mini|Große Lehrhalle mini|Große Lehrhalle, Plan Der Engyō-ji (, vereinfacht auch geschrieben) ist ein Tempel der Tendai-Richtung des Buddhismus am Südhang des Berges Shosha im Norden der Stadt Himeji in der Präfektur Hyōgo. Er ist der 27. Tempel der Saigoku-Pilgerwegs.

Geschichte Der Überlieferung nach hat Oberpriester Shōkū () im Jahr 966 am Südrand des Bergs Shosha () den Grundstein gelegt. Obwohl der Tempel von Kyōto ziemlich entfernt ist, wurde er nicht nur von der kaiserlichen Familie und vom Adel aufgesucht, sondern sogar vom Kaiser selbst. Der Tempel wurde auch „Hiei-zan des Westens“ genannt und zählte zu den „Drei großen Pilgerzielen“ des Tendai.

Die Anlage (Das Zeichen ◎ steht im Folgenden für „Wichtiges Kulturgut Japans“.)

Der Tempel erstreckt sich mit seinen Gebäuden über eine größere Fläche des Südhangs des Shosha. Im unteren Bereich steht das Eingangstor mit den Skulpturen der beiden Tempelwächter, das Niō-Tor (). Hat man es passiert, so finden sich dort bereits einige Gebäude der Tempelanlage, darunter das Jūmyō-in () aus dem Beginn der Edo-Zeit. Es besitzt im Inneren Schiebetüren, die von Kanō Einō bemalt wurden.

In der Mitte der Anlage erreicht man über eine längere Treppe das ManiMani, ein Wort aus dem Sanskrit, bedeutet im Buddhistischen Wanderstab.-den (), ein Bauwerk, das über Stützen am Hang steht. Es wurde in der Shōwa-Zeit wiedererrichtet.

Auf der Höhe des Mani-den steht der Glockenturm (; ◎), weiter links die kleine Kongo-Halle (; ◎) mit einem quadratischen Grundriss von 3 × 3 Ken, das sind hier 4,88 × 4,88 m. In der Halle wird ein Altarschrein (; ◎) aufbewahrt.

Weiter oben befindet sich um einen kleinen Platz herum angeordnet ein Ensemble, bestehend aus drei Gebäuden Jōgyō-Halle (; ◎), links. Sie hat einen quadratischen Grundriss von 5 × 5 Ken, das sind hier 15,27 × 15,27 m. Sie beherbergt einen Amida-Nyorai () aus dem Jahr 1005, der früher in der Daikō-Halle gestanden hat. Refektorium (; ◎), in der Mitte mit einer Ausdehnung von 15 × 5 Ken, das sind hier 38,69 × 10,22 m. Es wurde auf Wunsch des Kaisers Go-Shirakawa im Jahr 1174 zweistöckig erbaut und ist mit seiner Länge von fast 40 m einmalig in Japan. Daikō-Halle (; ◎) rechts, wie der Name sagt, eigentlich die Große Lehrhalle, die hier aber die Funktion der Haupthalle () übernimmt. Die Daikō-Halle stammt aus dem Jahr 1440 und hat bei Draufsicht eine Ausdehnung von 7 × 6 Ken, das sind hier 19,52 × 16,73 m. Sie besitzt ein Fußwalmdach über einem umlaufenden unteren Dach. Verehrt wird Shaka-Nyorai () mit den Heiligen Monju () und Fugen () an seiner Seite.

Ganz oben im „Hinteren Bereich“ () sieht man das Gohōdō (; ◎), das besteht aus zwei kleinen Shintō-Schreinen. Weiter stehen dort die „Halle des Tempelgründers“ () und andere Bauwerke.

Zur Anlage gehören rund zwei Dutzend weiterer Tempelbauten und Untertempel, dazu die Grabanlagen der Fürstenfamilien Honda und einem Zweig der Matsudaira.

Der Asteroid (6725) Engyoji wurde am 15. April 2014 nach dem Tempel Engyo-ji benannt.

Bilder

Anmerkungen

Literatur Hyōgo-ken no rekishi sampo henshu iinkai (Hrsg.): Engyo-ji. In: Hyogo-ken no rekishi sampo (ge). Yamakawa Shuppan, 2012, ISBN 978-4-634-24828-1.

Weblinks

Website des Tempels Tenpel Engyō-ji im Projekt „Kultur-in-Asien“: detaillierte Beschreibung und Geschichte der Tempelanlage – Photos Teil 1 – Photos Teil 2 – Photos Teil 3 – Photos Teil 4 – Photos Teil 5 – Photos Teil 6

Kategorie:Buddhistischer Tempel in der Präfektur Hyōgo Kategorie:Erbaut in den 900er Jahren Kategorie:Ort als Namensgeber für einen Asteroiden Kategorie:Himeji