miniatur|hochkant=1.3|Der TS050 Hybrid mit der Startnummer 8; Siegerwagen von Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso miniatur|hochkant=1.3|Die Fahrer miniatur|hochkant=1.3|Der früh ausgefallene Ginetta G60-LT-P1 von Oliver Rowland, Alex Brundle und Oliver Turvey mini|hochkant=1.3|LMP2-Sieger Alpine A470 miniatur|hochkant=1.3|Dempsey-Proton-Porsche 911 RSR; Siegerwagen der LMGT-Am-Klasse Das 86. 24-Stunden-Rennen von Le Mans, der 86e Grand Prix d’Endurance les 24 Heures du Mans, auch 24 Heures du Mans, fand am 16. und 17. Juni 2018 auf dem Circuit des 24 Heures statt.
Vor dem Rennen
LMP1-Klasse
Nach dem Rückzug von Porsche mit den LMP1-Hybrid-Werkswagen aus der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft mit dem Ablauf der Saison 2017 war es zunächst unklar, ob 2018 überhaupt LMP1-Hybrid-Wagen in Le Mans starten würden. Im Dezember 2017 gaben die Verantwortlichen von Toyota Motorsport bekannt, auch 2018 mit dem TS050 Hybrid antreten zu wollen.Toyota nimmt am 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2018 teil Die Fahrerteams für die beiden Wagen wurden am 30. Januar 2018 bekanntgegeben. Unter anderem bestritt der zweifache Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso neben Le Mans die gesamte Weltmeisterschaftssaison für Toyota.Alonso für Toyota in Le Mans Alonso ist seit mehr als zwei Jahrzehnten der erste Formel-1-Pilot, der neben seinem Engagement in der höchsten internationalen Monoposto-Rennformel eine komplette Saison in einer anderen Rennserie fährt. Er steuert neben Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima den Wagen mit der Nummer 8. Anthony Davidson verlor sein bisheriges Stammcockpit in diesem Wagen und wurde Ersatz- und Entwicklungsfahrer. Den Wagen mit der Nummer 7 fahren Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López.
Die Anzahl der LMP1-Fahrzeuge, die neben den beiden Toyotas antreten sollten, blieb eine Zeit lang unklar. Zwei Wochen vor dem Rennen waren zwölf LMP1-Wagen gemeldet. Rebellion Racing kehrte mit dem R13 in die höchste Prototypenklasse zurück. Änderungen zum Vorjahr gab es beim Fahrerkader, da André Lotterer und Neel Jani verpflichtet wurden.Rebellion Racing kehrt in die LMP1-Klasse zurück Beim Team von Colin Kolles wurde der ENSO CLM P1/01 grundlegend überarbeitet und beim Saisoneröffnungsrennen, dem 6-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps, von Oliver Webb, Dominik Kraihamer und Tom Dillmann an die vierte Stelle der Gesamtwertung gefahren. Das Trio war bei Kolles auch für das Rennen in Le Mans gemeldet.
SMP Racing, das Team des russischen Oligarchen Boris Rotenberg, meldete ebenfalls zwei LMP1-Wagen mit vier russischen Fahrern. Den Wagen mit der Nummer 11 fuhren Michail Aljoschin und der ehemalige Formel-1- und DTM-Pilot Witali Petrow. Dritter Pilot war Jenson Button, der Formel-1-Weltmeister von 2009, der sein Le-Mans-Debüt gab. Den zweiten BR Engineering BR1 pilotierten die beiden Nachwuchsfahrer Matewos Issaakjan (* 1998) und Jegor Orudschew (* 1995) im Team mit Stéphane Sarrazin. Sarrazin, der das 24-Stunden bisher viermal an der zweiten Stelle der Gesamtwertung beendet hatte, verfügte über einen Toyota-Vertrag. Da er dort keine Möglichkeit hatte, am Rennen teilzunehmen, wurde der Vertrag im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst.
Probleme im Vorfeld gab es für die drei restlichen LMP1-Wagen. Ersatzmann Pietro Fittipaldi hatte im Dallara BR1 von DragonSpeed einen schweren Unfall beim 6-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps 2018. Er brach sich dabei beide Beine, und das Fahrzeug wurde so schwer beschädigt, dass für Le Mans ein neues Chassis aufgebaut werden musste.Der Unfall von Pietro Fittipaldi und die Folgen Nach Problemen mit dem chinesischen Sponsor verzichtete CEFC Manor TRSM Racing auf den Einsatz der beiden Ginetta G60-LT-P1 in Spa. Die Meldungen für Le Mans blieben aber aufrecht.Keine Manor-LMP1 in Spa am Sport
LMP2-Klasse
Wie in den Jahren davor waren in der LMP2-Klasse mit die meisten Fahrzeuge gemeldet. 20 Wagen mit bekannten Fahrern gingen ins Rennen. Loïc Duval, der Gesamtsieger von 2013 (mit Tom Kristensen und Allan McNish im Audi R18 E-Tron Quattro RP3) fuhr einen Oreca 07 für TDS Racing. Die ehemaligen Formel-1-Piloten Paul di Resta, Pastor Maldonado und Juan Pablo Montoya gaben ihr Le-Mans-Debüt.
