mini|Wappen derer von Arnim mini|Schloss Boitzenburg, Uckermark mini|Schloss Muskau, Oberlausitz miniatur|Schloss Wiepersdorf, Fläming mini|Schloss Kröchlendorff, Uckermark mini|Schloss Suckow, Uckermark mini|Schloss Criewen, Uckermark miniatur|Gut Groß Fredenwalde, Uckermark mini|Burg Gerswalde, Uckermark mini|Schloss Gerswalde, Uckermark mini|Burg Zichow, Uckermark mini|Gut Mürow, Uckermark mini|Gut Blankensee, Uckermark mini|Gut Zernikow, Oberhavel mini|Schloss Planitz, Sachsen mini|Burg Kriebstein, Sachsen mini|Schloß Otterwisch, Sachsen mini|Schloss Neusorge, Sachsen mini|Schloss Heinrichsdorf in Heinrichsdorf, Hinterpommern mini|Herrenhaus Rittergut Brandenstein in Brandenstein, Sachsen-Anhalt
Arnim ist der Name eines märkischen Uradelsgeschlechts, das mit Alardus de Arnim im Jahr 1204 erstmals urkundlich erwähnt wird.Otto von Heinemann: Codex diplomaticus Anhaltinus. I (Erster Theil 936–1212), i. C. b. Emil Barth, Dessau 1867–1873, S. 553 (!), Nr. 747. 1204. Graf Albrecht von Arneburg verzichtet nach dem Beispiele seines Grossvaters, des Markgrafen Albrecht von Brandenburg, auf alle ihm zustehenden Rechte im Dorfe Polkritz zu Gunsten des Klosters Ilsenburg., S. 554. Alardus de Arnhem.
Geschichte Die Familie von Arnim trat mit der deutschen Besiedelung der Altmark in Erscheinung. Nicht weit von Stendal – im Stadtforst ostwärts zur Elbe – liegt das Dorf Arnim (heute Ortsteil von Stendal). Es gehörte zur Vogtei Arneburg. Der Elbübergang wurde von der Arneburg beherrscht, die in der askanischen Zeit eine wichtige Grenzfestung gegen die Slawen war. Nach ihr nannte sich ein jüngerer Sohn Albrechts des Bären Graf von Arneburg.
Der erste Arnim, der 1204 durch eine Urkunde nachgewiesen werden kann, war Alardus de Arnem, Burgmann zu Arneburg. Die genauen Umstände des Ursprungs der Familie zu dieser Zeit sind nicht mehr ganz zu klären, jedoch war die Familie im 13. Jahrhundert um Stendal ansässig.
In den folgenden Jahrhunderten war die Familie an der deutschen Besiedlung des Gebiets nordöstlich von Berlin (also etwa der heutigen Uckermark) wesentlich beteiligt. Hier gab es bis 1945 mehr als ein Dutzend Gutshöfe, Landsitze und Schlösser im Besitz von Familienmitgliedern. Der bedeutendste Besitz war die Standesherrschaft Boitzenburg (mit ca. 13.900 Hektar Land), die 1427 erstmals, ab 1528 dauerhaft in den Besitz der Arnims gelangte. Auch in anderen Teilen Ost- und Mitteldeutschlands, insbesondere in Sachsen, bestanden Zweige. Die Familie von Arnim ist nach den von Bülow eine der zahlenstärksten deutschen Adelsfamilien.
Die Linie der Grafen von Arnim-Boitzenburg saß seit dem 12. Oktober 1854 mit dem jeweiligen Fideikommissherrn bis zur Revolution 1918 als erbliches Mitglied im Preußischen Herrenhaus.Arnim. in: Walter von Hueck et al.: Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon. Band I, Band 53 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke, Limburg (Lahn) 1972, S. 123. Außerdem wurde der Familie 1854 als eine von zehn alt-preußischen Uradelsfamilien mit großem Grundbesitz von König Friedrich Wilhelm IV. das Präsentationsrecht zum Preußischen Herrenhaus zugestanden.Hartwin Spenkuch: Das Preußische Herrenhaus. Adel und Bürgertum in der Ersten Kammer des Landtages 1854–1918. Droste, Düsseldorf 1998, S. 174. ISBN 978-3-77-0052-03-5.
Im Einschreibebuch des Klosters Dobbertin befinden sich 13 Eintragungen von Töchtern der Familie von Arnim zur Aufnahme in das adelige Damenstift im mecklenburgischen Kloster Dobbertin.
