mini|hochkant=1.3|Alfa Romeo T33/2 mini|hochkant=1.3|Ford GT40 mini|hochkant=1.3|Der Howmet TX Continental gab in Daytona sein Renndebüt Das dritte 24-Stunden-Rennen von Daytona, auch Seventh Annual 24 Hours of Daytona, International Road Race, Daytona International Speedway, fand am 3. und 4. Februar 1968 auf dem Daytona International Speedway statt und war der erste Wertungslauf der Sportwagen-Weltmeisterschaft dieses Jahres.
Vor dem Rennen Für die Saison 1968 trat ein neues technisches Reglement in der Weltmeisterschaft in Kraft. Wesentlicher Inhalt war die Reduktion des Motorhubraums der Prototypen auf maximal 3 Liter. Bei den Sportwagen betrug die Obergrenze 5 Liter. Im Laufe der Weltmeisterschaft 1967 hatte es unter den Funktionären des CSI immer mehr Diskussionen über die Höchstgeschwindigkeit der leistungsstärksten Sportwagen-Prototypen gegeben. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans fuhr Bruce McLaren im Training im Ford GT40 Mk.IV einen Schnitt von 236,082 km/h. Im Rennen waren Denis Hulme und Mario Andretti in ihren MK.IV noch um einen Kilometer pro Stunde schneller. Der Siegerschnitt von Dan Gurney und A. J. Foyt betrug 218,038 km/h. 1968 durften die Mk.IV, die einen 7-Liter-Ford-V-Motor hatten, nicht mehr eingesetzt werden. Betroffen von der sehr kurzfristig verkündeten Änderung waren auch die Chaparral 2F und die Lola T70 mit ihren 7-Liter-Chevrolet-Motoren. Besonders hart traf das neue Reglement jedoch die Scuderia Ferrari. Die 330P4 hatten 4,4-Liter-V12-Motoren, waren jedoch als Prototypen homologiert und nicht als Sportwagen. Damit stand der amtierende Weltmeister 1968 ohne Einsatzwagen da.
Das Rennen Porsche bereitete die Reglementänderung keine Probleme. Die in Daytona eingesetzten 907 mit der Langheck-Karosserie hatten 2,2-Liter-Sechszylinder-Boxermotoren. Vier 907 wurden für das Rennen gemeldet, wobei ein Fahrgestell zum Jahreswechsel neu aufgebaut werden musste, nachdem Jochen Neerpasch im Herbst bei Testfahrten einen schweren Unfall hatte. Neben Neerpasch gehörten Jo Siffert, Hans Herrmann, Vic Elford, Gerhard Mitter, Joe Buzzetta, Rolf Stommelen und Jo Schlesser zur Fahrermannschaft. Auch Alfa Romeo kam mit dem Werksteam zur Veranstaltung. Autodelta meldete fünf Fahrzeuge; die Alfa Romeo T33/2 wurden von Udo Schütz, Nino Vaccarella, Mario Andretti, Lucien Bianchi, Mario Casoni, Giampiero Biscaldi, Teodoro Zeccoli, Ignazio Giunti und Nanni Galli gefahren. Ins Rennen gingen nur vier Wagen, da der T33/2 von Giunti/Galli nach einem Unfall bei den Vortests nicht rechtzeitig repariert werden konnte.
John Wyer griff bei den GT40 seines Teams auf die ursprüngliche Konfiguration und damit die 4,7-Liter-Ford-V8-Motoren zurück. Für Jacky Ickx und Brian Redman wurde ein komplett neues Fahrzeug aufgebaut. Paul Hawkins und David Hobbs erhielten einen auf GT40-Spezifikation rückgebauten Mirage M1. Bei den GT40s wirkte sich die vom CSI gewünschte Geschwindigkeitsreduktion nicht aus. Jacky Ickx fuhr eine Pole-Position-Zeit von 1:54,910 Minuten und war damit schneller als Dan Gurney im Mk.II im Jahr davor. Neben ihm in der ersten Reihe stand Teamkollege David Hobbs. Die beiden GT40 bestimmten auch das Tempo in der Anfangsphase des Rennens, doch schon in der dritten Runde musste Hawkins mit seinem GT40 wegen Zündaussetzern die Boxen ansteuern und verlor eine komplette Runde, um ein Zündkabel zu ersetzen. Nach dem Ende der ersten Stunde lagen die beiden Wyer-GT40 an der ersten und sechsten Stelle im Gesamtklassement, dazwischen die vier Porsche.