LMGT-Pro
In der LMGT-Pro-Klasse traten sechs Hersteller über diverse Rennteams gegeneinander an. Das Porsche-Werksteam setzte vier neue Porsche 991 RSR GTE ein, in denen mit Nick Tandy (2015), Earl Bamber (2015 und 2017), Timo Bernhard (2010 und 2017) und Romain Dumas (2010 und 2016) vier ehemalige Gesamtsieger am Start waren. Zwei Wagen gingen im Retro-Design ins Rennen. Die Startnummer 91 war im Rothmans-Look der 1980er-Jahre lackiert. Die Startnummer 92 bekam – angelehnt an den Porsche 917/20 „Sau“ von 1971 – ebenfalls ein „Sau“-DesignPorsche im Retro-Design.
In einem der drei Ferrari 488 GTE von AF Corse gab Antonio Giovinazzi sein Debüt. Wie in den Jahren davor kam Chip Ganassi Racing mit vier Ford GT nach Le Mans. Neben den beiden Corvette C7.R kamen Aston Martin Racing und BMW mit neuen GT-Wagen an die Strecke. Im BMW M8 GTE ging unter anderen der ehemalige DTM-Meister Martin Tomczyk an den Start.
Der Rennverlauf
Das Rennen endete mit dem ersten Gesamtsieg des japanischen Fahrzeugherstellers Toyota. Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso siegten im Toyota TS050 Hybrid mit der Startnummer 8.
Einladungen
Früher als in den vergangenen Jahren veröffentlichte der Automobile Club de l’Ouest die Einladungen für das Rennen 2018 bereits am 22. November 2017. Eingeladen wurden neben den Gesamt- und den Klassensiegern des Vorjahres die jeweiligen Sieger der European und der Asian Le Mans Series. Dazu kamen zwei Rennteams, die von der International Motor Sports Association nominiert wurden. Außerdem erhielten alle für die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft 2017 eingeschriebenen Teams der vier Rennklassen ein automatisches Startrecht.Erste Einladungen für das Rennen 2018 Dass Porsche, das Gesamtsiegerteam 2017, die Einladung nicht annehmen würde, war bereits seit Ende Juli 2017 bekannt, als der Firmenvorstand den Rückzug vom LMP1-Projekt bekanntgab.Porsche beendet LMP1-Engagement
Startliste
Startliste Nr. Team Fahrzeug ReifenFahrer LMP1 1 Rebellion RacingRebellion bestätigt die Zusammenstellung der Fahrer für die beiden Fahrzeuge Rebellion R13 3 Rebellion Racing Rebellion R13 4 ByKolles Racing Team ENSO CLM P1/01 ByKolles-Fahrer-Trio komplett 5 CEFC Manor TRSM Racing Ginetta G60-LT-P1 Stoneman und Roussel im Manor mit der Nummer 5Mike Simpson ersetzt Dean Stoneman 6 CEFC Manor TRSM Racing Ginetta G60-LT-P1 Alex Brundle im Manor mit der Nummer 6 Oliver Turvey dritter Fahrer bei Manor 7 Toyota Gazoo Racing Toyota TS050 Hybrid 8 Toyota Gazoo Racing Toyota TS050 Hybrid Fernando Alonso startet für Toyota beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 10 DragonSpeed Dallara BR1 11 SMP Racing BR Engineering BR1 17 SMP Racing BR Engineering BR1 LMP2 22 United Autosports Ligier JS P217 Felipe Albuquerque als zweiter Pilot bei United Autosports Nummer 22 bestätigt Paul die Resta gibt Le-Mans-Debüt 23 Panis Barthez Competition Ligier JS P217 Julien Canal und Will Stevens bei Panis-Barthez 25 Algarve Pro Racing Ligier JS P217 26 G-Drive Racing Oreca 07 28 TDS Racing Oreca 07 29 Racing Team Nederland Dallara P217 31 DragonSpeed Oreca 07 Pastor Maldonado startet für Dragonspeed 32 United Autosports Ligier JS P217 Juan Pablo Montoya nimmt für United Autosports am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil 33 Jackie Chan DC Racing Ligier JS P217 