Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 1967 begannen am 6. April 1967 und endeten am 2. Mai 1967 mit dem 4:2-Erfolg der Toronto Maple Leafs gegen die Canadiens de Montréal. Die Maple Leafs errangen damit ihren insgesamt 13. Titel der Franchise-Geschichte sowie den vierten in den letzten sechs Jahren. Zudem stellten sie in Jim Pappin den Topscorer sowie in Person von Dave Keon den mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichneten Most Valuable Player dieser post-season. Die unterlegenen Canadiens hingegen verpassten den dritten Stanley-Cup-Sieg in Folge, während sie mit den Maple Leafs das erste rein kanadische Endspiel seit 1960 austrugen. Das nächste dieser Art sollte erst 1986 folgen.

Für Toronto markieren die Playoffs 1967 bis heute den letzten Stanley-Cup-Erfolg sowie die letzte Finalteilnahme. Seit 2019 die St. Louis Blues ihren bisher einzigen Stanley Cup holten, halten die „Leafs“ den alleinigen Negativrekord für die meisten Spielzeiten in Serie ohne Titelgewinn.

Modus Für die Playoffs qualifizierten sich die vier besten Teams der Liga. Im Halbfinale standen sich der Erste und der Dritte sowie der Zweite und der Vierte der Abschlusstabelle gegenüber. Die jeweiligen Sieger bestritten anschließend das Stanley-Cup-Finale.

Alle Serien wurden dabei im Best-of-Seven-Modus ausgetragen, das heißt, dass ein Team vier Siege zum Weiterkommen benötigte. Das höher gesetzte Team hatte dabei in den ersten beiden Spielen Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselte das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hatte die höher gesetzte Mannschaft in den Spielen 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil.

Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden blieben, folgte die Overtime. Sie endete durch das erste erzielte Tor (Sudden Death).

Qualifizierte Teams (1) (2) (3) (4)

Playoff-Baum

Halbfinale (1) Chicago Black Hawks – (3) Toronto Maple Leafs

(2) Canadiens de Montréal – (4) New York Rangers

Stanley-Cup-Finale (2) Canadiens de Montréal – (3) Toronto Maple Leafs

Stanley-Cup-Sieger Stanley-Cup-Sieger80px|Logo der Toronto Maple LeafsToronto Maple Leafs Torhüter: Johnny Bower, Terry Sawchuk

Verteidiger: Bobby Baun, Autry Erickson, Larry Hillman, Tim Horton, Marcel Pronovost, Allan Stanley

Angreifer: Chief Armstrong (C), Brian Conacher, Ron Ellis, Larry Jeffrey, Red Kelly, Dave Keon, Frank Mahovlich, Milan Marcetta, Jim Pappin, Bob Pulford, Eddie Shack, Pete Stemkowski, Mike Walton Cheftrainer & General Manager: Punch Imlach

Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/− = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Bestwert Spieler Team GP G A Pts +/− PIM Jim Pappin Toronto 12 7 8 15 +3 12 Pete Stemkowski Toronto 12 5 7 12 +4 20 Jean Béliveau Montréal 10 6 5 11 +2 26 Bob Pulford Toronto 12 1 10 11 +3 12 Henri Richard Montréal 10 4 6 10 +4 2 Frank Mahovlich Toronto 12 3 7 10 −4 8 Tim Horton Toronto 12 3 5 8 −4 25 Dave Keon Toronto 12 3 5 8 +1 0 Bobby Rousseau Montréal 10 1 7 8 +2 4 Ralph Backstrom Montréal 10 5 2 7 +2 6 Die beste Plus/Minus-Statistik erreichte J. C. Tremblay von den Canadiens de Montréal mit einem Wert von +8.

Beste Torhüter Die kombinierte Tabelle zeigt die jeweils drei besten Torhüter in den Kategorien Gegentorschnitt und Fangquote sowie die jeweils Führenden in den Kategorien Shutouts und Siege.

Abkürzungen: GP = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), W = Siege, L = Niederlagen, GA = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GAA = Gegentorschnitt; Fett: Bestwert; Sortiert nach Gegentorschnitt.Erfasst werden nur Torhüter mit 120 absolvierten Spielminuten. Spieler Team GP Min W L GA SO Sv% GAA Johnny Bower Toronto 4 183:33 2 0 5 1 95,7 1,63 Rogatien Vachon Montréal 9 554:23 6 3 22 0 92,6 2,38 Terry Sawchuk Toronto 10 563:08 6 4 25 0 93,1 2,66

Weblinks Stanley-Cup-Playoffs 1967 auf hockey-reference.com Alle Boxscores der Playoffs auf bigmouthsports.com (PDF-Dokument, 1400 kB)

#1967 Kategorie:Eishockeyveranstaltung 1967