Als die Nacht einbrach, hatte David Hobbs, der den Wagen von Hawkins übernommen hatte, den GT40 an die zweite Stelle nach vorne gefahren und übernahm die Führung, als Teamkollege Redman den zweiten GT40 wegen Getriebeschadens auf der Strecke abstellen musste. Hobbs und Hawkins behielten die Führung bis Mitternacht, dann begann eine Reihe technischer Probleme, die den Wagen weit zurückwarfen und am Sonntag zum Ausfall führten.
Damit war der Weg zum Sieg für die Porsche frei. Lange führten Siffert und Herrmann ungefährdet, bis eine Halterung am Bremspedal brach und das Team 22 Minuten durch die notwendige Reparatur an der Box verlor. Da griff Rennleiter Fritz Huschke von Hanstein ein und ließ, reglementkonform, Siffert und Herrmann jeweils fünf Runden im Wagen von Neerpasch und Elford fahren. Auch Rolf Stommelen, der nach einem Unfall von Gerhard Mitter (der als einziger Porsche-Fahrer nicht auf dem Podium der ersten drei stand), fuhr fünf Runden im Siegerwagen, sodass fünf Porsche-Fahrer das Rennen gewannen. Absurderweise standen Siffert und Herrmann sowohl als Erste als auch als Zweite auf dem Siegerpodest.
Ergebnisse Schlussklassement Pos. Klasse Nr. Team Fahrer Fahrzeug Runden 1 P 54 Porsche Works Team Vic Elford Jochen Neerpasch Rolf Stommelen Jo Siffert Hans Herrmann Porsche 907 LH 2.2 673 2 P 52 Porsche Works Team Jo Siffert Hans Herrmann Porsche 907 LH 2.2 659 3 P 51 Porsche Works Team Jo Schlesser Joe Buzzetta Porsche 907 LH 2.2 659 4 TA + 2.0 1 Shelby Racing Jerry Titus Ronnie Bucknum Ford Mustang 629 5 P 20 Autodelta S.p.a. Udo Schütz Nino Vaccarella Alfa Romeo T33/2 617 6 P 23 Autodelta S.p.a. Mario Andretti Lucien Bianchi Alfa Romeo T33/2 609 7 P 22 Autodelta S.p.a. Mario Casoni Giampiero Biscaldi Teodoro Zeccoli Alfa Romeo T33/2 594 8 S 34 Raceco-Miami John Gunn Guillermo Ortega Fausto Merello Ferrari 250LM 592 9 TA 2.0 69 Brumos Porsche Peter Gregg Sten Axelsson Porsche 911 589 10 GT 31 DX Sunray Oil Co Jerry Grant Dave Morgan Chevrolet Corvette 586 11 T 2.0 77 Lewis Wiliams Robert Stoddard George Drolsom Marty Gifford Lewis Williams Porsche 911 575 12 T + 2.0 6 Roger Penske Racing Ent. Mark Donohue Bob Johnson Craig Fisher Chevrolet Camaro 565 13 T 2.0 56 Ship Sharpe Maintenance Jim Netterstrom John Kelly John Sabel Porsche 911 565 14 P 3 HRH Corp. Jim McDaniel Glen Sullivan Porsche 911R 562 15 TA 2.0 36 Wilbur Pickett Wilbur Pickett Bill Bean Bill Bencker Porsche 911 545 16 TA + 2.0 68 Bill Boye Bill Boye Billy Yuma Chevrolet Camaro 540 17 TA + 2.0 71 Joie Chitwood Thrill Show Joie Chitwood junior Buzz Barton Richard Hoffman Chevrolet Camaro 536 18 GT 61 Jean-Pierre Hanrioud Jean-Pierre Hanrioud Sylvain Garant Porsche 911S 534 19 TA 2.0 64 Myers Construction Del Russo Taylor Bob Pratt Bruce Myers Brad Brooker Alfa Romeo GTA 533 20 TA 2.0 