Akshara () ist die Grundeinheit einer indischen Schrift und symbolisiert den Silbenkörper einer Silbe, kann also sowohl für Silbenansatz, Silbenkern als auch beides zusammen stehen. Der Silbenkoda wird dagegen vom nachfolgenden Akshara darstellt.
Indische Schriften sind Buchstabenschriften nach dem Prinzip der Abugida. Sie bestehen aus Konsonantenbuchstaben mit einem inhärenten Vokal und wenigen Vokalbuchstaben für den Wortanfang, die übrigen Vokale sowie das Fehlen des inhärenten Vokals werden mit diakritischen Zeichen um den vorangehenden Buchstaben herum geschrieben und bilden zusammen einen Akshara.
Akshara in der Tradition des Vedanta Akshara(m) bedeutet in der indischen Philosophie des Vedanta „das Unvergängliche“ und ist eine der vier Wesenheiten des paramatman (höchstes Selbst).
In der klassischen südindischen Musik, die in der Tradition des Vedanta steht, ist akshara, auch aksharakala, die kleinste zeitliche Einheit und ein Viertel eines matra (Schlag) innerhalb der als tala bezeichneten rhythmischen Struktur. Akshara steht außerdem für einen bestimmten seltenen tala, der zu den 108 vom Komponisten Ramaswamy Dikshitar (1735–1817) gelisteten raga tala malika gehört.
Einzelnachweise
Kategorie:Indische Schrift Kategorie:Musik (Indien)