mini|hochkant|Claude Barras 2017 Claude Barras (* 19. Januar 1973 in Siders) ist ein Schweizer Animationsfilmer, der vor allem im Stop-Motion-Bereich arbeitet.
Leben Barras wuchs in der Nähe von Crans-Montana als Sohn von Weinbauern auf.Thomas Bodmer: Der nächste Schweizer Oscargewinner?. tagesanzeiger.ch, 19. Februar 2017. Er absolvierte zunächst eine Lehre als Tiefbauzeichner und studierte anschliessend an der École Emile Cohl in Lyon Illustration und Computergrafik; er schloss sein Studium mit dem Bachelor ab.Banquise. brooklynfilmfestival.org Es folgte ein Studium der Computergrafik an der École cantonale d’Art de Lausanne (ECAL). An der ECAL entstand 1999 auch sein Kurzfilm Mélanie. In Genf arbeitete Barras anschliessend freischaffend als Illustrator. Unter anderem war er am Film Max & Co beteiligt.
Im Jahr 2005 veröffentlichte Barras seinen Kurzanimationsfilm Banquise. Die Geschichte eines Mädchens, das wegen seines Übergewichts ausgelacht wird, lief unter anderem auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2005. Der Film wurde in Cannes für eine Goldene Palme für den Besten Kurzfilm nominiert. Auch in den folgenden Filmen blieb Barras seinem Markenzeichen – seine Trickpuppen haben stets sehr grosse KöpfeAna Matijašević: „Beim nächsten Film: bitte weniger Schwierigkeiten!“. srf.ch, 23. März 2017. – treu.
Im Jahr 2016 erschien Barras’ erster Langanimationsfilm Mein Leben als Zucchini. Er basiert auf dem Buch Autobiographie d’une courgette von Gilles Paris. Zwischen ersten Arbeiten am Film und der Veröffentlichung vergingen neun Jahre, focal.ch. wobei die Tonaufnahmen und die Animation jeweils ein Jahr in Anspruch nahmen.Heiko Latscha: . telebasel.ch, 16. Februar 2017. Mein Leben als Zucchini erhielt zahlreiche internationale Filmpreise und war 2017 für einen Oscar in der Kategorie Bester animierter Spielfilm nominiert.
Barras lebt in Genf.
Filmografie 1997: Fantasmagories 1998: Mélanie 1999: Casting Queen 2000: Les mots d‘antoine 2002: Stigmates 2005: Banquise 2006: Le génie de la boîte de raviolis 2007: Sainte barbe 2009: Au pays des têtes 2012: Chambre 69 2016: Mein Leben als Zucchini (Ma vie de courgette) 2024: Sauvages
Auszeichnungen (Auswahl) mini|Claude Barras beim César 2017 mit Céline Sciamma 2006: Cannes 2006, Nominierung Goldene Palme für den Besten Kurzfilm, für Banquise 2007: Nominierung Schweizer Filmpreis, Bester Animationsfilm, für Banquise 2012: Nominierung Gold Hugo, Chicago International Film Festival, für Chambre 69 2013: Nominierung Schweizer Filmpreis, Bester Animationsfilm, für Chambre 69 2016: Cannes 2016, Nominierung Camera d’Or, für Mein Leben als Zucchini 2016: Publikumspreis, Festival d’Animation Annecy, für Mein Leben als Zucchini 2016: Cristal d’Annecy des Festival d’Animation Annecy, Bester Langfilm, für Mein Leben als Zucchini 2016: Preis der Kinderjury, Zurich Film Festival, für Mein Leben als Zucchini 2016: London Film Festival, Nominierung Sutherland Award, für Mein Leben als Zucchini 2016: Festival Internacional de Cine de San Sebastián, Publikumspreis, für Mein Leben als Zucchini 2016: Internationales Filmfestival Warschau, Publikumspreis, für Mein Leben als Zucchini 2016: Europäischer Filmpreis, Bester Animationsfilm, für Mein Leben als Zucchini 2017: Oscar-Nominierung, Bester animierter Spielfilm, für Mein Leben als Zucchini 2017: Schweizer Filmpreis, Bester Spielfilm, für Mein Leben als Zucchini 2017: César, Bester Animationsfilm, für Mein Leben als Zucchini 2017: Nominierung Golden Globe, Bester Animationsfilm, für Mein Leben als Zucchini 2017: Nominierung Annie Award, Beste Regie / Animationsfilm, für Mein Leben als Zucchini 2017: Prix Lumières, Bester Animationsfilm, für Mein Leben als Zucchini 2024: Locarno Film Festival: Locarno Kids Award la Mobiliare
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Einzelnachweise
Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Animator Kategorie:Träger des Schweizer Filmpreises Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1973 Kategorie:Mann