Durch die Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone ab 1945 wurden alle Familienbesitze enteignet.Beispiel: Spurensuche. Kindheitserinnerungen an Friedmund Ernst Freiherr von Arnim. Vorgetragen anlässlich der Einweihung einer Gedenktafel an der Schloßkirche zu Wiepersdorf am 23. Mai 1994 von seinem vierten Sohn Peter-Anton Friedmund von Arnim am 1. Januar 1994; veröffentlicht am 24. Mai 1997. Nach der Deutschen Wiedervereinigung von 1990 gelang es einzelnen Zweigen der Familie, wieder land- oder forstwirtschaftliche Betriebe in den neuen Bundesländern aufzubauen, so den Grafen Arnim im Boitzenburger Land in Mahlendorf und Lichtenhain oder den von Arnim in Bietikow, Zernikow und Brandenstein sowie zeitweilig in Groß Fredenwalde (bis 2014, jetzt von Borcke); verwandte Familien bewirtschaften heute die ehemaligen Arnim-Güter in Kröchlendorff (v. Oppen) und Blankensee (Grafen Hahn v. Burgsdorff).Dieter Weirauch: 800 Jahre in der Mark: Die Familie von Arnim. Viele Mitglieder der weit verzweigten Sippe sind wieder nach Brandenburg zurückgekehrt. Die Welt, online, vom 15. Dezember 2003. Daisy Gräfin von Arnim betreibt eine Apfelplantage im Gutshaus in Lichtenhain, welches bis 1945 zum Schloß Boitzenburg gehörte.Die Apfelgräfin aus der Uckermark
Der im Jahre 1942 geborene Kriegswaise Achim von Arnim (aus dem Hause Zehdenick-Wilmersdorf) wurde von den kinderlosen Eheleuten Philipp Freiherr von Gemmingen-Guttenberg und Olga Marie geb. Freiin von Saint-André unter dem Namen von Saint-André-Arnim adoptiert und erbte von seiner Adoptivmutter, deren Brüder kinderlos verstorben waren, das Saint-André'sche Schloss Königsbach in Baden.
Wappen Blasonierung: „In Rot zwei silberne Balken. Auf dem goldgekrönten Helm mit rot-silberner Decke zwei rote Büffelhörner mit je zwei silbernen Spangen.“Stammwappen Der Familie v. Arnim. Heraldik. 2023. In Rot 2 silberne Balken; auf dem Helm mit rot-silberner Decke zwei rote (Büffel-)Hörner mit je zwei silbernen Spangen.
Bekannte Familienmitglieder
Hans Georg von Arnim-Boitzenburg (1583–1641), Feldherr und Staatsmann Wolff Christoph von Arnim (1607–1668), kursächsischer Generalleutnant, Geheim- und Kriegsrat, Mitunterzeichner des Waffenstillstands von Kötzschenbroda Johann Christian von Arnim (1640–1695), kurfürstlich-sächsischer Kammerherr, Rat und Hofrichter Christoph Julius von Arnim (1643–1708), kurfürstlich-sächsischer Kammerherr und Rittergutsbesitzer Johann Georg von Arnim (1656–1721), deutscher Kammerherr und Unternehmer Christoph Heinrich von Arnim (1699–1767), sächsischer Landtagsabgeordneter, schriftsässiger Rittergutsbesitzer und Kammerherr Jakob Dietlof von Arnim (1645–1689), kurbrandenburger Obrist der Kavallerie und Generalmajor sowie Hauptmann zu Gramzow Georg Dietloff von Arnim-Boitzenburg (1679–1753), preußischer Justizminister (Schlesien) Georg Abraham von Arnim (1651–1734), preußischer General-Feldmarschall Hans Ernst von Arnim (1688–1743), preußischer Landrat von GenthinWalter von Hueck et al.: Genealogisches Handbuch des Adels, Freiherren, Band A (Uradel), Band IX, C. A. Starke, Limburg (Lahn) 1975, S. 501. , S. 501. Johann August von Arnim (1723–1797), preußischer Landrat von Genthin, Haus BrandensteinWalter von Hueck et al.: Genealogisches Handbuch des Adels, Freiherren, A (Uradel), Band IX, C. A. Starke, Limburg (Lahn) 1975, , S. 481. Ludwig Heinrich Wilhelm von Arnim (1771–1848), deutscher Verwaltungsbeamter, Rittergutsbesitzer und Parlamentarier Wilhelm von Arnim (1814–1890), preußischer Verwaltungsbeamter, Landrat Ferdinand von Arnim (1772–1835), preußischer Generalmajor Wilhelm Messerschmidt von Arnim (1797–1860), preußischer Generalmajor; Adoptivsohn des Vorgenannten Carl Siegmund von Arnim (1700–1773), sächsischer General Jost Erdmann von Arnim (1714–1789), preußischer Oberst Valentin Dietloff von Arnim (1714–1802), preußischer Jurist Friedrich Wilhelm von Arnim (1715–1761), preußischer Major Bernd Jakob von Arnim (1719–1797), preußischer Beamter und Numismatiker, Bruder des Vorgenannten George Christoph von Arnim (1723–1789), preußischer General-Leutnant, seit 1741 an allen Feldzügen beteiligt Carl Sigismund von Arnim, General der Kavallerie Curt