24 Autodelta S.p.a. Leo Cella Teodoro Zeccoli Giampiero Biscaldi Alfa Romeo GTA 529 21 TA + 2.0 78 Sam Posey Jim Kauffman Ford Mustang 523 22 GT 28 Corvette Racing Associates Ed Ross Craig Pelouze Chevrolet Corvette Roadster 515 23 TA + 2.0 15 Randy’s Auto Body Bob Grossman Bob Dini Ford Mustang 514 24 P 10 Nomad Cars Tony Lanfranchi Mark Konig Nomad MK.1 506 25 GT 29 DX Sunray Oil Co. Peter Revson Don Yenko Chevrolet Corvette Roadster 496 26 TA 2.0 73 Valvoline Opert Racing Fred Opert Joe Grimaldi Porsche 911 471 27 GT 30 DX Sunray Oil Co. Jerry Thompson Tony DeLorenzo Chevrolet Corvette Roadster 470 28 TA 2.0 32 RBM Motors Jack Ryan Pete Harrison Porsche 911 393 29 GT 44 American International Racing Dick Guldstrand Ed Leslie Scooter Patrick Dave Jordan Chevrolet Corvette 373 30 GT 35 Aztec Motor Racing George Waltman Morgan Plus 4 338 Disqualifiziert 31 GT 48 Doyle Poole Doyle Poole Stott Bruce Morehead Triumph TR4A 179 Ausgefallen 32 GT 67 Port of Entry Motors Hugh Kleinpeter Ray Mummery Bruce Hollander Shelby GT350 510 34 S 18 Edward Nelson Racing Edward Nelson Mike Hailwood Ford GT40 507 35 S 9 J. W. Automotive Eng. Paul Hawkins David Hobbs Ford GT40 430 36 P 12 Paul Vestey Racing Paul Vestey Roy Pike Paul Ridgway Ferrari 250LM 264 37 GT 45 American International Racing Scooter Patrick Dave Jordan Herb Caplan Chevrolet Corvette 262 38 TA 2.0 25 Autodelta S.p.a. Enrico Pinto Spartaco Dini Alfa Romeo GTA 235 39 GT 41 Thomas Harris James Rushin Thomas Harris Chris Waldron MGB 226 40 TA 2.0 49 Ike Maxwell Ike Maxwell William Martin Volvo 122S 188 41 P 27 Algar Enterprises Carlo Facetti Giancarlo Baghetti Ove Andersson Lancia Fulvia HF 180 42 TA + 2.0 2 Shelby Racing Allan Moffat Horst Kwech George Follmer Ford Mustang 176 43 GT 43 Cannons Auto Service Carl Schwenker Ara Dube Dana Kelder Triumph TR4A 166 44 GT 57 Rick Cline Rick Cline Michael Pickering Triumph GT6 120 45 TA + 2.0 7 Billy Hagan Billy Hagan John McVeigh Francis Gillebard Mercury Cougar 119 46 P 11 Chevron Cars Digby Martland Brian Classic Chevron B6 118 47 GT 58 Rick Cline Fred Andrews Richard Kondracki Triumph Spitfire 106 48 P 53 Porsche Works Team Gerhard Mitter Rolf Stommelen Porsche 907 LH 2.2 104 49 S 81 N.A.R.T.-Harrah Racing David Piper Masten Gregory Ferrari 250LM 101 50 P 55 Squadra Tartaruga Rico Steinemann Dieter Spoerry Porsche 907 LH 100 51 GT 47 John Cameron Milo Vega John Witt Triumph TR4A 96 52 T + 2.0 65 Starr Racing George Wintersteen Malcolm Starr Ford Mustang 90 53 GT 17 Arthur Mollin Racing Ent. Arthur Mollin Nick Cone TVR Mk.IV 86 54 T 2.0 72 Davidson Enterprises Paul Richards Tony Adamowicz Marvin Davidson Porsche 911T 71 55 S 8 J. W. Automotive Eng. Jacky Ickx Brian Redman Ford GT40 58 56 GT 46 WROD Radio Steven Payne-Herbert Grant Miller Roger Walton Porsche 356B Carrera 2 46 57 P 80 N.A.R.T.