mini|hochkant|Grabplatte mit Darstellung Friedrich von Britzke, Dom zu Brandenburg.
Friedrich von Britzke († 26. März 1515) war Propst des Doms zu Brandenburg.
Leben und Wirken Friedrich von Britzke stammte aus Berlin. 1477 war er in Leipzig Student. 1496 wurde er als Dechant des Domkapitels Lebus beschrieben. Friedrich von Britzke wurde am 4. Juli 1506 der erste Propst des Brandenburger Doms nach der Transmutation des Domstift zu einem weltlichen. 1507 wurde das gemeinsame Leben im Prämonstratenserkonvent aufgegeben. Erst am 16. Juni 1508 wurde Friedrich von Britzke von Papst Julius II. im Amt bestätigt. Britzke stand in KontaktArmin Kohnle, Manfred Rudersdorf (Hrsg.): Briefe und Akten zur Kirchenpolitik Friedrichs des Weisen und Johannes des Beständigen 1513 bis 1532. Band 1 (1513 - 1517), Auflage-Online-Ressource, Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2017, S. 140. Nr. 116. mit dem Priester Paul Penckau, der in jener Zeit als kirchlicher Unruhestifter galt.
Friedrich von Britzke wurde nach seinem Tod im Dom beigesetzt.Wolfgang Schößler: Regesten der Urkunden und Aufzeichnungen im Domstiftsarchiv Brandenburg. Teil 2: 1488-1519/1545. Auflage-Online-Ressource, BWV-Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2009, S. 451. Später wurde seine Grabplatte an der Südwand des Querhauses aufgestellt. Die Reliefplatte ist relativ abgetreten, zeigt Friedrich im Ornat mit Kelch. Weiterhin ist das Familienwappen (drei Pfeile) der brandenburgischen Familie von Britzke dargestellt.Renate Johne: Die Bischofsgräber – Brandenburger Bischöfe im Spiegel ihrer Grabplatten. Förderverein „Dom zu Brandenburg“ (Hrsg.), Druckhaus Köthen, Brandenburg an der Havel 2005, ISBN 3-936303-02-9, S. 83.
Nach dem Genealogen J. F. Gauhe soll ihm in der Funktion des Domprobstes mit Siegmund Brietzke ein Bruder nachgefolgt sein.Derselbe: Johann Friedrich Gauhe: Des Heil. Röm. Reichs genealogisch-historisches Adels-Lexicon. Johann Friedrich Gleditsch, Leipzig 1740, S. 254 f.
Literatur Der Propst Friedrich Britzke. 1515. In: M. Heffter: Wegweiser durch Brandenburg und seine Alterthümer. Verlag Adolph Müller, Brandenburg a.H. 1850, S. 41. 1514. Jan. Rome. m. Friedrich Brietzke zu Brandenburg, In: Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis (CdB). Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Geschichtsquellen für die Geschichte der Mark Brandenburg und ihrer Regenten. Chronologisches Register: Band II (1415 - 1751), G. Reimer, Berlin 1869, S. 477. Propst Friedrich von Britzke († 26. März 1515), In: Rudolf Bergau, Richard Schillmann: Inventar der Bau- und Kunstdenkmäler in der Provinz Brandenburg Verlag Vossische Buchhandlung, Berlin 1885, S. 235. Friedrich (von) Britzke, aus Berlin, In: Gustav Abb, Gottfried Wentz: Die Bistümer der Kirchenprovinz Magdeburg. Band 1: Das Bistum Brandenburg. In: Germania Sacra-Erste Abteilung. Hrsg. Kaiser-Wilhelm-Institut für Geschichte, Walter de Gruyter & Co., Berlin/Leipzig 1929, S. 119.
Einzelnachweise
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