Heinrich Gottlieb von Arnim (1735–1800), preußischer Oberst, Kommandant des Invalidenhauses Berlin und Ritter des Ordens Pour le mérite Alexander Wilhelm von Arnim (1738–1809), preußischer Generalmajor Friedrich Wilhelm von Arnim-Boitzenburg (1739–1801), preußischer Beamter und Kriegsminister Joachim Erdmann von Arnim (1741–1804), Königlich Preußischer Kammerherr und Diplomat; Halbbruder des Valentin Dietloff von Arnim Karl Otto Ludwig von Arnim (1779–1861), Schriftsteller Achim von Arnim (1781–1831), Dichter (Ehemann von Bettina) Bettina von Arnim (1785–1859; geb. Brentano), Schriftstellerin (Ehefrau von Achim) Freimund von Arnim (1812–1863) und Anna von Baumbach (1824–1848) Achim von Arnim-Bärwalde (1848–1891), auf Wiepersdorf, Historienmaler Friedmund von Arnim (1815–1833), auf Blankensee und Marie von Trott zu Solz (1840–1865) Erwin Kühnemund von Arnim (1862–1928), 1. Fideikommissherr auf Wiepersdorf und Agnes von Baumbach (1874–1959) Bettina Encke von Arnim (1895–1971), deutsche Malerin, Nachfahren von Bettina und Achim von Arnim-Wiepersdorf Friedmund von Arnim (1897–1946), auf Zernikow und Wiepersdorf mit Ländchen und Burg Bärwalde, Bruder der Vorgenannten Clara von Arnim (1909–2009), Autorin (Der grüne Baum des Lebens) (Ehefrau des Vorherigen) Peter Anton von Arnim (1937–2009), Literaturwissenschaftler, Islamkundler, Mäzen Bettina von Arnim (* 1940), deutsche Malerin Ottmar von Arnim (1864–1929), auf Blankensee mit Krullenhaus Annois von Arnim (1865–1942), auf Burow Oskar von Arnim (1900–1969), Schriftsteller Maximiliane Gräfin von Oriola, geb. von Arnim (1818–1894), Berliner Salonière, Tochter von Achim und Bettina von Arnim Gisela von Arnim (1827–1889), Schriftstellerin, Tochter von Bettina von Arnim, später verheiratet mit Herman Grimm Albrecht Heinrich von Arnim-Kröchlendorff (1744–1805), preußischer Justizminister; Bruder des Nachgenannten Carl Otto von Arnim (1747–1798), preußischer LandratRolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. in: Einzelveröffentlichungen; 85, Hrsg. Historische Kommission zu Berlin, K. G. Saur Verlag, München 2009, S. 16. ISBN 978-3-598-23229-9. Werner Friedrich Abraham von Arnim (1747–1794), preußischer Beamter Otto Albrecht von Arnim (1751–1803), preußischer Landrat, Bruder des Vorherigen Heinrich August von Arnim (1760–1834), Bruder des Vorherigen Heinrich Friedrich von Arnim-Heinrichsdorff-Werbelow (1791–1859), preußischer Staatsmann Heinrich Leonhard von Arnim-Heinrichsdorf (1801–1875), Rittergutsbesitzer und Mitglied des Deutschen Reichstags Carl Ludolf Bernhard von Arnim (1753–1828), preußischer Regierungspräsident; Neffe des Valentin Dietloff von Arnim Otto von Arnim (1785–1820), preußischer Landrat Friedrich Wilhelm Karl von Arnim (1786–1852), Berliner Polizeipräsident Jacob Heinrich Ludwig von Arnim-Suckow (1754–1804), preußischer Landrat Johann Anton Joachim von Arnim (1754–1821), preußischer Landrat und Gutsbesitzer Hans von Arnim (1841–1914), Gutsbesitzer zu Neuensund, Enkel des Landrates Johann Anton Joachim von Arnim, preußischer Politiker Wilhelm Heinrich Ernst von Arnim (1756–1830), preußischer Landrat Friedrich Wilhelm Ludwig von Arnim-Suckow (1780–1813), Major der Hanseatischen Legion, gefallen bei Lübeck-St. Gertrud Leopold von Arnim (1794–1856), preußischer Generalleutnant Gustav von Arnim (1796–1877), preußischer General der Infanterie; Enkel mütterlicherseits des Landrates Johann August von Arnim Gustav von Arnim (1829–1909), preußischer General der Infanterie, Rechtsritter des Johanniterordens Gustav von Arnim (1856–1932), preußischer Generalleutnant Heinrich Alexander von Arnim (1798–1861), preußischer Diplomat Christian von Arnim (1800–1852), Landrat und Abgeordneter Henning von Arnim (1836–1891), preußischer Generalmajor Joachim von Arnim (1876–1933), deutsche Fregattenkapitän der Kaiserlichen Marine Georg Heinrich Wolf von Arnim (1800–1855), deutscher Eisenhütten- und Bergbauunternehmer sowie Rittergutsbesitzer auf Planitz Heinrich Leonhard von Arnim-Heinrichsdorf (1801–1875), Rittergutsbesitzer und Mitglied des deutschen Reichstags Hermann von Arnim (1802–1875), deutscher Rittergutsbesitzer, Verwaltungsbeamter und Parlamentarier