gebirgskampf übergeführt wurde.
Dem dadurch neu entstandenen Verband wurde folgendes Aufgabengebiet im Auftragsspektrum des Bundesheeres zugeordnet:Quelle=Kommando Gebirgskampf, Webseite www.bundesheer.at, abgerufen am 25. Dezember 2017
Aufgrund dieser Spezialisierung auf Einsätze im Gebirge erfolgte im Zuge der Überführung die Unterstellung des Tragtierzentrums in Hochfilzen und des Gebirgskampfzentrums in Saalfelden.Tragtierzentrum in Hochfilzen ist einsatzbereit, Webseite www.bundesheer.at, abgerufen am 25. Dezember 2017Das Gebirgskampfzentrum Saalfelden stellt sich vor, Webseite www.bundesheer.at, abgerufen am 25. Dezember 2017
Im Gegenzug wurde das bisher der 6. Jägerbrigade unterstellte Jägerbataillon 23 dem Militärkommando Vorarlberg zugeordnet. Das ebenfalls unterstellte Stabsbataillon 6 wurde aufgelöst, ein Großteil der Mannschaft trat zum neu aufgestellten Jägerbataillon 6 über, das in Innsbruck stationiert und direkt dem Militärkommando Tirol unterstellt ist.Traditionstag des Jägerbataillons 6, Webseite www.bundesheer.at, abgerufen am 25. Dezember 2017
Gliederung Das Kommando Gebirgskampf hatte folgende Gliederung: Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport in Wien Kommando Landstreitkräfte in Wien Streitkräfteführungskommando in Graz Kommando Gebirgskampf Jägerbataillon 24 in Lienz Jägerbataillon 26 in Spittal an der Drau Pionierbataillon 2 in Wals-Siezenheim Tragtierzentrum Hochfilzen in Hochfilzen Gebirgskampfzentrum in Saalfelden
Rolle des Gebirgskampfzentrums im europäischen Verbund Im Zuge der Zentralisierung der Waffenschulen des Bundesheeres zur Heerestruppenschule wanderte 2008 die in der Anton-Wallner-Kaserne in Saalfelden untergebrachte Jägerschule ins Burgenland ab.Kommando GebirgskampfHeerestruppenschule: Schulzentrum des Österreichischen Bundesheeres, Webseite www.bundesheer.at, abgerufen am 25. Dezember 2017 Stattdessen erfolgte die Errichtung eines Gebirgskampfzentrums in Saalfelden, in der nicht nur Soldaten des Bundesheeres, sondern auch Spezialisten befreundeter Ländern für den Gebirgskampf geschult werden.Kommando Gebirgskampf, Webseite www.bundesheer.at, abgerufen am 25. Dezember 2017
Eine besondere Aufwertung erhielt diese Einrichtung 2012 als Österreich im Rahmen der EU-weiten Initiative Pooling & Sharing (P&S) Mountain Training Initiative or MTI eine Führungsrolle bei der militärischen Ausbildung von Hochgebirgseinheiten verschiedener EU-Staaten einnahm,, Webseite www.mti.bmlvs.gv.at, abgerufen am 25. Dezember 2017 wobei sich speziell mit der deutschen Bundeswehr eine enge Zusammenarbeit entwickelte.
Mit der durch die Bundesheerreform 2016 weiter vorangetriebene Spezialisierung des Bundesheeres war es daher naheliegend das Gebirgskampfzentrum dem neugeschaffenen Kommando Gebirgskampf zu unterstellen.
Bewaffnung und Ausrüstung Der Großverband, der mit einer Brigade vergleichbar ist, verfügte über Pionier- und Gebirgsjägereinheiten, welche über folgende Bewaffnung verfügen:
Maschinengewehr 74 Sturmgewehr 77 Scharfschützengewehr 69 Pistole 80 Panzerabwehrrohr 66/79 Schwerer Granatwerfer 86 Panzerabwehrlenkwaffe 2000
Kommandanten Oberst dG Wolfgang WeichselbergerVillacher wird Kommandant der Gebirgskampftruppe, Webseite www.5min.at, abgerufen am 25. Dezember 2015 2017–2018
Siehe auch Liste der österreichischen Brigadekommandanten (Bundesheer – 2. Republik)
Weblinks Artikel über den Verband auf der Website des Bundesheeres
Einzelnachweise
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