mini|Varianten der H III miniatur|H IIIe 1943 mini|Horten IIIf in Berlin mini|Mittelstück des Doppelsitzers H IIIh Die Horten H III ist ein Nurflügelflugzeug, das von den Brüdern Reimar und Walter Horten entwickelt wurde.
Geschichte Zum Rhönwettbewerb im Jahr 1938 wollten die Brüder mit einem neuen, verbesserten Flugzeugtyp antreten. Also entstanden zwei Maschinen, H III a und c genannt, von denen eine zeitweilig mit einem kleinen Hilfsflügel über der Pfeilspitze ausgestattet war. Die Maschinen des Typs H III zeigten gute Eigenschaften, beide gingen aber bei einem Wolkenflug durch Hagelschlag zu Bruch. Beide Maschinen hatten in der Gewitterwolke über 8000 m Höhe erreicht. Während der Pilot Heinz Scheidhauer mit schweren Erfrierungen überlebte, kam Werner Blech beim Flug mit der H III c ums Leben.
Trotzdem sollte die Horten III mit 19 gebauten Exemplaren zum Haupttyp der Horten-Nurflügel werden. Die verschiedenen Unterversionen sind:
H III a – Einzelstück, noch mit schlankerem Außenflügel (D-12-348). H III b – Serienmodell, zehn gebaut. H III c – Einzelstück mit Vorflügel (D-12-347). H III d – Einzelstück, Motorsegler mit Walter-Mikron-Motor, intern „Butterfliege“ genannt. H III e – Einzelstück, Motorsegler mit VW-Motor und Faltluftschraube. H III f – liegende Pilotenposition, zwei gebaut. H III g – Doppelsitzer, zwei gebaut. H III h – Einzelstück, Doppelsitzer.
Für die späteren Typen wurden zum Teil Baugruppen der zehn H III b verwendet. Die Spannweite aller H III betrug 20,4 Meter und der Flügel war in der Mitte mit einem momentfreien Horten-S-Schlag-Profil, außen mit einem symmetrischen Profil ausgestattet.Vgl. RWWA, Bestand 51-13, Planzeichnung „Bock für Nasenbauhelling“ für Entwurf Horten III.
Die geometrische Verwindung des Flügels erfolgte ab der halben Spannweite gemäß der Hortenschen Glocken-Auftriebverteilung. Die Steuerung erfolgte über unterteilte Elevons am Außenflügel mit unterschiedlich überlagerten Funktionen. Als Seitenruder dienten Nasen-Spreizklappen an der Flügelspitze. An dem Motorsegler H III e wurde erstmals eine Faltluftschraube verwendet. Der Aufbau entsprach generell dem der Horten H II. Erhalten ist lediglich eine H III f sowie das unrestaurierte Mittelstück des Doppelsitzers H III h in den USA.
Die Produktion dürfte bis 1944 und darüber hinaus geplant gewesen sein, wie Unterlagen aus dem Bestand des Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsarchivs in Köln vermuten lassen. Ob die Horten III tatsächlich noch 1944/45 produziert wurde, ist indes aufgrund der Kriegslage zweifelhaft.Vgl. RWWA, Bestand 51-16, Planzeichnung „Ständer für Flächenzusammenbau für Muster Horten IIIa“ im Maßstab 1:10. Quelle: Maschinenbau Schule, Esslingen, datiert 3. September 1944.
Technische Daten Kenngröße Daten Besatzung 1 Spannweite 20,5 m Flügelfläche 36 m² Flügelstreckung 11,6 Nasenpfeilung 24,3° Gleitzahl ~27 bei 75 km/h Leermasse 298 kg (Segler) 350–360 kg (Motorsegler) max. Startmasse 478 kg Flächenbelastung 11,3 kg/m² Mindestgeschwindigkeit 45–50 km/h Höchstgeschwindigkeit 210 km/h
Siehe auch Liste von Flugzeugtypen
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Experimentalflugzeug Kategorie:Nurflügel H 03 Kategorie:Segelflugzeug Kategorie:Erstflug 1935