Johann Leopold Abel (englisch John Abel; * 23. Juli 1795 in Ludwigslust, Mecklenburg-Schwerin; † 6. Oktober 1871 in CharltonTodesdatum und -ort nach England & Wales, National Probate Calendar (Index of Wills and Administrations), 1858-1995, abgerufen über ancestry.com am 30. Juli 2020) war ein deutsch-britischer Komponist, Pianist, Violoncellist, Geiger und Musikpädagoge.

Leben Johann Leopold Abel war ein Sohn des Hofmusicus am Schloss Ludwigslust August Christian Andreas Abel (1751–1834) und dessen Frau Johanna Sophia Friderica, geb. Hein(t)z, Großneffe von Carl Friedrich Abel und Enkel von Leopold August Abel. Sein älterer Bruder war Friedrich Ludwig Abel. Beide Geschwister erhielten von ihrem Vater von früher Kindheit an Violin- und Klavierunterricht. Als Wunderkinder gingen sie mit ihrem Vater auf eine finanziell nicht erfolgreiche Konzerttournee durch Norddeutschland. Johann Leopold spielte dabei Klavier und Violine und später Violoncello. Ostern 1814 schrieb er sich zum Studium der Theologie an der Universität Rostock ein.Eintrag im Rostocker Matrikelportal Danach war er eine Zeitlang als Hauslehrer tätig.

Eine einsetzende Trigeminusneuralgie (tic douloureux)John Weeks Moore (Lit.) brachte ihn dazu, 1819 alles aufzugeben und zu seinem Bruder nach Savannah in den Vereinigten Staaten zu reisen. Die Neuralgie verschwand, aber die im folgenden Jahr grassierende Gelbfieber-Epidemie, der sein Bruder zum Opfer fiel, bewog ihn, weiter nach London zu ziehen. Hier traf er Johann Baptist Cramer, einen Schüler seines Onkels, der ihn unterstützte und ihm Türen in London öffnete. Auch Johann Georg Graeff nahm sich seiner an.

1824 heiratete er in Newington (London) Louise Hopkins. Ihr gemeinsamer Sohn war der Chemiker Frederick Augustus Abel. Der englische Dichter Robert Browning war einer seiner Klavierschüler. Werke (Auswahl) Four new waltzes for the piano forte [Vier neue Walzer für das Pianoforte]. I The Vienna Congress waltz [Wiener-Kongress-Walzer] II Á la militaire III Il zefiretto IV Á la Pastorale. Gedruckt von der Royal Harmonic Institution, London, um 1822 La speranza. Introduction and Rondo for the pianoforte. [Die Hoffnung. Introduktion und ondo für das Pianoforte]. Veröffentlicht bei Boosey and Co., 1824. Das Werk ist der Pianistin Elisabeth Bisset, einer Schülerin Johann Baptist Cramers, gewidmet. Variationen und Rondo all Polacca zu einem Theme aus La gazza ladra von Gioacchino Rossini, publiziert bei Goulding und D’Almaine, Soho Square, London, 1830 Das Thema ist das Thema eines Marsches in c-moll aus der Oper. Darauf folgen vier Variationen und ein Rondo. Brilliant Rondo für Klavier op. 2, publiziert bei Goulding und D’Almaine, Soho Square, London, 1831 Notturno in B-Dur, publiziert bei Duff, Cramer & Co., 1832 Sonnet to Sleep, Canzonette, Text: E. L. Montagu. Der Text beruht auf dem Briefwechsel Peter Abelards mit Heloisa. Impromptu for the piano-forte, on the air „Say could I live“ from Barnett's grand opera, „The Mountain Sylph“, 1836 Fantasia on themes from John Barnett's grand opera „Fair Rosamond“ für Klavier, publiziert bei Cramer, Addison & Beale, 1837 Introduzionè e capriccio on the „Yager chorus“ from William Michael Rooke's opera „Amilie“, London, 1838 „The Better Land“. [Das bessere Land]. Incipit: „I hear thee speak“ [Ich hör dich reden] Text: F. Hemans, Text der deutschen Fassung: A.H. Engelbach, London, um 1840 The Parting Hour, Ballad, Text: Mrs. F. Cleobury, Cramer Addison & Beale, LondonThe Parting Hour als Digitalisat in The Nineteenth Century American Sheet Music Collection der University of North Carolina at Chapel Hill

Literatur John Weeks Moore: Complete Encyclopædia of Music: Elementary, Technical, Historical, Biographical, Vocal, and Instrumental. Boston: Lewett 1854, S. 12f (s.v. J. E. Abel [sic!])

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