zentriert|350x260pxRobert De Niro erhält für seine Darstellung in Der Pate – Teil II den ersten Oscar seiner Karriere. Mit sechs Oscars ist der Film der große Gewinner der diesjährigen Oscarverleihung. Dieser Artikel behandelt das Filmjahr 1975.

Ereignisse 4. März: Der britische Filmschauspieler und Regisseur Charlie Chaplin wird durch Königin Elisabeth II. zum Knight Commander (KBE) des Order of the British Empire ernannt. 24. März: Premiere von The Rocky Horror Picture Show. Nach mäßigem Start entwickelt sich dieser Film in den kommenden Jahren zu einer Zuschauerattraktion bis dato nicht gekannter Art. Es entsteht eine Fangemeinde, die vielfach Texte mitsang und Filmszenen mitspielt und -tanzt. 29. März: Im Deutschen Fernsehen wird die erste Folge von Dieter Hallervordens Reihe Nonstop Nonsens ausgestrahlt. 1. April: Der österreichische Sender FS1 (heute ORF 1) strahlt die erste Folge der täglichen Kindersendung Am dam des aus. 20. Juni: Steven Spielbergs Film Der weiße Hai startet in den US-amerikanischen Kinos und entwickelt sich zum ersten Sommer-Blockbuster. 30. Juni: Auf der Berlinale hat die Filmkomödie Lina Braake mit Lina Carstens in der Titelrolle Premiere. 14. August: Premiere des Films The Rocky Horror Picture Show in London. 21. September: Sidney Lumets Kriminalfilm Hundstage hat Premiere. 2. November: Der offenbar mehrfach von einem Auto überfahrene Filmregisseur Pier Paolo Pasolini wird in der Nähe des Strandes von Ostia aufgefunden. Der Mord konnte bis heute trotz eines Geständnisses von Pino Pelosi nicht vollständig aufgeklärt werden. 19. November: Premiere von Einer flog über das Kuckucksnest. Nach Es geschah in einer Nacht ist dies der zweite Film, der Oscars in den fünf wichtigsten Kategorien (bester Film, beste Regie, bestes Drehbuch, bester Hauptdarsteller und beste Hauptdarstellerin) gewinnen konnte. Anschließend ist dies bislang außerdem nur Das Schweigen der Lämmer gelungen. George Lucas stellt einen zweiten Entwurf seines Weltraum-Abenteuers unter dem Titel Adventures of the Starkiller, Episode One of The Star Wars fertig. Um die Spezialeffekte für den Film Star Wars realisieren zu können, gründet George Lucas das Unternehmen Industrial Light & Magic. Der weiße Hai erreicht als erster Film die 100-Millionen-USD-Grenze an Brutto-Einnahmen. Januar – Die Sieger der BRAVO-Otto-Leserwahl werden vorgestellt: Kategorie – männliche Filmstars: Gold Terence Hill, Silber Jan-Michael Vincent, Bronze Roger Moore Kategorie – weibliche Filmstars: Gold Ute Kittelberger, Silber Uschi Glas, Bronze Linda Blair

Erfolgreichste Filme Top 10 in Deutschland Die zehn erfolgreichsten Filme an den deutschen Kinokassen nach Besucherzahlen (Stand: 1. Januar 2025):

Platz Filmtitel Besucher 1. Der weiße Hai 7.000.000 2. Zwei Missionare 4.500.000 3. Der Unverbesserliche 4.200.000 4. Frankenstein Junior 4.100.000 5. Die Geschichte der O 3.500.000 6. Nobody ist der Größte 3.300.000 7. Mandingo 3.100.000 8. Flammendes Inferno 3.000.000 9. Erdbeben 2.100.000 10. Rollerball 1.700.000 Kinostarts 1975

Top 10 in den USA und Kanada Die zehn erfolgreichsten Filme an den nordamerikanischen Kinokassen nach Einspielergebnis. PlatzFilmtitelEinspielergebnis in US-Dollar1.Der weiße Hai133.400.0002.Einer flog über das Kuckucksnest59.200.0003.The Rocky Horror Picture Show50.420.0004.Shampoo23.822.0005.Hundstage22.500.0006.Der rosarote Panther kehrt zurück20.017.0007.Die drei Tage des Condor20.014.0008.Funny Lady19.313.0009.Die Kehrseite der Medaille18.012.00010.Tommy17.793.000

In anderen Staaten LandFilmtitelEinspielergebnisBesucherzahlen Flammendes Inferno 10.377.230 Flammendes Inferno 4.466.376 Sholay₹350.000.000 150.000.000+ Ein irres Klassentreffen 10.467.254 Flammendes Inferno¥3.640.000.000 Bobby15.650.000 Rbls 62.600.000 Der weiße Hai 5.918.754 Der weiße Hai£11.800.000 16.200.000

Filmpreise

Golden Globe Awards 1975

Am 25. Januar findet im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles die Golden-Globe-Verleihung statt.

