Mario Michelangelo Pedrazzini (* 6. November 1925 in LocarnoThomas Brassel, Die Dozenten der Universität Zürich: Sommersemester 1933 bis Wintersemester 1982/83 (PDF-Datei, 15,7 MB), abgerufen am 25. November 2017, S. 676.; † 5. Oktober 2007) war ein Schweizer Rechtswissenschaftler, der insbesondere auf dem Gebiet des Immaterialgüterrechts tätig war.

Leben Pedrazzini, dessen Familie aus Campo (Vallemaggia) stammt, ging in Locarno und Ascona (Collegio Papio) zur Schule.Curriculum vitae dell’autore in Pedrazzini, La lingua italiana nel diritto federale svizzero, 1952, op. cit., S. 270.Staffieri, In memoriam Mario Michelangelo Pedrazzini (1925–2007), 2007, op. cit., S. 100. Nach Ablegung seiner Matur im Jahr 1944 nahm er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Zürich auf.Lutz, Mario M. Pedrazzini, 2007, op. cit., S. 639. 1952 wurde er daselbst bei Zaccaria Giacometti mit einer Arbeit zur italienischen Sprache im schweizerischen Bundesrecht promoviert. 1957 habilitierte er sich – ebenfalls in Zürich – zur patentfähigen Erfindung. Seine Habilitationsschrift bildete die Grundlage des ersten Bandes eines zusammen mit Rudolf Blum herausgegebenen, dreibändigen Kommentars zum Patentrecht (Bern 1957).Rehbinder, Prof. Dr. Mario Pedrazzini, 2007, op. cit., S. 25. 1966 folgte Pedrazzini einem Ruf an die Hochschule St. Gallen als Ordinarius für Privat- und Handelsrecht einschliesslich Wettbewerbs- und Immaterialgüterrecht.Lutz, Mario M. Pedrazzini, 2007, op. cit., S. 638. Ab 1967 war er darüber hinaus Titularprofessor in Zürich. Neben seiner Lehrtätigkeit leitete Pedrazzini in St. Gallen ab 1967 über 20 Jahre lang das Institut für europäisches und internationales Wirtschafts- und Sozialrecht und war von 1972 bis 1975 Prorektor der Universität.Mario M. Pedrazzini, in: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender (Online-Ausgabe), De Gruyter, abgerufen am 26. November 2017 (nicht frei zugänglich). 1990 legte Pedrazzini seine Lehrtätigkeit nieder.

Neben seiner universitären Tätigkeit wurde Pedrazzini bereits 1968 auf Teilzeitbasis Partner der Zürcher Kanzlei Staehelin & Giezendanner (heute Lenz & Staehelin). Ausserdem arbeitete er in verschiedenen Expertenkommissionen des Bundes.

Pedrazzini trat als Autor mehrerer Lehrbücher hervor, so namentlich zum Personenrecht (Bern 1982, 4. Aufl. 1993), zum Lauterkeitsrecht (Bern 1992, 2. Aufl. 2002) und zum Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht (Bern 1998).

Schriften

[4. Aufl. 1998, mit Federico A. Pedrazzini, ISBN 3-7272-9517-1] [4. Aufl. 1993, mit Niklaus Oberholzer, ISBN 3-7272-0879-1] [2. Aufl. 2002, mit Federico A. Pedrazzini, ISBN 3-7272-0932-1]

Literatur

Weblinks

Manfred Rehbinder: Prof. Dr. Mario Pedrazzini. In: Universität Zürich (Hrsg.): Nekrologe 2007: Zum Gedenken an unsere verstorbenen Professorinnen und Professoren (PDF-Datei, 2,5 MB), abgerufen am 25. November 2017, S. 25. [Nachruf]

Anmerkungen

Kategorie:Wirtschaftsrechtler (20. Jahrhundert) Kategorie:Wirtschaftsrechtler (21. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Zürich) Kategorie:Hochschullehrer (Universität St. Gallen) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1925 Kategorie:Gestorben 2007 Kategorie:Mann Kategorie:Privatrechtler (20. Jahrhundert) Kategorie:Privatrechtler (21. Jahrhundert)