-Harrah Racing Pedro Rodríguez Charlie Kolb Ferrari Dino 206S 45 58 GT 42 Coquina Motors Rajah Rodgers Richard Robson Bill Buchman Jaguar XKE 43 59 S 37 William Wonder Inc. William Wonder Ray Cuomo Ford GT40 42 60 TA + 2.0 4 HRH Corp. John Moore Jim Murphy Chevrolet Camaro 34 61 P 76 Howmet Corp. Ray Heppenstall Ed Lowther Dick Thompson Howmet TX Continental 34 62 TA + 2.0 5 Bud Sherk Auto Fair Bud Sherk Billy Diehl Dodge Dart 20 63 P 26 Algar Enterprises Claudio Maglioli Ove Andersson Giancarlo Baghetti Lancia Fulvia Zagato 6 64 TA 2.0 14 Bob Holbert's Garages Bert Everett Bruce Jennings Bob Bailey Porsche 911S 3 Nicht gestartet 65 TA + 2.0 13 Samato Ltd. Smokey Yunick Bruce McLaren Jim Hall Chevrolet Camaro 1 66 S 19 D-K Racing Dale Keenan Dan Torpy James Sutter Chevrolet Corvette 2 67 P 21 Autodelta S.p.a. Nanni Galli Ignazio Giunti Alfa Romeo T33/2 3 68 GT 96 Vince Gimondo John Tremblay Billy Dingman Vince Gimondo Chevrolet Corvette Sting Ray 4 69 P 22T Autodelta S.p.a. Mario Casoni Alfa Romeo T33/2 5 70 EXP 76T Howmet Corp. Ray Heppenstall Ed Lowther Dick Thompson Howmet TX Continental 6
1 vor dem Rennen disqualifiziert 2 nicht gestartet 3 Unfall beim Vortest 4 nicht gestartet 5 Ersatzwagen 6 Turbinenschaden beim Vortest
Nur in der Meldeliste Hier finden sich Teams, Fahrer und Fahrzeuge, die ursprünglich für das Rennen gemeldet waren, aber aus den unterschiedlichsten Gründen daran nicht teilnahmen.
Pos. Klasse Nr. Team Fahrer Chassis 71 TA + 2.0 16 Roger Penske Racing Ent. Craig Fisher Chevrolet Camaro 72 P 50 Hrubon Johnny Rives Philippe Marchesi Hrubon 73 P 51 Marcos Jean-Pierre Jabouille Jean-Claude Guenard Marcos Mini GT 74 TA + 2.0 60 Earle Canavan Earle Canavan Bill Kane Ray Sitterly AMC Javelin 75 TA + 2.0 75 Mastandrea Mar Shipping Norberto Mastandrea Ralph Noseda Chevrolet Camaro 76 S 82 N.A.R.T.-Harrah Racing Ferrari 275 GTB/2
Klassensieger Klasse Fahrer Fahrer Fahrer Fahrer Fahrer Fahrzeug Platzierung im Gesamtklassement P Vic Elford Jochen Neerpasch Rolf Stommelen Jo Siffert Hans Herrmann Porsche 907 LH 2.2 Gesamtsieg S John Gunn Guillermo Ortega Fausto Merello Ferrari 250LM Rang 8 GT Jerry Grant Dave Morgan Chevrolet Corvette Rang 10 TA + 2.0 Jerry Titus Ronnie Bucknum Ford Mustang Rang 4 TA 2.0 Peter Gregg Sten Axelsson Porsche 911 Rang 9 EXP kein Teilnehmer im Ziel
Renndaten Gemeldet: 76 Gestartet: 64 Gewertet: 30 Rennklassen: 6 Zuschauer: unbekannt Wetter am Renntag: kühl und trocken Streckenlänge: 6,132 km Fahrzeit des Siegerteams: 24:02:04,000 Stunden Gesamtrunden des Siegerteams: 673 Gesamtdistanz des Siegerteams: 4126,567 km Siegerschnitt: 171,695 km/h Pole Position: Jacky Ickx – Ford GT40 (#8) – 1:54,910 = 192,096 km/h Schnellste Rennrunde: Jacky Ickx – Ford GT40 (#8) – 1:56,860 = 188,890 km/h