Bestes Drama: Chinatown von Roman Polański Bestes Musical/Komödie: Die härteste Meile von Robert Aldrich Bester Schauspieler (Drama): Jack Nicholson in Chinatown Beste Schauspielerin (Drama): Gena Rowlands in Eine Frau unter Einfluß Bester Schauspieler (Musical/Komödie): Art Carney in Harry und Tonto Beste Schauspielerin (Musical/Komödie): Raquel Welch in Die drei Musketiere Bester Nebendarsteller: Fred Astaire in Flammendes Inferno Beste Nebendarstellerin: Karen Black in Der große Gatsby Bester Regisseur: Roman Polański für Chinatown Beste Musik: Alan Jay Lerner und Frederick Loewe für Der kleine Prinz Cecil B. DeMille Award: Hal B. Wallis

Oscarverleihung 1975

Am 8. April findet im Dorothy Chandler Pavilion in Los Angeles die Oscarverleihung statt.

Bester Film: Der Pate – Teil II von Francis Ford Coppola Bester Hauptdarsteller: Art Carney in Harry und Tonto Beste Hauptdarstellerin: Ellen Burstyn in Alice lebt hier nicht mehr Bester Regisseur: Francis Ford Coppola für Der Pate – Teil II Bester Nebendarsteller: Robert De Niro in Der Pate – Teil II Beste Nebendarstellerin: Ingrid Bergman in Mord im Orient-Expreß Beste Musik: Nino Rota und Carmine Coppola für Der Pate – Teil II Beste Musikadaption: Nelson Riddle für Der große Gatsby Bester fremdsprachiger Film: Amarcord von Federico Fellini Ehrenoscar: Howard Hawks und Jean Renoir

Internationale Filmfestspiele von Cannes 1975

Das Festival beginnt am 9. Mai und endet am 23. Mai. Die Jury unter Präsidentin Jeanne Moreau wählt folgende Preisträger aus:

Goldene Palme: Chronik der Jahre der Glut von Mohamed Lakhdar-Hamina Bester Schauspieler: Vittorio Gassman in Der Duft der Frauen Beste Schauspielerin: Valerie Perrine in Lenny Bester Regisseur: Michel Brault für Ausnahmezustand und Constantin Costa-Gavras für Sondertribunal – Jeder kämpft für sich allein

Internationale Filmfestspiele Berlin 1975

Das Festival beginnt am 27. Juni und endet am 8. Juli. Die Jury vergibt folgende Preise:

Goldener Bär: Overlord von Stuart Cooper und Adoption von Márta Mészáros Bester Schauspieler: Vlastimil Brodský in Jakob der Lügner Beste Schauspielerin: Tanaka Kinuyo in Sandakan, Haus Nr. 8 Bester Regisseur: Sergej Solowjow für Hundert Tage nach der Kindheit

Deutscher Filmpreis

Bester Film: Lina Braake oder Die Interessen der Bank können nicht die Interessen sein, die Lina Braake hat von Bernhard Sinkel Beste Regie: Wim Wenders für Falsche Bewegung Beste Hauptdarstellerin: Lina Carstens für Lina Braake, Grischa Huber für Unter dem Pflaster ist der Strand, Marianne Hoppe, Nastassja Kinski, Lisa Kreuzer und Hanna Schygulla jeweils für Falsche Bewegung Bester Hauptdarsteller: Hans Christian Blech, Ivan Desny, Adolf Hansen, Peter Kern und Rüdiger Vogler jeweils für Falsche Bewegung

Society of Film and Television Arts Awards

Bester Film: Lacombe, Lucien von Louis Malle Beste Regie: Roman Polański für Chinatown Bester Hauptdarsteller: Jack Nicholson für Chinatown und Das letzte Kommando Beste Hauptdarstellerin: Joanne Woodward für Sommerwünsche – Winterträume Bester Nebendarsteller: John Gielgud für Mord im Orient-Expreß Beste Nebendarstellerin: Ingrid Bergman für Mord im Orient-Expreß

Étoile de Cristal

Bester Film: India Song von Marguerite Duras Bester Darsteller: Patrick Bouchitey und Patrick Dewaere in Unser Weg ist der beste Beste Darstellerin: Jeanne Goupil in Die Gelüste des Herrn Theobald Bester ausländischer Film: Aguirre, der Zorn Gottes von Werner Herzog Bester ausländischer Darsteller: Al Pacino in Hundstage Beste ausländische Darstellerin: Carol Kane in Hester Street

New York Film Critics Circle Award

Bester Film: Nashville von Robert Altman Beste Regie: Robert Altman für Nashville Bester Hauptdarsteller: Jack Nicholson in Einer flog über das Kuckucksnest Beste Hauptdarstellerin: Isabelle Adjani in Die Geschichte der Adèle H. Bester Nebendarsteller: Alan Arkin in Im Herz des Wilden Westens Beste Nebendarstellerin: Lily Tomlin in Nashville

