mini|hochkant=1|Der Flötenspieler, Wiesbaden mini|„Der Flötenspieler“, Bremen mini|„Kinder auf Stelzen“, Bremen mini|„Elch“, Bremen-Kattenesch Walter Wadephul, vollständig: Willy Walter Johannes Wadephul (* 11. Mai 1901 in Putzar, Landkreis Anklam; † 10. Juni 1968 in Bremen)Staatsarchiv der Freien Hansestadt Bremen, 27. Dezember 2017 war ein deutscher Bildhauer.
Biografie Wadephul wurde als Sohn von Karl Wadephul und Luise geb. Kuhnke geboren und studierte Bildhauerei in München, Berlin und BreslauInternetseite der Landeshauptstadt Wiesbaden bei den Lehrern Bernhard Bleeker und Fritz Klimsch.Tanja Fröb im Kalender des SPD-Ortsvereins Wiesbaden-Nord, 2015 Den größten Teil seines Lebens verbrachte er in Bremen, wohin er im Jahr 1951 gezogen war. Dort steht auch ein Großteil der von ihm geschaffenen Werke. Wadephul lebte in seinen letzten Lebensjahren im Evangelischen Diakonissenhaus in Bremen und fand seine letzte Ruhestätte auf dem Waldfriedhof Blumenthal.
Wadephul war evangelisch und verheiratet mit Margarete Sophie Olga Auguste Voss (1913–1999), mit der er drei Kinder hatte.
Werk Sein Werk besteht zum großen Teil aus Skulpturen aus Bronzeguss und Beton, die im öffentlichen Raum bzw. als Beiträge zum Kunst am Bau an öffentlichen Gebäuden stehen, vor allem auf Pausenhöfen und Spielplätzen von Schulen und Kindertagesstätten.Werke von Walter Wadephul in: Kunst im öffentlichen Raum Bremen
1937 wurden in der Nazi-Aktion „Entartete Kunst“ aus dem Schlesischen Museum der Bildenden Künste Breslau und der Kunstsammlungen der Stadt Breslau im Schlossmuseum seine Plastiken „Stehender Akt“ (Bronze), „Büste des Führers“ (Gips) und „Sitzender weiblicher Akt“ beschlagnahmt und zerstört,Datenbank zum Beschlagnahmeinventar der Aktion "Entartete Kunst", Forschungsstelle "Entartete Kunst", FU Berlin mutmaßlich wegen ihres expressiven Stils.
Er war Mitglied der NSDAP seit dem 1. Mai 1933 mit der Mitgliedsnummer 1942694.
Bewertung des Werks In seinen Kunstwerken herrscht eine reduzierte Formensprache vor, die zum Minimalismus tendiert. Alle dargestellten Details werden auf das Grundlegende zurückgeführt.Tanja Fröb im Kalender des SPD-Ortsvereins Wiesbaden-Nord, 2015
Kunst im öffentlichen Raum BremenKunst im öffentlichen Raum Bremen 1958: Brunnenplastik 1958: Die Schreitende 1961: Henne und Hahn 1962: Elch 1963: Der Flötenspieler 1965: Kinder auf Stelzen 1968: Kinder mit Vogel 1969: Zwei Jungen mit Drachen
WiesbadenInternetseite der Landeshauptstadt Wiesbaden 1965: Der Flötenspieler
sonstige Orte 1968: Wadephulbrunnen in LippehneWeser-Kurier Nr. 137 vom 12. Juni 1968
verlorene Kunstwerke Pfeiler im Eingangsbereich des mittlerweile abgerissenen Bremer Zentralbads Patschkau/Schlesien – Kriegerdenkmal 1914–18
Einzelwerke Bronzene Taufschale, Evangelische Thomas-Gemeinde, BremenInternetseite der ev. Thomas-Gemeinde, Bremen Blumenthaler Ehrenmal (Holzrelief)Bremer Bürgerzeitung Nr. 24 vom 15. Juni 1968 Bildbüste des Politikers August Hagedorn Porträtbüste Gerhart Hauptmanns im Auftrag der Stadt Breslau, 1932
Literatur
Detlef Witt: Wadephul, Walter (1901–1968) Bildhauer. In: Dirk Alvermann, Nils Jörn (Hrsg.): Biographisches Lexikon für Pommern. Bd. 1, Böhlau Verlag, Köln u. a. 2013 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern. Reihe V, Band 48,1), ISBN 978-3-412-20936-0, S. 264–268.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer der Moderne Kategorie:Bildhauer (Bremen) Kategorie:Träger des Rompreises Villa Massimo Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1901 Kategorie:Gestorben 1968 Kategorie:Mann