Der Byeonsanbando-Nationalpark () ist einer von 22 Nationalparks in Südkorea. Er wurde 1988 als 19. Nationalpark an der Westküste des Landes eingerichtet.
Geographie Der Byeonsanbando-Nationalpark befindet sich rund 50 km südwestlich von Jeonju () im Landkreis Buan-gun () der Provinz Jeonbuk-do (). Der 154,644 km² große Nationalpark besitzt in seiner Südwest-Nordost-Ausdehnung eine Länge von rund 22 km und misst an seiner breitesten Stelle rund 11 km. Der Park ist in zwei Sektionen aufgeteilt, den Oebyeonsan () genannte Teil, der die Nordwestküste umfasst und den inländischen Teil, der als Naebyeonsan () bezeichnet wird und die Berglandschaft umfasst.
Der höchste Berg im Nationalpark ist der Gisangbong (), der eine Höhe von aufweist. Nach Südwesten flachen die Berggipfel mit dem Gamnamsan () auf bis zu ab. Im nordwestlichen Teil der Berge des Nationalparks befindet sich der Buan-Stausee (), der sich ähnlich der Form eines chinesischen Drachen rund 7 km durch die Täler der Berge schlängelt. Am nördlichen Ende des Stausee befindet sich eine Wasserkraftwerk zur Stromerzeugung. Sieben weitere kleinere Stauseen dienen der Trinkwasserversorgung und der Nutzwasserversorgung der Landwirtschaft im Landesinneren außerhalb des Nationalparks.
Geologie Die Bergformationen des Nationalparks sind vulkanischen Ursprungs und bestehen aus Rhyolith, die in der Kreidezeit entstanden sind. Die Schichtungen der Ablagerungen vulkanischen Ursprungs sind besonders gut an den Chaeseokgang-Klippen () zu erkennen, die sich an der Küste am östlichen Ende des Nationalparks aus dem Meer erheben.
Geschichte Byeonsanbando wurde am 2. Dezember 1971 von der Regierung der Provinz Jeollabuk-do als Provinz-Park ausgewiesen. Am 11. Juni 1988 erfolgte dann die Höherstufung zum Nationalpark durch das Ministerium für Land, Transport und maritime Angelegenheiten. Am 30. August 2003 wurde die Fläche des Parks von 155,924 km² auf 154,715 km² und am 7. Dezember 2006 noch einmal auf 154,664 km² korrigiert. Am 5. Oktober wurde dann das Büro des Nationalparks in seinen heutigen Namen umbenannt.
Flora und Fauna In dem von jährlich rund 1,5 Millionen Touristen besuchte Nationalpark wurden 877 verschiedene Pflanzenarten und 996 unterschiedliche Arten aus der Tierwelt angetroffen. Die in dem Park vorkommende Chinesische Stechpalme, die Japanische Stechpalme, die Silber Magnolien und die Schneeforsythie stehen in Südkorea unter Naturschutz.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise Koordinaten und Längenbestimmungen wurden zum Teil über Google Earth Pro Version 7.3.0.3832 am 25. November 2017 vorgenommen.
Kategorie:Nationalpark in Südkorea Kategorie:Nationalpark in Asien Kategorie:Geographie (Jeonbuk-do) Kategorie:Schutzgebietsgründung 1988