mini|hochkant|Original Partitur: Pastime with Good Company (c. 1513), im Besitz der British Library, London Pastime with Good Company, auch bekannt als The King’s Ballad (The Kynges Balade), ist ein von König Heinrich VIII. im frühen 16. Jahrhundert kurz nach seiner Krönung geschriebener englischer Folksong. Die Komposition gilt als sein bekanntestes Werk. Es wird vermutet, dass es Katharina von Aragon gewidmet wurde.

Text Original englischJohn Kilpatrick: Pastime version 1 (PDF, ein freier Notensatz), abgerufen am 5. September 2019. deutsch 1 Pastyme with good companye I love & sthalt vntylt I dye I love & sthalt tyl I dye I love & sthalt do tyl I dye gruche who lust but none denye so god be plesyd yns lene wylt I for my pastance hunt syng & dance my hart is sett alt goodly sport for my comfort who sthalt me let 2 Youthe must have sum Daliance off good or ylt sum pastance. Company me thynkes then best alt thoughts & fansys to deiest. ffor Idillnes is cheff mastres of vices alt then who can say, but myrth and play is best of alt 3 Company with honeste is vertu vices to ffle. Company is good & ill but evry man hath hys fre wylt. the best ensew the worst esthew my mynde sthalbe. vertu to vse vice to refuce thus sthall I vse me. 1 Pastime with good company I love, and shall until I die!

Grudge who lust; but none deny! So God be pleased, thus live will I! For my pastance, Hunt, sing, and dance! My heart is set. All goodly sport For my comfort, Who shall me let ? 2 Youth must have some dalliance! Of good, or ill, some pastance! Company, methinks, then best, All thoughts and fancies to digest! For Idleness Is chief mistress Of vices all! Then who can say, But mirth and play Is best of all! 3 Company with honesty Is virtue, vices to flee! Company is good, and ill; But every man hath his free will! The best ensue! The worst eschew! My mind shall be Virtue to use, Vice to refuse! Thus shall I use me! 1 Zeitvertreib mit guter Gesellschaft liebe ich und ich sollte [ihn lieben] bis ich sterbe.

Mag neiden, wer will, aber niemand [wird] bestreiten, auf diese Weise sei Gott erfreut und darin werde ich leben. Zu meinem Zeitvertreib zu jagen, singen und tanzen ist mein Herz ausgerichtet: [zu] jedem ansehnlichen Sport, der zu meinem Wohl [ist] wer sollte mich [den (nicht) treiben] lassen? 2 Jugend muss etwas Minnenspiel haben, zum Guten, oder Schlechten etwas Zeitvertreib; Gemeinschaft dünkt mir am besten zu sein, (um) alle Gedanken und Launen zu verarbeiten. Denn Untätigkeit ist die oberste Meisterin aller Laster. Wer kann also sagen, etwas anderes als Fröhlichkeit und Spiel sei das beste von allem? 3 Ehrenhafte Gesellschaft birgt die Kraft, Lastern zu entfliehen. Gemeinschaft ist gut wie schlecht, doch jeder Mensch hat seinen freien Willen. Den Besten (zu) folgen, die schlechtesten meiden, soll mein Sinn sein; Tüchtigkeit zu nutzen, Laster zu meiden, sollte ich mich (daher) einsetzen. Anmerkung zur zweiten Zeile der ersten Strophe: die drei Stimmen des Original-Satzes weisen hier Textabweichungen auf.

Anmerkung zur dritten Zeile der dritten Strophe: ein hier verwendetes Symbol weicht so weit von den zuvor verwendeten Symbolen ab, dass auch vermutet werden kann, dass hier nicht "&", sondern "or" gemeint ist, was inhaltlich hier sehr stimmig wäre. Die deutsche Übersetzung versucht das zu berücksichtigen.

Literatur/Ausgaben A collection of songs, ballads, and instrumental pieces, composed early in the reign of Henry VIII. (British Library, Add MS 31922 bl.uk).

Weblinks mp3-Download des Liedes auf psalterium.it

Einzelnachweise

Kategorie:Heinrich VIII. (England) Kategorie:Folksong Kategorie:Lied (16. Jahrhundert)