Friedrich Carl von Loe (auch Friedrich Carl von Loë, * 22. Juli 1786 in Eichstätt; † 30. Juli 1838 in München)Abweichende Lebensdaten bei Berchem, 1913, S. 37: * 23. 6. 1786, † 29. 7. 1838 war ein Mediziner und 2. Leibarzt des bayerischen Königs Max I. Joseph.
Leben Friedrich Carl von Loë war der Sohn eines fürstbischöflichen Beamten zu Eichstätt und studierte an der Universität in Landshut Medizin. 1809 wurde er in Landshut promoviert. Anschließend wirkte er als Arzt in München.
1816 wurde er 2. Leibarzt des bayerischen Königs, 1817 Obermedizinalrat und 1824 Direktor der klinisch-praktischen Lehranstalt. Er unterrichtete über Kinderkrankheiten und psychische Krankheiten. Mit der Verlegung der Universität von Landshut nach München wurde Loe ordentlicher Professor und 1830 dann auch Leiter der 1. medizinischen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses.
Friedrich Carl von Loë veröffentlichte zahlreiche lyrische Gedichte in der Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst.Johann Baptist Greger: Sonette von bayerischen Dichtern: 2, 1832, S. 190 Digitalisat
Am 15. März 1817 wurde Friedrich Carl von Loë mit dem akademischen Beinamen Aesculapus Euergetes unter der Matrikel-Nr. 1069 zum Mitglied der Leopoldina gewählt.
Die Bayerische Akademie der Wissenschaften ernannte den Arzt 1824 zu ihrem ordentlichen Mitglied.Mitgliedseintrag bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
Friedrich Carl von Loë war mit Auguste von Hartz (* 11. September 1793, † 5. Mai 1821),Lebensdaten gem. Berchem, 1913, S. 37 der ältesten Tochter des Mediziners Bernhard Joseph von Hartz verheiratet.
Friedrich Karl von Loë starb 1838 im Alter von 51 Jahren in München.
Grabstätte mini|Grab von Friedrich Loë auf dem Alten Südlichen Friedhof in München
Die Grabstätte von Friedrich Loë befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Mauer Rechts Platz 97/98 bei Gräberfeld 4, ).
Weitere Verwandte in diesem Grab sindReiner Kaltenegger, Gräber des Alten Südfriedhofs München - Inschriften - Biographien , 1. Auflage 2019, PDF-Ausgabe, S. 523: Esebeck, Maria Anna Freifrau von (vh)/Atwell-Smith (gb); 1797–1870 Loë, Karl; 1857–1868 Loë, Maximilian; 1853–1920; Ingenieur und Major Loë, Olga (vw)/Schönlin (gb); 1864–1927; Majors-Witwe Loë, Maximilian Ritter von; 1824–1885; Präsident des Oberlandesgerichts und Staatsrat Loë, Marie von (vw)/Esebeck, Freiin von (gb); 1818–1896; Staatsrats-Witwe
Literatur Helene von Berchem: Die adeligen Begräbnisstätten auf dem Südlichen Friedhof zu München. Gesammelt von Helene Freifrau von Berchem. Kellerer, München 1913, S. 37 Michael Hunze: Die Entwicklung der Psychiatrie als akademisches Lehrfach an der Ludwig-Maximilians-Universität München bis zur Eröffnung der Psychiatrischen Universitätsklinik 1904. Dissertation, LMU München 2010, S. 57 PDF Johann Daniel Ferdinand Neigebaur: Geschichte der kaiserlichen Leopoldino-Carolinischen deutschen Akademie der Naturforscher während des zweiten Jahrhunderts ihres Bestehens. Friedrich Frommann, Jena 1860, S. 245 Digitalisat Gunnar Stollberg und Ingo Tamm: Die Binnendifferenzierung in deutschen Krankenhäusern bis zum Ersten Weltkrieg. Steiner, Stuttgart 2001, S. 42
Weblinks
Anmerkungen und Einzelnachweise
Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert) Kategorie:Person (bayerische Geschichte) Kategorie:Person (Münchner Geschichte) Kategorie:Adliger Kategorie:Geboren 1786 Kategorie:Gestorben 1838 Kategorie:Mann Kategorie:Absolvent der Universität Landshut