National Board of Review

Bester Film: Nashville von Robert Altman Beste Regie: Stanley Kubrick für Barry Lyndon Bester Hauptdarsteller: Jack Nicholson in Einer flog über das Kuckucksnest Beste Hauptdarstellerin: Isabelle Adjani in Die Geschichte der Adèle H. Bester Nebendarsteller: Charles Durning in Hundstage Beste Nebendarstellerin: Ronee Blakley in Nashville Bester fremdsprachiger Film: Die Geschichte der Adèle H. von François Truffaut

Los Angeles Film Critics Association Awards

Bester Film: Hundstage von Sidney Lumet und Einer flog über das Kuckucksnest von Miloš Forman Beste Regie: Sidney Lumet für Hundstage Bester Hauptdarsteller: Al Pacino in Hundstage Beste Hauptdarstellerin: Florinda Bolkan in Ein kurzer Urlaub Bester fremdsprachiger Film: Ein Leben lang von Claude Lelouch

Weitere Filmpreise und Auszeichnungen AFI Life Achievement Award: Orson Welles David di Donatello: Die Affäre Murri, Gewalt und Leidenschaft (Bester italienischer Film) und Flammendes Inferno (Bester ausländischer Film) Deutscher Kritikerpreis: Angela Winkler Directors Guild of America Award: Francis Ford Coppola für Der Pate – Teil II, Lew Wasserman (Lebenswerk) Ernst-Lubitsch-Preis: Angelika Milster für Meine Sorgen möcht’ ich haben Evening Standard British Film Award: James Bond 007 – Leben und sterben lassen von Guy Hamilton Louis-Delluc-Preis: Cousin, Cousine von Jean-Charles Tacchella Nastro d’Argento: Gewalt und Leidenschaft von Luchino Visconti und Das Gespenst der Freiheit von Luis Buñuel National Society of Film Critics Award: Szenen einer Ehe von Ingmar Bergman People’s Choice Award: Der Clou von George Roy Hill (populärster Film), John Wayne (populärster Schauspieler), Barbra Streisand (populärste Schauspielerin) Polnisches Filmfestival Gdynia: Das gelobte Land von Andrzej Wajda und Nächte und Tage von Jerzy Antczak Preis der deutschen Filmkritik: Alice in den Städten von Wim Wenders Festival Internacional de Cine de San Sebastián: Wilderer von José Luis Borau Writers Guild of America Award: Chinatown (Bestes Originaldrehbuch-Drama), Der wilde wilde Westen (Bestes Originaldrehbuch-Komödie), Der Pate – Teil II (Bestes adaptiertes Drehbuch-Drama), Duddy will hoch hinaus (Bestes adaptiertes Drehbuch-Komödie), Preston Sturges (Lebenswerk)

Geburtstage Januar bis März mini|125px|Bradley Cooper (* 5. Januar) mini|125px|Drew Barrymore (* 22. Februar) mini|125px|Sienna Guillory (* 16. März) mini|125px|Angelina Jolie (* 4. Juni) mini|125px|Tobey Maguire (* 27. Juni)

Januar 1. Januar: Makis Papadimitriou, griechischer Schauspieler 2. Januar: Dax Shepard, US-amerikanischer Schauspieler 3. Januar: Jason Marsden, US-amerikanischer Schauspieler 3. Januar: Danica McKellar, US-amerikanische Schauspielerin 4. Januar: Jill Marie Jones, US-amerikanische Schauspielerin 5. Januar: Bradley Cooper, US-amerikanischer Schauspieler 6. Januar: Nicole DeHuff, US-amerikanische Schauspielerin († 2005) 8. Januar: Stefanie Dvorak, österreichische Schauspielerin 10. Januar: Alexis Loret, französischer Schauspieler 12. Januar: Lisa Rieffel, US-amerikanische Schauspielerin 14. Januar: Georgina Cates, britische Schauspielerin 14. Januar: Jordan Ladd, US-amerikanische Schauspielerin 17. Januar: Freddy Rodríguez, US-amerikanischer Schauspieler 21. Januar: Zach Helm, US-amerikanischer Drehbuchautor und Regisseur 21. Januar: Florin Șerban, rumänischer Regisseur 25. Januar: Mia Kirshner, kanadische Schauspielerin 27. Januar: Nadine Wrietz, deutsche Schauspielerin 29. Januar: Sharif Atkins, US-amerikanischer Filmschauspieler und Filmproduzent 29. Januar: Sara Gilbert, US-amerikanische Schauspielerin 31. Januar: Preity Zinta, indische Schauspielerin

Februar 1. Februar: Big Boi, US-amerikanischer Rapper und Schauspieler 4. Februar: Natalie Imbruglia, australische Sängerin und Schauspielerin 9. Februar: Liane Forestieri, deutsche Schauspielerin