Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 1975 begannen am 8. April 1975 und endeten am 27. Mai 1975 mit dem 4:2-Erfolg der Philadelphia Flyers über die Buffalo Sabres. Die Flyers errangen damit ihren zweiten Titel in Folge, zugleich allerdings auch ihren vorerst letzten. Zudem gewann ihr Torhüter Bernie Parent wie bereits im Vorjahr die Conn Smythe Trophy als Most Valuable Player und wurde damit zum ersten Spieler, der diese Auszeichnung zweimal in Serie erhielt; nach ihm gelang dies bisher nur Mario Lemieux und Sidney Crosby. Darüber hinaus stellte Philadelphia in Person von Rick MacLeish den besten Scorer dieser post-season. Die unterlegenen Sabres hingegen bestritten ihr erstes Stanley-Cup-Finale und sorgten gemeinsam mit den Flyers für das erste Endspiel der Ligahistorie, an dem kein Team der Original Six teilnahm.

Unterdessen gelang es den New York Islanders als zweitem Team der NHL-Geschichte nach den Toronto Maple Leafs im Jahre 1942, einen 0:3-Rückstand in einer Serie noch in einen 4:3-Sieg umzuwandeln. Diesen Erfolg aus dem Viertelfinale gegen die Pittsburgh Penguins hätten sie im anschließenden Halbfinale fast wiederholt, unterlagen aber im entscheidenden siebten Spiel dem späteren Titelträger aus Philadelphia. Ferner gingen die Playoffs 1975 mit einem deutlich veränderten Modus einher, so qualifizierten sich fortan zwölf statt acht Mannschaften.

Modus Die zwölf für die Playoffs qualifizierten Teams wurden entsprechend ihrer Leistung in der regulären Saison (meiste Punkte; bei Gleichstand meiste Siege) auf der Setzliste platziert. Dabei waren allerdings die vier Divisionssieger per Freilos für das Viertelfinale gesetzt, während die übrigen acht Teilnehmer eine Vorrunde ausspielten. In allen Runden wurden die Paarungen durch die Setzliste bestimmt, so traf jeweils die am höchsten gesetzte auf die am niedrigsten gesetzte Mannschaft, die Nummer zwei auf das vorletzte Team usw.

Die Serien der Vorrunde wurden im Best-of-Three-, die Serien aller folgenden Runden im Best-of-Seven-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team ab dem Viertelfinale vier Siege zum Weiterkommen benötigte; in der ersten Runde nur zwei. Das höher gesetzte Team hatte dabei – ab der zweiten Runde – in den ersten beiden Spielen Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselte das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hatte die höher gesetzte Mannschaft in den Spielen 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil. In der Vorrunde wechselte das Heimrecht dagegen von Spiel zu Spiel.

Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden blieben, folgte die Overtime. Sie endete durch das erste erzielte Tor (Sudden Death).

Qualifizierte Teams (1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) (9) (10) (11) (12) Legende:

Playoff-Baum

Vorrunde (4) Los Angeles Kings – (12) Toronto Maple Leafs

(5) Boston Bruins – (11) Chicago Black Hawks

(6) Pittsburgh Penguins – (10) St. Louis Blues

(7) New York Rangers – (8) New York Islanders

Viertelfinale (1) Philadelphia Flyers – (12) Toronto Maple Leafs

(2) Buffalo Sabres – (11) Chicago Black Hawks

(3) Canadiens de Montréal – (9) Vancouver Canucks

(6) Pittsburgh Penguins – (8) New York Islanders

Halbfinale (1) Philadelphia Flyers – (8) New York Islanders

(2) Buffalo Sabres – (3) Canadiens de Montréal

Stanley-Cup-Finale (1) Philadelphia Flyers – (2) Buffalo Sabres

Stanley-Cup-Sieger Stanley-Cup-Sieger 120px|Logo der Philadelphia Flyers Philadelphia FlyersTorhüter: Bernie Parent, Wayne Stephenson, Bobby Taylor

Verteidiger: Tom Bladon, André Dupont, Larry Goodenough, Ted Harris, Ed Van Impe, Jimmy Watson, Joe Watson

Angreifer: Bill Barber, Bobby Clarke (C), Bill Clement, Terry Crisp, Gary Dornhoefer, Bob Kelly, Orest Kindrachuk, Reggie Leach, Ross Lonsberry, Rick MacLeish, Don Saleski, Dave Schultz Cheftrainer: Fred Shero  General Manager: Keith Allen

Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/− = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Bestwert Spieler Team GP G A Pts +/− PIM Rick MacLeish Philadelphia 17 11 9 20 +17 8 Guy Lafleur Montréal 11 12 7 19 +6 15 Jude Drouin NY Islanders 17 6 12 18 −4 6 Jean-Paul Parisé NY Islanders 17 8 8 16 −3 20 Pete Mahovlich Montréal 11 6 10 16 +10 10 Bobby Clarke Philadelphia 17 4 12 16 +6 16 Rick Martin Buffalo 17 7 8 15 −4 20 Bill Barber Philadelphia 17 6 9 15 +6 8 Gilbert Perreault Buffalo 17 6 9 15 −3 10 Ed Westfall NY Islanders 17 5 10 15 +1 12

Beste Torhüter Die kombinierte Tabelle zeigt die jeweils drei besten Torhüter in den Kategorien Gegentorschnitt und Fangquote sowie die jeweils Führenden in den Kategorien Shutouts und Siege.

Abkürzungen: GP = Spiele, Min = Eiszeit (in Minuten), W = Siege, L = Niederlagen, GA = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GAA = Gegentorschnitt; Fett: Bestwert; Sortiert nach Gegentorschnitt. Erfasst werden nur Torhüter mit 180 absolvierten Spielminuten. Spieler Team GP Min W L GA SO Sv% GAA Bernie Parent Philadelphia 15 920:09 10 5 29 4 92,4 1,89 Rogatien Vachon Los Angeles 3 198:13 1 2 7 0 92,9 2,12 Glenn Resch NY Islanders 12 690:52 8 4 25 1 93,1 2,17

Weblinks Stanley-Cup-Playoffs 1975 auf hockey-reference.com Alle Boxscores der Playoffs (PDF; 1,2 MB) bigmouthsports.com

#1975 Kategorie:Eishockeyveranstaltung 1975