Die Ismaninger Straße ist eine Innerorts- und Ein- und Ausfallstraße in München.

Verlauf mini|Bogenhauser Hof mini|Bürgermeistervilla (Nr. 95) Die Straße setzt am Max-Weber-Platz in Haidhausen die Innere Wiener Straße geradlinig nach Norden fort, überquert an der Prinzregentenstraße die Stadtbezirksgrenze zwischen den Stadtbezirken Au-Haidhausen und Bogenhausen und setzt sich weiter auf dem östlichen Isarhochufer östlich des alten Ortskerns von Bogenhausen an der Traditionsgaststätte Bogenhauser Hof (Nr. 85) und weiter am früheren Edelsitz Steppberg (später Villa Fleischer, nach dem Ersten Weltkrieg als Reichsfinanzhof fertiggestellt, jetzt Bundesfinanzhof) vorbei bis zum Herkomerplatz fort, wo sie auf die von der Isarbrücke Max-Joseph-Brücke kommende Montgelasstraße trifft, die von der Bülowstraße zum Effnerplatz verlängert wird. Die Verlängerung der Ismaninger Straße bildet die Oberföhringer Straße, die weiter am Hochufer durch den Bogenhausener Ortsteil Oberföhring, die Gemeinde Unterföhring und Richtung Ismaning führt.

Durch die Straße verläuft die Straßenbahnlinie 17 (bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 Linie 16). Am Max-Weber-Platz kreuzt sie mehrere andere Straßenbahnlinien. Unter dem Max-Weber-Platz liegt die gleichnamige U-Bahn-Station mit Verzweigung der U-Bahn-Linien U4 und U5.

Bezeichnung Die Straße trägt ihre Bezeichnung nach der Gemeinde Ismaning, dem Hauptort der gleichnamigen Grafschaft, die bis zum Jahr 1802 nicht zu Bayern, sondern zum Hochstift Freising gehörte. Die Benennung der Straße geht auf das Jahr 1856 zurück.

Baudenkmäler in der Ismaninger Straße mini|Häuser Nr. 58 und 60 mini|Haus Nr. 65a Nr. 1 Mietshaus, Ende 19. Jh. Nr. 2, 4 Doppelhaus, Jugendstil, um 1900, mit Erkern Nr. 3 Mietshaus, Neurenaissance, mit Erker, Ende 19. Jh. Nr. 5 Vorstadthaus, spätklassizistischer Eckbau, Mitte 19. Jh. Nr. 11 Mietshaus, um 1860/70 Nr. 22 Verwaltungstrakt des Klinikums, 1892/93 von Wilhelm Rettig Nr. 27 neubarocke Villa, 1899, umgestaltet 1954 Nr. 29 Richard-Strauss-Konservatorium, Ende 19. Jh., heute: Freies Musikzentrum Nr. 50 Mietshaus, neubarock, 1899 Nr. 52 Mietshaus, 1892 von Korbinian Schmid, Gruppe mit Prinzregentenstraße 67 Nr. 56 Mietshaus, spätklassizistisch, um 1870 Nr. 58/60 Block aus zwei kleinen Rohbacksteinhäusern, 1881 Nr. 62a Mietshaus, neubarock, um 1900, Gruppe mit Geibelstraße 1 Nr. 65 villenartiger Neubarockbau mit hohem Belvedere, 1903 Nr. 65a villenartiges Eckhaus in deutscher Renaissance, 1896 von Alfons Hering als eigenes Wohnhaus Nr. 67a Villa, neubarock, 1903, von Josef Wölker Nr. 68 Mietshaus mit Erkerturm, 1899 Nr. 69 villenartiger, barockisierender Bau, Anfang 20. Jh. Nr. 74 Mietshaus, neubarock, Anfang 20. Jahrhundert Nr. 75 Mietshaus, deutsche Renaissance, mit Erkerturm, um 1900 Nr. 82 Mietshaus, um 1900 Nr. 84 Mietshaus, barockisierender Jugendstil, um 1900 Nr. 85 Gaststätte Bogenhauser Hof, Freistehendes Vorstadthaus, spätklassizistisch, mit reichgeschweiftem Südgiebel, um 1850 Nr. 86 Mietshaus, Jugendstil, um 1900 Nr. 88 Mietshaus, deutsche Renaissance, um 1900 Nr. 91 Mietshaus, deutsche Renaissance, um 1900 Nr. 92 Mietshaus, Neubarock, 1898 von Leonhard Romeis Nr. 94/96 Gruppe von Mietshäusern, barockisierender Jugendstil, Anfang 20. Jh. Nr. 95 schlossartige Neubarockvilla (sog. Bürgermeistervilla), 1898 von Paul Pfann und Günther Blumentritt Nr. 98 Mietshaus, Eckbau im barockisierenden Jugendstil, 1910 Nr. 102/106 stattlicher Doppelhausblock im späten, barockisierenden Jugendstil, 1910/11 von Oswald Schiller Nr. 105 Togal-Werk, 1899/1900 von Paul Pfann Nr. 109 schlossartiger, neubarocker Monumentalbau (jetzt Bundesfinanzhof) Roland Krack: Das Steuerhaus. 100 Jahre oberstes Finanzgericht Deutschlands. Verein NordOstKultur: NordOstMagazin 2019, 21. Nr. 111/113/115 barockisierende Wohnhausgruppe, 1922/23 Nr. 122 Mietshaus, Neurenaissance, 1889 von Michael Reifenstuel, 1901 aufgestockt Nr. 124 Mietshaus, deutsche Renaissance, um 1900, mit großer Michaelsgruppe (erneuert) Nr. 126 Mietshaus, deutsche Renaissance, 1901 von Benedikt Beggel Nr. 152/154/156/158 Wohnhausgruppe, um die Ecke zur Pixisstraße geführt, 1927 von Heilmann & Littmann für die Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft München-Ost

Abgegangene Baudenkmäler Nr. 142: Postamt Ismaninger Straße, abgebrochen 2008

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Haidhausen, Liste der Baudenkmäler in Bogenhausen

Literatur Hans Dollinger: Die Münchner Straßennamen. 8. Aufl. 2016, Chr. Belser, Stuttgart, ISBN 978-3-7630-4039-1, S. 207. Willibald Karl, Karin Pohl: Bogenhausen (Reihe: Zeitreise ins alte München, hrsg. vom Stadtarchiv München), Volk Verlag München 2014, mit zahlr. histor. Abb., ISBN 978-3-86222-113-4.

Einzelnachweise

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