Gourdon ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Saône-et-Loire in der Region Bourgogne-Franche-Comté (vor 2016 Bourgogne); sie gehört zum Arrondissement Autun (bis 2017 Chalon-sur-Saône) und ist Teil des Kantons Blanzy (bis 2015 Mont-Saint-Vincent). Die Einwohner werden Gourdonnais genannt.
Geografie Gourdon liegt etwa dreißig Kilometer südsüdöstlich von Autun. Umgeben wird Gourdon von den Nachbargemeinden Marigny im Norden, Mont-Saint-Vincent im Osten, Mary im Südosten, Le Rousset im Süden, Saint-Romain-sous-Gourdon im Westen und Südwesten, Saint-Vallier im Westen und Nordwesten sowie Blanzy im Nordwesten.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1936 1954 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011 2016 2022Einwohner 804 780 681 644 798 819 802 871 879 883 912 891 Quelle: Cassini und INSEE Sehenswürdigkeiten mini|links|Kirche Notre-Dame-de-l’Assomption Kirche Notre-Dame-de-l’Assomption aus dem 11. Jahrhundert, Monument historique Hortfund von Gourdon aus der Merowingerzeit (um das 6. Jahrhundert) mit zahlreichen Goldobjekten (u. a. Kelch), heute in der Nationalbibliothek Paris (Medaillenkabinett) aufbewahrt Schloss Les Puits aus dem 17./18. Jahrhundert
Schatz von Gourdon mini|links|Patene und Kelch aus dem Schatz von Gourdon Der Schatz von Gourdon ist eine Sammlung von Goldschmiedearbeiten und Münzen, die 1845 entdeckt wurden und im Medaillenkabinett der französischen Nationalbibliothek aufbewahrt werden. Er besteht aus einem Kelch, einer Cloisonné-Goldpatene mit Emails und Granaten sowie hundert Goldmünzen, die eine Datierung in die Merowingerzeit (Ende des 5. oder Anfang des 6. Jahrhunderts) erlauben.
Literatur
Jens Reiche: Architektur und Bauplastik in Burgund um 1100. Die Kirchen von Gourdon und Mont-Saint-Vincent (= Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte. Band 12). Imhof Verlag, Petersberg 2002.
Weblinks
Kategorie:Ort in Bourgogne-Franche-Comté