34 Jackie Chan DC Racing Ligier JS P217 35 SMP Racing Dallara P217 36 Signatech Alpine Matmut Alpine A470 37 Jackie Chan DC RacingMalaysische Fahrertrio in der Nummer 37 Oreca 07 38 Jackie Chan DC Racing Oreca 07 Jackie Chan Team komplett 39 Graff SO24 Oreca 07 40 G-Drive Racing Oreca 07 44 Eurasia MotorsportKrohn Racing geht Partnerschaft mit Eurasia ein Ligier JS P217 47 Cetilar Villorba Corse Dallara P217 Felipe Nasr ersetzt den verletzten Andrea Belicchi 48 IDEC Sport Ligier JS P217 Paul-Loup Cahatin als zweiter Fahrer verpflichtet 50 Larbre Compétition Ligier JS P217 LMGT-Pro 51 AF CorseAF Corse gibt Fahrerkader bekannt Ferrari 488 GTE 52 AF Corse Ferrari 488 GTE 63 Corvette Racing Corvette C7.R Mike Rockenfeller geht für Corvette Racing an den Start 64 Corvette Racing Corvette C7.R Marcel Fässler geht für Corvette Racing an den Start 66 Ford Chip Ganassi RacingFord gibt die 12 Fahrer für vier Einsatzwagen bekannt Ford GT 67 Ford Chip Ganassi Racing Ford GT 68 Ford Chip Ganassi Racing Ford GT 69 Ford Chip Ganassi Racing Ford GT 71 AF Corse Ferrari 488 GTE 81 BMW Team MTEK BMW M8 GTE 82 BMW Team MTEK BMW M8 GTE 91 Porsche GT TeamPorsche bestätigt vier GT-Werkswagen für Le Mans 2018 Porsche 991 RSR GTE 92 Porsche GT Team Porsche 991 RSR GTE 93 Porsche GT Team Porsche 991 RSR GTE 94 Porsche GT Team Porsche 991 RSR GTE 95 Aston Martin RacingAston Martin Racing Fahrerpaarungen komplett Aston Martin Vantage AMR 97 Aston Martin Racing Aston Martin Vantage AMR Maxime Martin wird Werksfahrer bei Aston Martin Racing LMGT-Am 54 Spirit of Race Ferrari 488 GTE Giancarlo Fisichella fährt für Spirit of Race in Le Mans und in der WEC 56 Project 1Bergmeister, Lindsey und Perfetti starten für Project 1 Porsche 911 RSR 61 Clearwater Racing Ferrari 488 GTE 70 MR Racing Ferrari 488 GTE 77 Dempsey Proton Racing Porsche 911 RSR 80 Ebimotors Porsche 911 RSR Christina Nielsen fährt für Ebimootors in Le Mans 84 JMW Motorsport Ferrari 488 GTE 85 Keating Motorsports Ferrari 488 GTE Luc Stolz fährt 24-Stunden-Rennen von Le Mans 86 Gulf Racing Porsche 911 RSR Ben Barker und Alex Davison für Gulf Racing 88 Dempsey Proton Racing Porsche 911 RSR 90 TF Sport Aston Martin Vantage V8 98 Aston Martin Racing Aston Martin Vantage V8 99 Proton Competition Porsche 911 RSR
Reservefahrzeuge
Wie in den Jahren davor veröffentlichte der ACO zeitgleich mit der ersten vorläufigen Startliste auch eine Liste der Reservefahrzeuge. In der Liste von eins bis neun nominiert, rücken die Fahrzeuge in dieser Reihenfolge für Ausfälle in der ursprünglichen Startliste nach.
Klasse Nr. Team Fahrzeug Nominierter Fahrer Nominierter Fahrer Nominierter Fahrer LMP2 41 APM Monaco Team KCMG Dallara P217 Louis Prette LMGT-Am 55 Spirit of Race Ferrari 488 GTE Duncan Cameron Aaron Scott LMP2 49 High Class Racing Dallara P217 Anders Fjordbach Dennis Andersen LMP2 24 Repsol Racing Engineering Oreca 07 Norman Nato LMGT-Am 62 Scuderia Corsa Ferrari 488 GTE Cooper MacNeil LMGT-Am 83 Krohn Racing Ferrari 488 GTE Tracy Krohn Niclas Jönsson Andrea Bertolini LMP2 27 IDEC SportIDEC Sport zieht Nennung des Reservewagens zurück Ligier JS P217 Patrice Lafargue LMP2 43 ARC BratislavaARC Bratislava zieht die Nennung für das Rennen zurück Ligier JS P217 Miroslav Konôpka Konstantīns Calko LMP2 42 Brian Alder Riley MK.30 Mark Kvamme
Trainingszeiten Qualifikation