mini|Kirche und Kloster in der Altstadt Das Stift St. Vinzenz war ein Kloster der Prämonstratenser in Breslau. Es befand sich seit dem 12. Jahrhundert im Stadtteil Elbing auf der Dominsel und wurde 1530 in das bisherige Franziskanerkloster in der Altstadt verlegt. 1810 wurde es säkularisiert.
Geschichte mini|hochkant|links|Portal der ehemaligen Stiftskirche auf dem Elbing (in einem neuen Gebäude) Benediktinerabtei Um 1140 wurde eine Abtei von Benediktinern auf dem Elbing errichtet. Gründer war der Magnat Peter Wlast, die Mönche kamen aus der Abtei Tyniec.
Prämonstratenserstift in Elbing mini|Fragment des Tympanons auf dem Elbing Um 1180 übernahmen Prämonstratenser-Chorherren das Kloster, wahrscheinlich auf Initiative des Herzogs Bolesław I. Erster Abt war Cyprian, der 1193 erwähnt wurde. Das Stift entwickelte sich und erhielt umfangreichen Grundbesitz.
Prämonstratenserstift in der Altstadt 1530 wurde das Stift in das vormalige Jakobskloster der Franziskaner in der Breslauer Altstadt verlegt. Die Bauten auf dem Elbing außerhalb der Stadt wurden abgetragen, weil der Magistrat von Breslau aus Furcht vor den Türken, die 1529 Wien belagerten, alle möglichen Stützpunkte für Angreifer außerhalb der Stadtmauern zerstören ließ. Am 10. Januar 1530 wurde das Jakobskloster notariell den Prämonstratensern überschrieben.Lucius Teichmann: Die Franziskanerklöster in Mittel- und Ostdeutschland 1223–1993 (ehemaliges Ostdeutschland in den Reichsgrenzen von 1938). (= Studien zur katholischen Bistums- und Klostergeschichte, 37) Benno Verlag, Leipzig 1995, S. 56. Am 14. Januar 1530 zog der Abt mit 14 Brüdern, begleitet vom Breslauer Stadtrat, ins Jakobskloster um, dessen Kirche am 7. Juni 1530 durch den Breslauer Weihbischof Heinrich von Füllstein dem hl. Vinzenz umgewidmet wurde. Die Franziskaner erhielten das Kloster an St. Dorothea, das von den Augustinern gerade verlassen worden war, weil sie sich der Reformation zugewandt hatten. Jedoch starb das Franziskanerkloster aus ähnlichen Gründen ebenfalls bis 1534 aus.Chrysogonus Reisch: Geschichte des Klosters und der Kirche St. Dorothea in Breslau nach meist ungedruckten Quellen. Verlag von Görlich & Coch (Rudolf Sprick), Breslau 1908, S. 63.
1810 wurde das Stift St. Vinzenz im Rahmen der Säkularisation aufgelöst.
Quellen Necrologium monasterii S. Vincentii Wratislaviensis (= Nekrologium des Klosters St. Vinzenz in Breslau). 13. bis 16. Jahrhundert, (Handschriften und Literatur).
Literatur Franz Xaver Görlich: Urkundliche Geschichte der Prämonstratenser und ihrer Abtei zum heiligen Vinzenz vor Breslau. Breslau 1836.(Digitalisat).
Einzelnachweise
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