Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 1964 begannen am 26. März 1964 und endeten am 25. April 1964 mit dem 4:3-Sieg der Toronto Maple Leafs über die Detroit Red Wings. Die Maple Leafs errangen ihren dritten Titel in Folge sowie den insgesamt zwölften der Franchise-Geschichte. Damit zogen sie mit den Canadiens de Montréal als Rekordsieger der Trophäe gleich, die jedoch direkt die beiden folgenden Playoffs siegreich gestalteten und den Titel des Rekordsiegers in der Folge bis heute verteidigen. Zudem markierte das Endspiel 1964 die Wiederauflage des Vorjahres, in denen die Red Wings den Maple Leafs mit 1:4 unterlegen waren, während auch die Begegnungen des Halbfinals denen von 1963 glichen.
Darüber hinaus gingen zum ersten Mal seit der Einführung des Best-of-Seven-Formats im Jahre 1939 alle Playoff-Serien über die volle Distanz von sieben Spielen.
Modus Für die Playoffs qualifizierten sich die vier besten Teams der Liga. Im Halbfinale standen sich der Erste und der Dritte sowie der Zweite und der Vierte der Abschlusstabelle gegenüber. Die jeweiligen Sieger bestritten anschließend das Stanley-Cup-Finale.
Alle Serien wurden dabei im Best-of-Seven-Modus ausgetragen, das heißt, dass ein Team vier Siege zum Weiterkommen benötigte. Das höher gesetzte Team hatte dabei in den ersten beiden Spielen Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselte das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hatte die höher gesetzte Mannschaft in den Spielen 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil.
Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden blieben, folgte die Overtime. Sie endete durch das erste erzielte Tor (Sudden Death).
Qualifizierte Teams (1) (2) (3) (4)
Playoff-Baum
Halbfinale (1) Canadiens de Montréal – (3) Toronto Maple Leafs
(2) Chicago Black Hawks – (4) Detroit Red Wings
Stanley-Cup-Finale (3) Toronto Maple Leafs – (4) Detroit Red Wings
Stanley-Cup-Sieger Stanley-Cup-Sieger80px|Logo der Toronto Maple LeafsToronto Maple Leafs Torhüter: Johnny Bower, Don Simmons
Verteidiger: Al Arbour, Bobby Baun, Carl Brewer, Larry Hillman, Tim Horton, Allan Stanley
Angreifer: Chief Armstrong (C), Andy Bathgate, Gerry Ehman, Billy Harris, Red Kelly, Dave Keon, Ed Litzenberger, Frank Mahovlich, Don McKenney, Jim Pappin, Bob Pulford, Eddie Shack, Ron Stewart Cheftrainer & General Manager: Punch Imlach Kent Douglas wurde nicht auf dem Stanley Cup verewigt, obwohl er mehr als die Hälfte der Spiele der regulären Saison absolvierte und somit nach heutigen Maßstäben automatisch qualifiziert gewesen wäre.
Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/− = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Bestwert Spieler Team GP G A Pts +/− PIM Gordie Howe Detroit 14 9 10 19 −2 16 Norm Ullman Detroit 14 7 10 17 +1 6 Frank Mahovlich Toronto 14 4 11 15 ±0 20 Chief Armstrong Toronto 14 5 8 13 +7 10 Red Kelly Toronto 14 4 9 13 −2 4 Don McKenney Toronto 12 4 8 12 +2 0 Alex Delvecchio Detroit 14 3 8 11 −5 0 Dave Keon Toronto 14 7 2 9 +5 2 Andy Bathgate Toronto 14 5 4 9 −4 25 Stan Mikita Chicago 7 3 6 9 −1 8
Beste Torhüter Die kombinierte Tabelle zeigt die jeweils drei besten Torhüter in den Kategorien Gegentorschnitt und Fangquote sowie die jeweils Führenden in den Kategorien Shutouts und Siege.
Abkürzungen: GP = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), W = Siege, L = Niederlagen, GA = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GAA = Gegentorschnitt; Fett: Bestwert; Sortiert nach Gegentorschnitt.Erfasst werden nur Torhüter mit 120 absolvierten Spielminuten. Spieler Team GP Min W L GA SO Sv% GAA Johnny Bower Toronto 14 849:35 8 6 30 2 93,5 2,12 Charlie Hodge Montréal 7 420:00 3 4 16 1 92,6 2,29 Roger Crozier Detroit 3 126:26 0 2 5 0 91,4 2,37
Weblinks Stanley-Cup-Playoffs 1964 auf hockey-reference.com Alle Boxscores der Playoffs auf bigmouthsports.com (PDF-Dokument, 1060 kB)
#1964 Kategorie:Eishockeyveranstaltung 1964