mini|hochkant|Darstellung von Heinrich Vritzen auf seiner Grabplatte im Dom zu Brandenburg mini|hochkant|Vollständige Grabplatte aus dem späten 14. Jahrhundert. Heinrich Vritzen (auch Heyne Vrittze oder Heinrich Vritze) († 1380 oder späterR. Begau (Hrsg.): Inventar der Bau- und Kunst-Denkmäler in der Provinz Brandenburg, im Auftrage des Brandenburgischen Provinzial-Landtages, Vossische Buchhandlung, Berlin 1885, Nachdruck erschienen im Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2012, ISBN 978-3-88372-030-2, S. 231.) war Laienbruder. Von ihm ist im Dom zu Brandenburg seine Grabplatte mit seiner Darstellung gut erhalten. Sie ist ein Beispiel bürgerlicher Sepulkralkultur des 14. Jahrhunderts.
Leben und Wirken Heinrich Vritzen wurde in mehreren Urkunden genannt. Er war Bürger der Stadt Treuenbrietzen. Laut einer Urkunde vom 23. Juni 1370 stiftete er zu seinem Seelenheil nach seinem Tod 40 Schock Breite Groschen, zwei Häuser und vier Morgen Weideland. Zwei Drittel der Erträge dieser Güter sollten die Patrone der Kirchen St. Marien und St. Nikolai zweimal jährlich an Arme verteilen.Wolfgang Schössler (Hrsg.): Regesten der Urkunden und Aufzeichnungen im Domstiftsarchiv Brandenburg: 948–1487, Böhlau, 1998, ISBN 978-3-8305-0189-3, S. 188 f.
Die Grabplatte Heinrich Vritzen wurde als Laienbruder nach seinem Tod im südlichen Querschiff des Brandenburger Doms beerdigt. Seine gut erhaltene Grabplatte ist die einzige eines Laienbruders im Dom. Sie zeigt in einer Ritzzeichnung Heinrich Vritzen betend mit Laientracht und ohne Kopfbedeckung. Das genaue Todesdatum ist nicht vermerkt, sodass davon ausgegangen wird, dass die Grabplatte bereits vor dem Ableben Heinrichs angefertigt wurde.Renate Johne: Die Bischofsgräber - Brandenburger Bischöfe im Spiegel ihrer Grabplatten. Förderverein „Dom zu Brandenburg“ (Hrsg.), Druckhaus Köthen, Brandenburg an der Havel 2005, ISBN 3-936303-02-9, S. 73. Laut Inschrift soll Heinrich Vritzen bekehrt worden sein.M. Heffter: Wegweiser durch Brandenburg und seine Alterthümer. Adolf Müller, Brandenburg 1850, S. 36. Die Bezeichnung als conversus war zu jener Zeit üblich für alle, die sich einer monastischen Regel, etwa der Benediktsregel, unterwarfen.
Die Inschrift des Grabsteins lautet:
Einzelnachweise
Kategorie:Person des Christentums (Brandenburg an der Havel) Kategorie:Person (Mark Brandenburg) Kategorie:Geboren im 13. oder 14. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1380 Kategorie:Mann